Schwesig will Preisdeckel für Benzin

Schwesig will Preisdeckel für Benzin

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Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin () – Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat einen kurzfristigen Preisdeckel für Benzin gefordert. Ihr Favorit sei der Preisdeckel, sagte sie dem Podcast „Berlin Playbook“ von „Politico“.

Als Vorbild nannte sie Luxemburg. „Luxemburg ist kein kommunistischer Staat. Luxemburg hat einen Preisdeckel“, so Schwesig. Auch Polen habe den Spritpreis zuletzt „ganz massiv“ durch eine Steuersenkung gesenkt.

Zudem brachte Schwesig eine Finanzierung über eine „Übergewinnsteuer“ ins Spiel. Ein solches Instrument sei kein Novum: Bereits in der Energiekrise 2022/2023 habe „sogar der FDP-Finanzminister eine Gewinnsteuer eingeführt“. Das sei „auch leicht zu berechnen“: Man könne sich den Gewinn vom Vorjahr nehmen. Die Konzerne machten aktuell zusätzliche Gewinne von „30 Millionen zusätzlich“, so Schwesig. „Nicht im Monat, nicht in der Woche, sondern pro Tag“. Niemandem sei zu erklären, warum Handwerker, Mittelstand oder Arbeiter an der Zapfsäule „noch zusätzliche Übergewinne für die Konzerne bezahlt“ – „und das ist das, was die spüren“.

Damit stellte sich Schwesig hinter eine Forderung von SPD-Chef Lars Klingbeil, anstelle des Tankrabatts auf eine „Übergewinnsteuer“ und einen Preisdeckel zu setzen. „Diese Position teile ich. Das wäre das Gerechtere. Dass nicht fünf Konzerne ihre Gewinne machen zulasten der restlichen Wirtschaft in , vor allem Klein- und Mittelstand.“ Sie vertrete vor allem die Interessen des Mittelstands: 90 Prozent der Unternehmen im Land hätten weniger als 20 Beschäftigte und könnten „diese krassen Gewinne der Konzerne nicht ständig finanzieren“.

Als weiteren Hebel nannte Schwesig den in Mecklenburg-Vorpommern produzierten Grünstrom. Das Land erzeuge durch Offshore-Windparks vor der Ostseeküste „längst doppelt so viel aus erneuerbaren Energien“ wie es selbst verbrauche, zu Erzeugungskosten von rund 0,05 Euro pro Kilowattstunde. Sie wolle, „dass er auch so weitergegeben wird an die Wirtschaft in ganz Deutschland, an die “.

Kritik übte Schwesig an Bundeskanzler Friedrich (CDU) und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), die eine „Übergewinnsteuer“ und einen Preisdeckel ablehnen. „Herr Merz und Frau Reiche sagen Nein dazu, und sie können ja gerne dazu Nein sagen. Dann müssen sie aber eine andere Antwort geben“, so Schwesig. „Ich kann nicht immer nur zu allem Nein sagen und nichts passiert.“

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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Manuela Schwesig, Lars Klingbeil, Friedrich Merz, Katherina Reiche

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

SPD, CDU, FDP

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Schwerin, Mecklenburg-Vorpommern, Luxemburg, Polen, Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig fordert kurzfristig einen Preisdeckel für Benzin sowie ergänzend eine Übergewinnsteuer statt bloßem Tankrabatt und kritisiert dabei Merz und Reiche dafür, dies abzulehnen, während sie auf internationale Beispiele und die Vorteile günstigen Grünstroms verweist.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Anstieg der Benzinpreise und das damit verbundene Belastungsgefühl der Menschen an der Zapfsäule
  • Zusätzliche Gewinne großer Konzerne (“Übergewinne”), die vor allem Klein- und Mittelstand sowie andere Teile der Wirtschaft finanziell belasteten
  • Forderung nach Gegenmaßnahmen wie Preisdeckel und Übergewinnsteuer als gerechtere Alternative zum bestehenden Tankrabatt

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Schwesig forderte kurzfristig einen Preisdeckel für Benzin und begründete dies mit Erfahrungen anderer Länder
  • Sie sprach sich außerdem für eine Finanzierung über eine Übergewinnsteuer aus
  • Sie stellte sich damit hinter eine Forderung von SPD-Chef Lars Klingbeil zugunsten von Übergewinnsteuer und Preisdeckel statt Tankrabatt
  • Sie kritisierte Merz und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche dafür, Preisdeckel und Übergewinnsteuer abzulehnen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Einführung eines kurzfristigen Preisdeckels für Benzin
  • Senkung der Spritkosten durch Begrenzung des Preises auf kurzfristige Sicht
  • Entlastung von Handwerkern, Mittelstand und Arbeitern an der Zapfsäule
  • Umstellung auf eine gerechtere Finanzierung über eine Übergewinnsteuer
  • Abschöpfung zusätzlicher Gewinne großer Konzerne zur Mitfinanzierung staatlicher Maßnahmen
  • Reduzierung der Belastung kleiner und mittlerer Unternehmen durch hohe Konzerngewinne
  • Weitergabe günstig erzeugten Grünstroms aus Mecklenburg-Vorpommern an Wirtschaft und Bevölkerung

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja. Manuela Schwesig (SPD) wird mit mehreren Stellungnahmen/Reaktionen zitiert (u. a. zur Forderung nach einem Preisdeckel bzw. einer Übergewinnsteuer, sowie zur Kritik an Merz und Reiche).

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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