Gesundheit in Bayern: Neugeborenen-Screening
München () – Das Neugeborenen-Screening auf Mukoviszidose hat sich in Bayern offenbar bewährt. Das teilte Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach am Sonntag in München mit.
Seit dem Start der Untersuchung am 1. September 2016 sei in Bayern bei 281 Kindern die Erbkrankheit diagnostiziert worden, sagte Gerlach.
Der Test werde von den Eltern sehr gut angenommen. Eine frühzeitige Diagnose ermögliche einen schnellen Therapiebeginn, oft bevor erste Krankheitszeichen auftreten, und verbessere so Lebensqualität und Entwicklung der betroffenen Kinder.
Mukoviszidose, auch Cystische Fibrose genannt, ist eine erbliche Krankheit.
Eine Genveränderung führt zu einer Störung des Salzaustausches in Drüsenzellen, dadurch entsteht zähflüssiger Schleim in Atemwegen und Organen, die sich dauerhaft entzünden. Häufig ist die Funktion der Bauchspeicheldrüse eingeschränkt, bei schweren Verläufen kann die Lungenfunktion erheblich beeinträchtigt werden.
Eine Heilung gibt es bislang nicht, aber verschiedene Therapieansätze können die Krankheitsfolgen lindern, und die Lebenserwartung der Patienten ist gestiegen. Zum Screening wird dem Kind am zweiten oder dritten Lebenstag Blut aus der Ferse entnommen; die Teilnahme ist freiwillig und setzt die Einwilligung der Eltern voraus.
In Bayern werden seit Jahren rund 99 Prozent der Neugeborenen untersucht.
Caroline Herr, Leiterin des Geschäftsbereichs Gesundheit am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), erklärte, das Screening ziele darauf ab, Kinder mit bestimmten angeborenen Störungen frühzeitig zu erkennen. An Mukoviszidose erkranke jährlich eines von etwa 3.300 Kindern; die Kosten übernähmen die Krankenkassen.
Begleitend gibt es in Bayern seit 1999 ein Erinnerungssystem über den Öffentlichen Gesundheitsdienst, das notwendige Kontrolluntersuchungen sicherstellt; koordiniert wird es vom Screeningzentrum am LGL.
Seit Anfang 2025 werden Eltern bei einem auffälligen Befund unmittelbar vom Screening-Labor informiert und bei Bedarf direkt an spezialisierte Ärzte vermittelt. Zuvor war zunächst die Geburtsklinik oder die einsendende Praxis informiert worden.
Laut Gerlach zählt bei seltenen Erkrankungen jeder Tag; die Begleitung stelle sicher, dass betroffene Kinder und Familien nicht allein gelassen werden.
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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Judith Gerlach (Archiv)
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Judith Gerlach, Caroline Herr
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach, Bayern, Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), Öffentlicher Gesundheitsdienst, Screeningzentrum am LGL, Krankenkassen, Screening-Labor, Geburtsklinik, einsendende Praxis, spezialisierte Ärzte
Wann ist das Ereignis passiert?
Zeitraum/Ereignisdatum: Sonntag, 30. August 2026 (Aussage am Sonntag in München).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
München, Bayern
Worum geht es in einem Satz?
Laut Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach hat sich das Neugeborenen-Screening auf Mukoviszidose in Bayern bewährt: Seit dem Start am 1. September 2016 wurde bei 281 Kindern die Erbkrankheit früh diagnostiziert, was durch einen frühzeitigen Therapiebeginn die Lebensqualität verbessert.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Start der Untersuchung am 1. September 2016 zur Früherkennung von Mukoviszidose im Neugeborenen-Screening in Bayern
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- keine Angaben dazu, wie Politik, Öffentlichkeit oder Medien auf die Maßnahme reagiert haben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Frühzeitige Diagnose ermöglicht einen schnellen Therapiebeginn oft bevor erste Krankheitszeichen auftreten
- Verbesserte Lebensqualität und Entwicklung der betroffenen Kinder
- Linderung der Krankheitsfolgen durch verschiedene Therapieansätze
- Gestiegene Lebenserwartung der Patienten
- Sicherstellung notwendiger Kontrolluntersuchungen durch ein Erinnerungssystem
- Unmittelbare Information der Eltern bei auffälligem Befund ab Anfang 2025
- Bei Bedarf direkte Vermittlung an spezialisierte Ärzte
- Jeder Tag zählt bei seltenen Erkrankungen durch die begleitende Unterstützung von betroffenen Kindern und Familien
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach wird mit einer Stellungnahme zitiert („Das teilte Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach am Sonntag in München mit.“).
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