Thüringen: BSW-Spannungen und AfD-Abgrenzung
Berlin () – Die Chefin des Thüringer BSW-Landesverbandes, Katja Wolf, geht auf maximale Distanz zur Bundesspitze ihrer Partei und kritisiert deren Gründerin Sahra Wagenknecht scharf.
„Mit der Annäherung an die AfD hat Sahra Wagenknecht eine Grenze überschritten“, sagte die stellvertretende Ministerpräsidentin des Freistaats der „Zeit“. Sie warne davor, dass ihre Partei einer AfD leichtfertig zur Macht verhelfe. Für das BSW könne es keine Verbrüderung mit der AfD geben. Die Partei sei „hochgefährlich“, sie mache „keine Politik für die kleinen Leute“, sondern agiere „rassistisch und frauenfeindlich“.
Damit reagiert die Politikerin auf die Pläne in ihrer Partei, den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund in Sachsen-Anhalt bei einer möglichen Wahl im dritten Wahlgang durch Enthaltung nicht daran zu hindern, Ministerpräsident zu werden. Auch den Forderungen von Wagenknecht nach Einsetzung einer Expertenregierung in Thüringen erteilte Wolf eine klare Absage. Das sei „undemokratisch“ und könne „nicht der richtige Weg für Thüringen sein“.
Wolf plant, an der Koalition mit der CDU von Ministerpräsident Mario Voigt und der SPD in Thüringen festzuhalten. „Das Gutachten, das Voigt vorwirft, in seiner Dissertation plagiiert zu haben, wurde von der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag bezahlt und ist Teil einer Kampagne“, sagte Wolf der „Zeit“.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Katja Wolf, Sahra Wagenknecht, Ulrich Siegmund, Mario Voigt
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Katja Wolf, Thüringer BSW-Landesverband, BSW, Sahra Wagenknecht, AfD, Zeit, Freistaat, Ulrich Siegmund, Sachsen-Anhalt, Ministerpräsident, Thüringen, Expertenregierung, CDU, Mario Voigt, SPD, Thüringer Landtag, AfD-Fraktion, Gutachten, Dissertation
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand am nicht genannten Zeitpunkt statt (es gibt im Text kein konkretes Datum und keinen Zeitraum).
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, Thüringen, Sachsen-Anhalt
Worum geht es in einem Satz?
Katja Wolf, die Chefin des Thüringer BSW-Landesverbands, distanziert sich scharf von der Bundesspitze um Sahra Wagenknecht und warnt davor, dass eine Annäherung an die AfD eine Grenze überschreite sowie einer Machtbeteiligung Vorschub leisten könne, während sie zugleich die Idee einer Expertenregierung in Thüringen zurückweist und an der bestehenden Koalition mit CDU und SPD festhalten will.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Mit der Annäherung an die AfD habe Sahra Wagenknecht eine Grenze überschritten und damit überschreite das BSW eine Grenze, indem es den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund in Sachsen-Anhalt bei einer möglichen Wahl durch Enthaltung nicht daran hindern könnte, Ministerpräsident zu werden
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Katja Wolf kritisiert Sahra Wagenknecht scharf und geht auf maximale Distanz zur Bundesspitze des BSW
- Sie warnt davor, dass eine Annäherung an die AfD eine Grenze überschritten habe
- Wolf befürchtet, dass das BSW der AfD leichtfertig zur Macht verhelfe
- Sie fordert keine Verbrüderung mit der AfD und bezeichnet die Partei als hochgefährlich
- Wolf kritisiert die AfD als rassistisch und frauenfeindlich und macht ihr keine Politik für kleine Leute vor
- Die Politikerin geht auf Pläne in ihrer Partei ein, beim möglichen Wahlgang in Sachsen-Anhalt eine Enthaltung nicht zu verhindern, falls damit Ulrich Siegmund Ministerpräsident werden könne
- Sie lehnt Wagenknechts Forderung nach einer Expertenregierung in Thüringen mit dem Argument undemokratisch ab
- Wolf will die Koalition in Thüringen mit der CDU und der SPD fortsetzen
- Sie widerspricht der Darstellung, das Gutachten gegen Mario Voigt sei Teil einer Kampagne finanziert durch die AfD-Fraktion im Landtag
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Warnung davor, der AfD leichtfertig zur Macht zu verhelfen
- Ablehnung einer Verbrüderung oder Zusammenarbeit mit der AfD
- Einordnung der Partei als hochgefährlich
- Kritik an rassistischen und frauenfeindlichen Positionen
- Absage an die Forderung nach einer Expertenregierung in Thüringen
- Ankündigung, an der Koalition mit CDU und SPD in Thüringen festzuhalten
- Behauptung, ein bestimmtes Gutachten sei Teil einer Kampagne, die von der AfD-Fraktion finanziert wurde
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja — Katja Wolf wird zitiert, u. a. indem sie gegenüber der „Zeit“ eine scharfe Kritik an Sahra Wagenknecht und Plänen innerhalb des BSW äußert.
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