Wirtschaft in Berlin: Bauindustrie unter Druck
Berlin () – Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) reduziert wegen erneuter Kostenanstiege durch den Iran-Krieg sowie schleppender Mittelfreigabe aus dem „Sondervermögen“ seine Umsatzprognose für dieses Jahr. Erwartet wird für das Bauhauptgewerbe nur noch ein Umsatzwachstum von einem Prozent statt 2,5 Prozent, wie die „Welt am Sonntag“ berichtet. Grundlage für die Schätzung sind die Ergebnisse der halbjährlichen Konjunkturumfrage in der Branche.
Demnach gaben 80 Prozent der Umfrageteilnehmer an, dass die Sperrung der Straße von Hormus Auswirkungen auf ihr Unternehmen habe. Fast alle Befragten seien von Preissteigerungen bei Energie und Baumaterial betroffen. Knapp 20 Prozent berichteten von Verzögerungen bei laufenden Projekten. Nur noch 13 Prozent gingen von einer Ertragssteigerung aus, 43 Prozent erwarteten hingegen einen Rückgang. Drei Viertel könnten die gestiegenen Kosten nicht an ihre Auftraggeber weitergeben und blieben auf hohen Ausgaben für Diesel und Material sitzen, so der HDB.
Die 500 Milliarden Euro Sonderschulden, die für Infrastruktur und Klimaschutz bereitliegen, würden zudem nicht wie erwartet im Baugewerbe ankommen. „Die Hoffnungen auf eine schnelle Wirkung des Sondervermögens für die Auftrags- und Ertragslage schon in diesem Jahr haben sich nicht erfüllt“, sagte HDB-Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller der Zeitung. Vor allem im Tiefbau seien stärkere Effekte erwartet worden.
Von Januar bis Juli seien nur 33 Prozent oder 7,3 Milliarden Euro der bereitgestellten Mittel aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) für die Verkehrsinfrastruktur abgeflossen. Im Investitionsbereich „Bauen und Wohnen“, der die Wohnungsbauförderprogramme enthält, seien es sogar nur vier Prozent.
Trotzdem wollten die Bauunternehmen mehr Leute einstellen. „In diesem Jahr dürften 10.000 bis 12.000 Mitarbeiter mehr als im Vorjahr im Bauhauptgewerbe tätig sein“, sagte Müller. Auch könne es monatsweise zu „positiven Konjunktursignalen kommen – vielleicht schon im Juni“, so Müller. „Es wird sich aber zeigen müssen, ob aus einem Strohfeuer ein Trend wird. Ich würde es uns wünschen. Bis dahin bin ich aber verhaltener als noch zu Jahresbeginn“, so Müller.
Die Konjunkturumfrage des HDB wurde vom 9. Juni bis zum 10. Juli durchgeführt. Größtenteils beteiligten sich Unternehmen aus Niedersachsen und Bremen sowie Nordrhein-Westfalen.
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍
Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.
Top 3
| Platz | Name | Punkte | Siege |
|---|---|---|---|
| Lade Rangliste ... | |||
Text-/Bildquelle: |
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
Bildhinweis: |
Bauarbeiter auf Baustelle (Archiv)
|
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Tim-Oliver Müller
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB), „Welt am Sonntag“, dts Nachrichtenagentur, SVIK, Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis wird für dieses Jahr beschrieben; zusätzlich gibt es folgende Zeitangaben zur Datengrundlage:
- Zeitraum der Konjunkturumfrage: 9. Juni bis 10. Juli
- Abflusserhebung der Sondermittel: Januar bis Juli
- Prognose-/Ereignisbezug: im aktuellen Jahr (keine konkrete Jahreszahl im Text)
Antwort (Datum/Zeitraum des beschriebenen Ereignisses):
- 9. Juni bis 10. Juli (Konjunkturumfrage, Grundlage der Prognose)
- Januar bis Juli (abgeflossene Mittel aus dem Sondervermögen)
- Nicht genannt: exaktes Datum/konkrete Jahreszahl des Ereignisses selbst.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie senkt wegen gestiegener Kosten durch den Iran-Krieg und schleppender Mittelabrufe aus dem Sondervermögen seine Umsatzprognose für dieses Jahr von 2,5 auf nur noch 1 Prozent, da viele Betriebe stark von Energie- und Materialpreissteigerungen betroffen sind und die erhofften Auftrags- und Ertragswirkungen bisher ausbleiben.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Iran-Krieg, Sperrung der Straße von Hormus, erneute Kostenanstiege, schleppende Mittelfreigabe aus dem Sondervermögen „Sondervermögen“
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Reaktion von Politik oder Öffentlichkeit beschrieben
- Keine Reaktion der Medien beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Geringeres Umsatzwachstum im Bauhauptgewerbe von 2,5 Prozent auf nur noch 1 Prozent
- Breite betriebliche Auswirkungen durch Kostensteigerungen bei Energie und Baumaterial
- Erwarteter Rückgang der Erträge bei einem großen Teil der Unternehmen
- Hohe Ausgaben für Diesel und Material belasten die Unternehmen, da Kosten nur unzureichend weitergegeben werden können
- Verzögerungen laufender Projekte bei einem Teil der Unternehmen
- Schleppende Mittelfreigabe aus dem Sondervermögen führt zu geringem Mittelabfluss, insbesondere im Bereich Verkehrsinfrastruktur
- Noch geringerer Mittelabfluss im Investitionsbereich Bauen und Wohnen mit Wohnungsbauförderprogrammen
- Weniger starke erhoffte Effekte auf Auftrags- und Ertragslage noch in diesem Jahr
- Dennoch geplante Einstellung von zusätzlichem Personal im Bauhauptgewerbe trotz der wirtschaftlichen Belastungen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja — es wird eine Stellungnahme von HDB-Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller zitiert („…haben sich nicht erfüllt“, außerdem weitere Aussagen zur Einstellungs- und Konjunkturerwartung).
- Forsa: Linke in Berlin vorn – SPD abgeschlagen - 22. August 2026
- Opel-Chef: Neuer E-Corsa kommt erst 2028 - 22. August 2026
- Magdeburger Bischof warnt vor Folgen eines AfD-Wahlerfolgs - 22. August 2026


