Verteidigungspolitik und Bundestagswürdigungen in Berlin
Berlin () – Verteidigungspolitiker von Union, SPD und AfD sprechen sich zum „Tag der Bundeswehr“ dafür aus, die Träger des sogenannten „Ehrenkreuzes für Tapferkeit“ auf besondere Weise im Bundestag zu würdigen.
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Thomas Röwekamp (CDU), erklärte gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS), er bevorzuge eine ähnliche Lösung, wie sie mit der Gedenkstele für die im Einsatz gestorbenen Soldaten vor dem Sitzungssaal des Ausschusses gefunden worden sei. Er werde daher die Bundestagspräsidentin bitten, einen solchen Vorschlag zu prüfen.
Die Obfrau der Union im Verteidigungsausschuss, Kerstin Vieregge, schlug einen „mobilen digitalen Informationspunkt an einem öffentlich zugänglichen Ort in den Bundestagsgebäuden“ vor. Ziel sei eine „außergewöhnliche Sichtbarkeit“ dieser Soldaten. Die Tapferkeitsmedaille ist die höchste Auszeichnung für Soldaten in der Bundesrepublik, sie wurde erst 34 Mal verliehen.
Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Christoph Schmid, zeigte sich offen dafür, die Würdigung der Medaillenträger ebenfalls mit der Gedenkstele für die Gefallenen zu verbinden. Eventuell wäre dort vor dem Ausschusssaal eine Anbindung in Form einer Ehrentafel oder Ähnlichem denkbar, sagte er der FAS. Ihm komme es allerdings weniger auf „Orte und Bilder“ an, als auf die „innere Haltung zu unserer Parlamentsarmee“. Auch der verteidigungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Jan Nolte, befürwortete eine „Namenstafel oder Foto“. Der FAS sagte er: „Wenn das Kommando des Heeres eine solche Tafel aufhängen kann, warum dann nicht der Verteidigungsausschuss?“
Widerstand gab es von Grünen und Linken. Der verteidigungspolitische Sprecher der Linksfraktion, Ulrich Thoden, sagte der FAS, die Bundeswehr als „Parlamentsarmee“ bedürfe keiner gesonderten Würdigung in Form einer Ahnengalerie im Verteidigungsausschuss, zumal sich unter den Ehrenkreuzträgern auch „umstrittene Persönlichkeiten“ befänden. Die sicherheitspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Sara Nanni, sagte, die Bundeswehr brauche nicht mehr symbolische Unterstützung, sondern ein Ministerium, das die Bedürfnisse der Veteranen insgesamt ernst nehme.
Die Bundestagsverwaltung wies auf Anfrage der FAS darauf hin, dass aufgrund der baulichen Gegebenheiten keine Bilder oder Gegenstände im Sitzungssaal des Verteidigungsausschusses aufgehängt werden dürften. Gedenkstelen wie jene für die Gefallenen seien jedoch möglich.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bundeswehr-Soldaten (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Thomas Röwekamp, Kerstin Vieregge, Christoph Schmid, Jan Nolte, Ulrich Thoden, Sara Nanni
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Union, SPD, AfD, Thomas Röwekamp (CDU), Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS), Kerstin Vieregge, Christoph Schmid, Jan Nolte, Ulrich Thoden, Sara Nanni, Bundestagsverwaltung.
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Bundestag.
Worum geht es in einem Satz?
Zum "Tag der Bundeswehr" fordern Verteidigungspolitiker von Union, SPD und AfD eine besondere Würdigung der Träger des "Ehrenkreuzes für Tapferkeit" im Bundestag, während Grüne und Linke dem entgegenstehen und mehr praktische Unterstützung für Veteranen statt symbolischer Anerkennung verlangen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Anlass zum "Tag der Bundeswehr"
- Vorschläge zur Würdigung von Soldaten mit Ehrenkreuz für Tapferkeit
- Diskussion über Gedenkstele für im Einsatz gestorbene Soldaten
- Interesse an außergewöhnlicher Sichtbarkeit der Medaillenträger
- Höchste Auszeichnung für Soldaten in der Bundesrepublik, erst 34 Mal verliehen
- Widerstand von Grünen und Linken gegen Würdigung
- Bauliche Gegebenheiten im Bundestag schränken Möglichkeiten ein
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Union, SPD und AfD fordern besondere Würdigung der Träger des "Ehrenkreuzes für Tapferkeit" im Bundestag
- Thomas Röwekamp (CDU) schlägt Lösung ähnlich der Gedenkstele für gestorbene Soldaten vor
- Kerstin Vieregge (Union) plant mobilen digitalen Informationspunkt für Sichtbarkeit der Soldaten
- Christoph Schmid (SPD) offen für Verbindung zur Gedenkstele für Gefallene, betont jedoch innere Haltung zur Parlamentsarmee
- Jan Nolte (AfD) befürwortet Namenstafel oder Foto im Bundestag
- Widerstand von Grünen und Linken gegen gesonderte Würdigung
- Ulrich Thoden (Linksfraktion) kritisiert Ahnengalerie und erwähnt umstrittene Ehrenkreuzträger
- Sara Nanni (Grüne) fordert ernsthafte Unterstützung für Veteranen über symbolische Maßnahmen
- Bundestagsverwaltung weist auf bauliche Gegebenheiten hin, die Bilder im Sitzungssaal untersagen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Würdigung der Träger des Ehrenkreuzes im Bundestag
- Prüfung eines Vorschlags zur Gedenkstele durch die Bundestagspräsidentin
- Vorschlag eines mobilen digitalen Informationspunkts
- Erhöhung der Sichtbarkeit der Soldaten
- Verbindung der Würdigung der Medaillenträger mit der Gedenkstele für Gefallene
- Diskussion über Anbringung einer Ehrentafel oder Namenstafel
- Widerstand von Grünen und Linken gegen die gesonderte Würdigung
- Hinweis auf bauliche Gegebenheiten, die Aufhängungen im Sitzungssaal verbieten
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel werden mehrere Stellungnahmen zitiert. Beispielsweise erklärte der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Thomas Röwekamp (CDU), gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", dass er eine besondere Würdigung für Träger des Ehrenkreuzes im Bundestag bevorzuge.
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