Wirtschaftspolitik in der EU mit Partnern in Brüssel
Brüssel () – Die EU-Kommission arbeitet an einer neuen wirtschaftspolitischen Allianz mit Großbritannien, Japan und Südkorea. Das berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Kommissionskreise. Ziel der vier Bündnispartner ist es demnach, sich gemeinsam gegen chinesische Überkapazitäten auf dem Automobilmarkt zu schützen, die eigenen Märkte gegenseitig offen zu halten und beim Abbau und der Verarbeitung von kritischen Rohstoffen zu kooperieren.
Nach Angaben von mit der Angelegenheit vertrauten EU-Beamten und Diplomaten sollen Autos aus den drei Partnerländern bei den „Buy European“-Regeln bevorzugt werden. Mit dem geplanten Gesetz will die EU Kaufprämien für E-Autos und steuerliche Vorteile für Firmenflotten auf europäische Fahrzeuge beschränken. Fahrzeuge aus den drei Ländern würden dem Plan zufolge in Zukunft wie EU-Autos behandelt werden.
Neu hinzukommen sollen Schutzzölle gegen steigende Autoimporte nach dem Vorbild der EU-Schutzmaßnahmen für Stahl. Die Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) sehen für solche Fälle Instrumente vor, um Schutzzölle zu erheben. „Die EU will dieses Instrument gemeinsam mit Japan, Südkorea und anderen Partnern nutzen“, sagte Bernd Lange, Vorsitzender des Handelsausschusses im Europaparlament, dem „Handelsblatt“.
Hintergrund der Initiative ist eine chinesische Exportschwemme: Im ersten Quartal 2026 kamen 60 Prozent der in die EU importierten Plug-in-Hybride aus China. Seit Mai verkauften chinesische Hersteller erstmals mehr Autos in Europa als die großen japanischen Konzerne zusammen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Bernd Lange
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
EU-Kommission, Großbritannien, Japan, Südkorea, „Handelsblatt“, WTO, Europaparlament, Handelsausschuss
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Brüssel
Worum geht es in einem Satz?
Die EU-Kommission plant dem „Handelsblatt“ zufolge eine wirtschaftspolitische Allianz mit Großbritannien, Japan und Südkorea, um sich gemeinsam gegen chinesische Überkapazitäten im Automobilmarkt zu schützen, den Handel zu koordinieren sowie den bevorzugten Absatz von Autos dieser Länder über „Buy European“-Regeln (inklusive Einschränkung von Kaufprämien/Steuervorteilen) und mögliche gemeinsame Schutzzölle gegen steigende Autoimporte voranzutreiben.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Chinesische Exportschwemme auf dem Automobilmarkt
- 60 Prozent der in die EU importierten Plug-in-Hybride im ersten Quartal 2026 aus China
- Seit Mai mehr Auto-Absatz chinesischer Hersteller in Europa als die großen japanischen Konzerne zusammen
- Ziel, sich gemeinsam gegen chinesische Überkapazitäten zu schützen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- In dem Artikel wird beschrieben, was die EU-Kommission plant und was EU-Beamte/Diplomaten sowie Bernd Lange sagen
- Es wird nicht berichtet, wie Politik, Öffentlichkeit oder Medien auf die Initiative reagiert haben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Schutz der eigenen Automobilmärkte vor chinesischen Überkapazitäten
- Gegenseitige Marktöffnung der Bündnispartner
- Gemeinsame Kooperation beim Abbau und bei der Verarbeitung kritischer Rohstoffe
- Bevorzugung von Autos aus Großbritannien, Japan und Südkorea bei den Buy European Regeln
- Beschränkung von Kaufprämien für E-Autos und steuerlichen Vorteilen für Firmenflotten auf europäische Fahrzeuge
- Behandlung von Fahrzeugen aus den drei Ländern künftig wie EU-Autos
- Einführung von Schutzzöllen zur Begrenzung steigender Autoimporte nach dem Vorbild europäischer Stahlmaßnahmen
- Nutzung von WTO-konformen Instrumenten für gemeinsame Zollmaßnahmen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, es wird eine Stellungnahme zitiert: Bernd Lange, Vorsitzender des Handelsausschusses im Europaparlament, äußerte sich gegenüber dem „Handelsblatt“.
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