Patientenschützer wollen Zentralregister für Behandlungsfehler

Patientenschützer wollen Zentralregister für Behandlungsfehler

News - Vermischtes - aktuelle Entwicklungen und Hintergründe

Politik: Gesundheitswesen in Berlin

() – Vor Bekanntgabe der neuesten Behandlungsfehler- fordern Patientenschützer mehr Transparenz und Hilfe für Betroffene. „Allein in Kliniken kommt es Schätzungen zufolge jährlich zu 20.000 fehlerbedingten, vermeidbaren Todesfällen“, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstagausgabe). „Deshalb braucht es endlich ein zentrales Register für Behandlungsfehler im ambulanten und stationären Bereich. Ebenso ist die Einrichtung eines Härtefallfonds für Geschädigte überfällig.“

Der Medizinische Dienst der Krankenkassen will an diesem Donnerstag Zahlen für das vergangene Jahr vorstellen. Die Techniker Krankenkasse hatte Ende Mai einen neuen Rekord der bei ihr registrierten Verdachtsfälle auf Behandlungsfehler gemeldet.

Die Statistiken des Medizinischen Dienstes oder der Bundesärztekammer lieferten aber nur „Bruchstücke“, sagte Brysch. Die Fehlerkultur im Gesundheitswesen sei immer noch unterentwickelt. „Sowohl bei der als auch den Leistungsanbietern dümpelt das Thema vor sich hin. Doch es besteht dringender Handlungsbedarf.“

Neben einem Zentralregister und einem Härtefallfonds forderte er auch „eine gesetzliche Regelung für eine Beweislastumkehr bei überwiegender Wahrscheinlichkeit zugunsten der Betroffenen“. Um Patienten besser zu schützen, müssten Praxen und Kliniken überdies „zur aktiven Nutzung bestehender Meldesysteme für kritische Ereignisse verpflichtet werden“. Bislang sei die Mitwirkung an sogenannten CIRS-Systemen freiwillig. Innerhalb von zehn Jahren wurden in sich beteiligenden Hausarztpraxen nur 500 Behandlungsfehler registriert.

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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Eugen Brysch

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Deutsche Stiftung Patientenschutz, Neue Osnabrücker Zeitung, Medizinischer Dienst der Krankenkassen, Techniker Krankenkasse, Bundesärztekammer, Bundesregierung, CIRS-Systeme

Wann ist das Ereignis passiert?

Donnerstag (genauer: „an diesem Donnerstag“; Datum nicht genannt).

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Der Artikel fordert vor der Veröffentlichung neuer Behandlungsfehler-Zahlen ein zentrales Register, einen Härtefallfonds sowie strengere rechtliche und verpflichtende Meldepflichten, weil bisherige Statistiken nur „Bruchstücke“ liefern und Patientenschützer mehr Transparenz und besseren Schutz Betroffener verlangen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Vor Bekanntgabe der neuesten Behandlungsfehler-Zahlen forderten Patientenschützer mehr Transparenz und Hilfe für Betroffene.

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Bundesregierung und Leistungsanbieter würden laut Eugen Brysch das Thema Behandlungsfehler nicht ausreichend vorantreiben, es „dümpelt vor sich hin“
  • Patientenschützer hätten mehr Transparenz und Hilfe für Betroffene gefordert
  • Der Medizinische Dienst der Krankenkassen werde Zahlen für das vergangene Jahr vorstellen
  • Techniker Krankenkasse habe Ende Mai einen Rekord bei ihr registrierter Verdachtsfälle gemeldet

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Einführung eines zentralen Registers für Behandlungsfehler im ambulanten und stationären Bereich
  • Einrichtung eines Härtefallfonds für Geschädigte
  • Gesetzliche Regelung zur Beweislastumkehr bei überwiegender Wahrscheinlichkeit zugunsten der Betroffenen
  • Verpflichtung von Praxen und Kliniken zur aktiven Nutzung bestehender Meldesysteme für kritische Ereignisse
  • Verbesserung der Fehlerkultur im Gesundheitswesen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja. Eugen Brysch (Deutsche Stiftung Patientenschutz) wird im Artikel mit mehreren Aussagen zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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