Wirtschaft in Frankfurt: Dax schwächer
Frankfurt/Main () – Zum Wochenstart hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 26.258 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,2 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.
Zu den Verlierern in der Kursliste zählten am Montag unter anderem die Aktien von Siemens Energy, Rheinmetall und Vonovia. Am oberen Ende tummelten sich dagegen Continental, Zalando und Brenntag.
„Die Kombination aus wieder leicht steigenden Ölpreisen und einer höheren Wahrscheinlichkeit einer Fed-Zinserhöhung schon in gut zwei Wochen hat jetzt auch dem Dax auf seinem Rekordlauf ein Bein gestellt“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. Positiv bleibe aber festzuhalten: „Das Handelsvolumen ist in den vergangenen Tagen mit steigenden Kursen gestiegen, was die Kaufbereitschaft der Investoren untermauert. Der heutige Tag zeigt sich zwar schwächer, wird jedoch nicht von einem steigenden Volumen begleitet, sodass die aktuellen Kursbewegungen als gesunde Konsolidierung betrachtet werden können.“
„Die Anleger in Frankfurt beobachten die Lage im Nahen Osten und deren Abstrahleffekte über die anziehenden Energiepreise. Der Anstieg der deutschen Verbraucherpreise im August lag zumindest sowohl auf Monats- als auch auf Jahresbasis leicht unter den Erwartungen und signalisiert damit eine weitere Entspannung an der Preisfront. Noch liegt die Teuerung zwar über der Zielmarke der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent. Gerade wegen der immer wieder auftretenden Preisspitzen im Energiemarkt ist die relativ stabile Tendenz aber beachtlich. Der Einfluss scheint dann doch sehr begrenzt oder gut aufzufangen zu sein.“
„Insgesamt prägte Zurückhaltung das Börsengeschehen zum Wochenstart.“ Es zeige sich trotz des Minus zum Handelsschluss noch kein größerer Verkaufsdruck. „Im Gegenteil: Immer wieder tauchten auch heute selektive Käufer bei Aktien aus zyklischen Sektoren auf. Die Erholungsthese für die deutsche Wirtschaft ist intakt und wird bei Kursschwäche zu Positionsaufstockungen genutzt. Vorsichtiger wird der Markt dagegen bei KI-Aktien und deren Zulieferern. Die Rallye in der vergangenen Woche löst nun Gewinnmitnahmen in diesem Sektor aus“, sagte Lipkow.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagnachmittag stärker: Ein Euro kostete 1,1617 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8608 Euro zu haben.
Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.430 US-Dollar gezahlt (-0,6 Prozent). Das entspricht einem Preis von 122,59 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 90,53 US-Dollar, das waren 2,8 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Andreas Lipkow
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Andreas Lipkow, CMC Markets, Siemens Energy, Rheinmetall, Vonovia, Continental, Zalando, Brenntag, Europäische Zentralbank
Wann ist das Ereignis passiert?
Datum/Zeitraum: Montag (Wochenstart) — genaueres Datum nicht erwähnt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Frankfurt am Main, Xetra (Frankfurter Börse/Xetra-Handel), Naher Osten (als beobachteter Einflussfaktor).
Worum geht es in einem Satz?
Zum Wochenstart ist der Dax nach einem Rekordlauf um 1,2% gefallen, vor allem belastet durch leicht steigende Ölpreise und die wachsende Erwartung einer Fed-Zinserhöhung, während die Lage insgesamt als vorerst gesunde Konsolidierung ohne starken Verkaufsdruck gilt und sich Anleger zudem von der (leicht unter Erwartungen liegenden) Inflationstendenz sowie den beobachteten Marktsignalen im Nahen Osten leiten lassen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Wieder leicht steigende Ölpreise
- Höhere Wahrscheinlichkeit einer Fed-Zinserhöhung schon in gut zwei Wochen
- Zurückhaltung der Anleger zum Wochenstart
- Beobachtung der Lage im Nahen Osten und deren Abstrahleffekte über anziehende Energiepreise
- Gewinnmitnahmen im Sektor der KI-Aktien und deren Zulieferer
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Reaktion der Politik beschrieben
- Medienreaktionen werden nicht erwähnt
- Öffentlichkeit wird nicht thematisiert
- Anleger bzw. Marktteilnehmer reagieren durch Beobachtung von Nahostlage, Energiepreisen, Zinserwartungen und durch selektive Käufe bzw. Gewinnmitnahmen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Rückläufige Kurse beim Dax und damit schwächerer Wochenstart
- Gewinnmitnahmen insbesondere bei Aktien aus dem KI-Sektor und deren Zulieferern
- Konsolidierung statt stärkerem Verkaufsdruck an der Börse
- Selektive Käufe in zyklischen Sektoren bei Kursschwäche und daraus resultierende Positionsaufstockungen
- Einfluss höherer Ölpreise auf die Stimmung und Bewertungen an den Finanzmärkten
- Erwartung einer Fed-Zinserhöhung schon in gut zwei Wochen als Belastungsfaktor für den Aktienmarkt
- Rückgang des Goldpreises
- Stabilere Preisentwicklung in Deutschland als potenziell unterstützender Faktor für die weitere Marktentwicklung
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Andreas Lipkow (Chef-Marktanalyst bei CMC Markets) wird mit mehreren Stellungnahmen zur Marktlage, zur Fed-Zinswahrscheinlichkeit und zur Einschätzung der Kursbewegungen zitiert.
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