Politik in Sachsen-Anhalt: Rente mit 63
Magdeburg () – Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze hält am Erhalt der sogenannten Rente mit 63 fest und stellt sich damit erneut gegen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Im „Spiegel“ verteidigte der CDU-Politiker die Möglichkeit, nach 45 Beitragsjahren abschlagsfrei in Rente zu gehen. Die Alterssicherungskommission hatte vorgeschlagen, diese Regelung abzuschaffen.
Ende Juni hatte Schulze die Vorschläge der Rentenkommission noch ausdrücklich gelobt und auf Instagram erklärt, mit ihnen werde die Rente „zukunftsfest“. Wenige Wochen später stellte er sich jedoch gegen einen zentralen Bestandteil des Pakets: die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren.
Dazu sagte er jetzt: „Es geht um 45 eingezahlte Beitragsjahre, dass man da auch mal wirklich ein Verständnis dafür hat, dass die Situation bei uns in Ostdeutschland grundlegend anders ist als in Westdeutschland.“ Viele Menschen hätten körperlich belastende Berufe ausgeübt und könnten nicht länger arbeiten. Schulze sagte, er wolle nicht das ganze Thema torpedieren, doch an seiner Position werde er festhalten. Er sei immer kompromissbereit, aber er werde sich nicht verbiegen.
Zugleich kritisierte Schulze Personaldebatten in der Bundesregierung, die den CDU-Wahlkampf in Sachsen-Anhalt kurz vor der Landtagswahl überschattet hätten. Die Herausforderung sei in jedem Landtagswahlkampf riesig, sagte Schulze. Bei ihnen sei sie sehr, sehr groß gewesen, weil bundespolitische Themen die eigenen Themen überlagert hätten. Wenige Wochen vor dem Wahltermin seien an den Wahlkampfständen Personaldebatten geführt worden, für die man nichts könne und auf die man keinen Einfluss habe.
Schulze bezeichnete abweichende Positionen gegenüber dem Bundeskanzler als Teil seiner Aufgabe als Ministerpräsident. Es sei nicht seine Aufgabe, dass sich die Themen aus Berlin in Sachsen-Anhalt durchsetzen, sondern seine Aufgabe sei es, die Themen in Sachsen-Anhalt in Berlin anzusprechen und möglichst auch durchzusetzen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Sven Schulze, Friedrich Merz
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundeskanzler, Friedrich Merz (CDU), Sachsen-Anhalt, Sachsen-Anhalt Landtagswahl, Alterssicherungskommission, Rentenkommission, Bundestregierung, CDU-Wahlkampf, Der Spiegel
Wann ist das Ereignis passiert?
Ende Juni (des jeweiligen Jahres)
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Magdeburg, Sachsen-Anhalt, Deutschland
Worum geht es in einem Satz?
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze hält trotz gegenteiliger Vorschläge weiterhin an der „Rente mit 63“ und speziell an der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren fest, begründet dies mit den besonderen Belastungen in Ostdeutschland und kritisiert zugleich, dass ihn bundespolitische Personaldebatten im Wahlkampf vor der Landtagswahl überlagert hätten.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Vorschläge der Rentenkommission
- Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Schulze stellt sich erneut gegen Bundeskanzler Friedrich Merz und verteidigt die abschlagsfreie Rente mit 45 Beitragsjahren gegen den Vorschlag, diese Regelung abzuschaffen
- Im „Spiegel“ wird dargestellt, dass der CDU-Politiker die Möglichkeit abschlagsfrei in Rente zu gehen verteidigt
- Schulze lobte Ende Juni noch die Vorschläge der Rentenkommission, kritisierte jedoch wenige Wochen später einen zentralen Bestandteil des Pakets
- Schulze kritisiert Personaldebatten in der Bundesregierung, die den CDU-Wahlkampf in Sachsen-Anhalt kurz vor der Landtagswahl überschattet hätten, während bundespolitische Themen die eigenen überlagert hätten
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Abschaffungsvorschläge zur abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren werden zurückgewiesen
- Für Menschen mit körperlich belastenden Berufen wird der Erhalt der abschlagsfreien Rente als wichtiger Ausgleich dargestellt
- Eine zentrale Änderung des Rentenpakets bleibt strittig und kann auf Widerstand stoßen
- Die Rentenpolitik bleibt Gegenstand parteipolitischer Auseinandersetzungen und Abstimmungsbedarf zwischen Bundesebene und Landesebene
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Sven Schulze wird mit einer wörtlichen Stellungnahme zitiert („Es geht um 45 eingezahlte Beitragsjahre…“).
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