Politik: Bundeswehr-Reform in Berlin
Berlin () – Heeresinspekteur und Generalleutnant Christian Freuding fordert aufgrund von Bedrohungen durch Russland, mehr Tempo bei der Reformierung der Bundeswehr.
„Wir müssen in einen anderen Modus schalten. Wir brauchen dringend die Erhöhung von Kapazitäten“, sagte Freuding dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Dass Russland laut Prognosen der Nato in der Lage sei, das entsprechende Territorium bis 2029 anzugreifen, sei, „kein zufällig gegriffenes Datum“.
Einen möglichen Angriff müsse Deutschland verhindern, „indem wir zum frühestmöglichen Zeitpunkt militärische Stärke demonstrieren, die glaubwürdig abschreckt“. Freuding weiter: „Der Feind wartet nicht auf unsere Fertigmeldung. Je früher der Krieg in der Ukraine endet – und das wünschen wir uns alle -, desto früher, werden die russischen Streitkräfte zum Angriff fähig sein.“
Zur Umstrukturierung der Bundeswehr zähle dabei nicht nur die technologische Innovation, sondern auch die Weiterentwicklung des Personals. „Ich will, dass wir, wenn wir uns jetzt neu strukturieren, an Kampfkraft und an Einsatzwert gewinnen“, sagte Freuding. In der Grundausbildung gebe es bereits jetzt einen Basiskurs Drohnenbedienung. „Das muss jeder lernen, muss jeder können“, meinte Freuding und erklärte, dass künftig jeder Soldat ein „Drohnenaufklärer“ oder „Drohnenabwehrer“ sein müsse.
Zur Frage der Wehrpflicht hat Freuding eine klare Meinung: „Ich halte es grundsätzlich für richtig, wenn ein freiheitlich verfasster Staat zunächst auf Freiwilligkeit setzt, um sich selbst verteidigen zu können.“ Wenn die Freiwilligkeit aber nicht ausreiche, dann halte er es genauso für richtig, „dass diese freiheitliche Verfasstheit dadurch gewahrt wird, dass der Staat das Mitwirken seiner Bürgerinnen und Bürger im erforderlichen Maße zur Verpflichtung macht“.
Gleichwohl sieht Freuding die vom ehemaligen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) beschriebene „Zeitenwende“, unmittelbar nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022, auf einem guten Weg. „Wir haben die Startblöcke verlassen und sind gut auf der Strecke“, sagte der Heeresinspekteur. Er sagte allerdings auch, dass es bei dieser Aufgabe kein bestimmtes Ziel gebe. Die sicherheitspolitische Dynamik werde die Bundeswehr in den kommenden Jahrzehnten „täglich vor neue Herausforderungen“ stellen. „Wir werden uns dann behaupten und unseren Auftrag erfüllen können, wenn wir in der Lage sind, uns immer wieder schnell und nachhaltig anzupassen“, sagte Freuding. Wenn man beim Thema Resilienzkultur aber immer auf andere Staaten verweise, dann „sollten wir die Fähigkeit Deutschlands nicht unterschätzen und uns zutrauen, dass wir dazu auch selbst in der Lage sind“.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Christian Freuding, Olaf Scholz
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundeswehr, Russland, NATO, Ukraine, Deutschland, Olaf Scholz (SPD), SPD, Heeresinspekteur, Generalleutnant Christian Freuding, Redaktionsnetzwerk Deutschland.
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand nicht eindeutig datiert statt. Im Text wird lediglich ein zeitlicher Bezug genannt:
- Prognose/Zeitraum: „…bis 2029 anzugreifen“ (NATO-Prognosen)
- Bezugspunkt für die „Zeitenwende“: „…unmittelbar nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022“
Antwort (kurz): Februar 2022 bis 2029.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Heeresinspekteur Christian Freuding fordert wegen der Bedrohung durch Russland mehr Tempo bei der Reform der Bundeswehr, mit frühzeitiger glaubwürdiger Abschreckung, zusätzlicher Kampfkraft durch Personal- und Technologieentwicklung (u. a. Drohnenkompetenz für jeden Soldaten) sowie einer grundsätzlich befürworteten Kombination aus Freiwilligkeit und möglicher Wehrpflicht.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Bedrohungen durch Russland
- Nato-Prognose, dass Russland bis 2029 das entsprechende Territorium angreifen könnte
- Erfordernis, den Angriff frühestmöglich abzuschrecken bzw. zu verhindern
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Politik
- nicht beschrieben
- Öffentlichkeit
- nicht beschrieben
- Medien
- Freuding wird dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ zitiert
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Mehr Tempo bei der Reformierung der Bundeswehr
- Erhöhung der militärischen Kapazitäten
- Demonstration militärischer Stärke zur glaubwürdigen Abschreckung
- Gewinn an Kampfkraft und Einsatzwert durch Umstrukturierung
- Weiterentwicklung des Personals insbesondere im Bereich Drohnenbedienung und Drohnenaufklärung
- Jede Soldatin und jeder Soldat soll künftig Drohnenaufklärer oder Drohnenabwehrer sein können
- Anpassungsfähigkeit der Bundeswehr an sicherheitspolitische Herausforderungen über die kommenden Jahrzehnte
- Verpflichtung von Bürgerinnen und Bürgern in erforderlichem Maße im Rahmen der Verteidigungsfähigkeit aufrecht erhalten
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja — es werden Stellungnahmen von Heeresinspekteur Christian Freuding zitiert (u. a. seine Forderung nach mehr Tempo und die Aussagen zur Reformierung der Bundeswehr sowie zur Wehrpflicht).
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