Gesellschaft: Personalmangel im öffentlichen Dienst Köln
Köln () – Der Personalmangel im öffentlichen Dienst könnte offenbar nahezu vollständig durch eine Erhöhung der Vollzeitarbeit ausgeglichen werden. Das ergab eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) auf Basis der Personalstatistik des Statistischen Bundesamts.
Würden alle Teilzeitbeschäftigten in Bund, Ländern und Kommunen auf Vollzeit wechseln, könnten demnach 634.000 zusätzliche Vollzeitäquivalente entstehen. Der Beamtenbund schätzt den Personalmangel im Staatsdienst auf 631.000 Stellen.
Es sei jedoch unwahrscheinlich, dass alle Staatsbediensteten tatsächlich aufstocken, so das IW. Würden jedoch alle Bundesländer das Arbeitszeitniveau von Sachsen-Anhalt erreichen – dem Bundesland mit der höchsten durchschnittlichen Arbeitszeit im öffentlichen Dienst – könnten immer noch knapp 300.000 Vollzeitstellen hinzukommen.
Besonders in Kitas und Schulen sei der Bedarf groß. Dort sei der Fachkräftemangel besonders ausgeprägt, während viele Beschäftigte in Teilzeit arbeiteten. Würden alle Teilzeitkräfte in Kitas auf Vollzeit aufstocken, könnte das Arbeitsvolumen laut Studie um 25 Prozent steigen, was fast 55.000 zusätzlichen Erzieherstellen entspräche. In Schulen wären es knapp 20 Prozent oder 153.000 Vollzeitstellen für Lehrkräfte.
In den Bundesländern mit der höchsten Kaufkraft sind auch die Reserven durch Teilzeitarbeit besonders groß. So könnte das Arbeitsvolumen im öffentlichen Dienst in Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz um 19 bis 21 Prozent steigen. In Niedersachsen und Schleswig-Holstein liegt das Potenzial mit knapp 16 Prozent noch leicht über dem Bundesdurchschnitt. In den neuen Bundesländern ist die Reserve kleiner: In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern beträgt sie nur rund acht Prozent. Das liegt auch daran, dass die Kinderbetreuung im Osten traditionell besser ausgebaut ist und mehr Frauen arbeiten.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Kein vollständiger Personenname im Artikeltext vorhanden.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Institut der deutschen Wirtschaft (IW), Statistisches Bundesamt, Beamtenbund, Bund, Länder, Kommunen, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Kitas, Schulen
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Köln, Bund, Länder, Kommunen, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern.
Worum geht es in einem Satz?
Laut einer IW-Studie könnte der Personalmangel im öffentlichen Dienst durch eine Ausweitung der Arbeitszeit von Teilzeit- auf Vollzeitstellen weitgehend kompensiert werden: Würden Teilzeitkräfte in Bund, Ländern und Kommunen vollständig aufstocken, entstünden 634.000 zusätzliche Vollzeitäquivalente, wobei vor allem in Kitas und Schulen große Reserven bestehen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Personalmangel im öffentlichen Dienst
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Im Artikel wird nicht beschrieben, wie Politik, Öffentlichkeit oder Medien auf die Studie reagiert haben.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Zusätzliches Arbeitsvolumen im öffentlichen Dienst durch Umwandlung von Teilzeit in Vollzeit
- Entstehung von bis zu 634.000 zusätzlichen Vollzeitäquivalenten als Maßnahme gegen Personalmangel
- Mögliches weiteres Aufstockungspotenzial von knapp 300.000 Vollzeitstellen bei Anpassung auf das Arbeitszeitniveau von Sachsen-Anhalt
- Steigerung des Arbeitsvolumens in Kitas um 25 Prozent
- Bedarfsgerechtere Personalausstattung in Kitas durch fast 55.000 zusätzliche Vollzeitstellen für Erzieherinnen und Erzieher
- Steigerung des Arbeitsvolumens in Schulen um knapp 20 Prozent
- Schaffung von rund 153.000 zusätzlichen Vollzeitstellen für Lehrkräfte durch Vollzeitaufstockungen
- Größere personelle Reserven in Bundesländern mit hoher Kaufkraft durch besonders ausgeprägte Teilzeitarbeit
- Moderat geringeres Potenzial in neuen Bundesländern mit rund acht Prozent weniger Reserve durch bessere Kinderbetreuung und höhere Erwerbsbeteiligung
- Insgesamt bessere Deckung von Personal- und Fachkräftebedarf insbesondere in Bereichen mit besonders starkem Teilzeitanteil und Fachkräftemangel
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Der Beamtenbund schätzt den Personalmangel im Staatsdienst auf 631.000 Stellen.
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