Wirtschaft & Politik in Deutschland
Berlin () – Unternehmen sollten nach Einschätzung der Historikerin Andrea Schneider-Braunberger eine klare Abgrenzung zur AfD und anderen politischen Rändern wahren. Wer eine Partei normalisiere, mache sie salonfähig – und bekomme bei einem Eintritt in eine Regierung „immer die ganze Partei“, sagte die Geschäftsführerin der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte dem „Handelsblatt“.
Als historische Lehre verwies Schneider-Braunberger darauf, dass sich Unternehmer zunächst ohne unmittelbaren wirtschaftlichen Zwang mit dem nationalsozialistischen Regime arrangiert hätten. Erst ab 1936/37, als Rohstoffe, Arbeitskräfte und Devisen knapp geworden seien, traten sie ihren Angaben zufolge „scharenweise“ in die NSDAP ein, um den Fortbestand ihrer Unternehmen zu sichern. Die ideologische Nähe zum Nationalsozialismus habe Unternehmern häufig keinen wirtschaftlichen Vorteil gebracht.
Schneider-Braunberger sieht angesichts gesellschaftlicher Verunsicherung Parallelen zur Weltwirtschaftskrise. Heute könnten Unternehmen jedoch auf mehr als 70 Jahre positive Demokratieerfahrung aufbauen und zum gesellschaftlichen Ausgleich beitragen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Andrea Schneider-Braunberger
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
AfD, Nationalsozialismus, NSDAP
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Historikerin Andrea Schneider-Braunberger rät Unternehmen, sich klar von der AfD und anderen politischen Rändern abzugrenzen, weil eine „Normalisierung“ salonfähig mache und warnt zugleich anhand historischer Beispiele davor, dass sich Unternehmer in der NS-Zeit oft erst unter zunehmendem wirtschaftlichem Druck der NSDAP anschlossen, während sie heute auf mehr als 70 Jahre Demokratieerfahrung setzen und zum gesellschaftlichen Ausgleich beitragen könnten.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Arrangieren von Unternehmen mit dem nationalsozialistischen Regime zunächst ohne unmittelbaren wirtschaftlichen Zwang
- Ab 1936/37 Knappheit von Rohstoffen, Arbeitskräften und Devisen
- Eintritt von Unternehmen bzw. Unternehmern in die NSDAP zur Sicherung des Fortbestands der Unternehmen
- Ideologische Nähe zum Nationalsozialismus brachte Unternehmern häufig keinen wirtschaftlichen Vorteil
- Gesellschaftliche Verunsicherung und Parallelen zur Weltwirtschaftskrise
- Möglichkeit, heute auf mehr als 70 Jahre positive Demokratieerfahrung aufzubauen und zum gesellschaftlichen Ausgleich beizutragen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Unternehmen sollten sich klar von der AfD und anderen politischen Rändern abgrenzen
- Die Kernaussage zielt auf eine klare historische Warnung vor Normalisierung politischer Ränder ab
- Konkrete Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien werden im Artikel nicht beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Klare Abgrenzung zu AfD und anderen politischen Rändern kann die gesellschaftliche Vertrauenswürdigkeit von Unternehmen stärken
- Vermeidung einer Normalisierung politischer Parteien, wodurch eine Partei weniger salonfähig gemacht wird
- Beitrag zum gesellschaftlichen Ausgleich angesichts gesellschaftlicher Verunsicherung
- Nutzung von positiver Demokratieerfahrung als Grundlage für verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln
- Annahme, dass ideologische Nähe ohne wirtschaftlichen Vorteil bleiben kann, wodurch rein opportunistische Entscheidungen vermieden werden könnten
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Andrea Schneider-Braunberger (Gesellschaft für Unternehmensgeschichte) wird mit ihrer Einschätzung zitiert.
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