Rheinland-Pfalz: Schnieder bleibt in Mainz
Mainz () – Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) hat keine Ambitionen, die über Mainz hinausgehen. „Ich will nicht nach Berlin. Jedem gefällt ein anderes Parkett“, sagte Schnieder der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS).
Die Fraktionsreise nach Brüssel etwa habe ihn abgeschreckt: „Da wusste ich nach zwei Stunden: Dahin will ich nie“, sagte Schnieder, „zu anonym, zu groß – nicht meins.“ Ihm gefalle es „hier im Land, wo ich viele Menschen treffe“. Dafür sei er angetreten. „Andere machen Berlin, ich mach Mainz – so soll es bleiben.“
Der neue Ministerpräsident kann darüber lachen, dass er von manchen als „Taschenrechner“ bezeichnet wird. „Man unterschätzt mich“, sagte Schnieder dazu. „Ruhig zu sein, heißt ja nicht, dass man nichts zu sagen hat.“ Das sei eben sein Stil. „Ich muss nicht laut werden. Auch wenn mich andere als Büroklammer oder Taschenrechner sehen, ist das vielleicht eine Art, die bei den Wählerinnen und Wählern ankommt.“
Dass manche es kurios finden, dass er sogar abends beim Fernsehen Hemd trägt, versteht Schnieder nicht. „Ist das wirklich ein Aufreger?“, sagte er und setzte noch einen obendrauf: „Ich war auf dem Nature-One-Festival, und da habe ich auch Hemd getragen.“ Auf die Frage, ob er damit auch in den Moshpit gegangen sei, erwidert Schnieder: „Die Fachsprache kenne ich nicht, aber ich war auf der Hauptbühne dabei. Da kamen dann Gestört aber geil – so heißen die, glaube ich -, und das war top.“ Das Hemd habe keinen gestört. „Da konnte jeder rumlaufen, wie er will.“
Außerdem sprach Schnieder auch über die Belastungen, die mit dem neuen Amt einhergehen. „Ich wäre gerne mehr zu Hause“, sagte Schnieder. Er versuche aber weiterhin, viel für seine Familie da zu sein: „Wir telefonieren zwei- bis dreimal täglich, auch auf der zweistündigen Heimfahrt“, erklärte Schnieder im Gespräch mit der FAS. Er versuche weiterhin ein gemeinsames Frühstück zu ermöglichen, sowie „hin und wieder einen Tag am Wochenende freizuhalten“.
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Gordon Schnieder im Kanzleramt in Berlin (Archiv)
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Gordon Schnieder
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
CDU, Rheinland-Pfalz, Mainz, Berlin, Brüssel, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS), Nature-One-Festival, Gestört aber geil, Kanzleramt
Wann ist das Ereignis passiert?
Datum/Zeitraum des beschriebenen Ereignisses: Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Mainz, Brüssel, Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder sagt, er habe keine Ambitionen auf eine Karriere in Berlin, betont seinen ruhigen Politikstil, erzählt von seinem Hemd beim Fernsehen und beim Nature-One-Festival sowie davon, wie er trotz Mehrbelastung weiterhin viel Zeit für seine Familie einplant.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Abgeschreckt durch die Fraktionsreise nach Brüssel: „Da wusste ich nach zwei Stunden: Dahin will ich nie“
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien wird im Artikel beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Fokus auf die Fortsetzung der Arbeit in Mainz statt eines Wechsels auf die Bundesebene
- Erwartung einer ruhigen, sachorientierten Außenwirkung als politischer Stil
- Mehr Zeit und Priorität für Familie und Privatleben trotz des neuen Amtes
- Versuch, durch regelmäßige Kommunikation und gemeinsame Zeit die Belastungen des Regierungsalltags abzufedern
- Stabilisierung der Wahrnehmung bei Wählerinnen und Wählern durch einen konsistenten persönlichen Auftritt (z. B. Kleidung und Auftreten)
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Es werden mehrere direkte Aussagen von Gordon Schnieder selbst zitiert (u. a. in Interviews/Äußerungen gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“).
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