Wirtschaft: Bauindustrie unter Niedrigwasserstress
Berlin () – Das niedrige Wasser an Rhein, Elbe und Donau macht zunehmend auch der Bauindustrie zu schaffen. Die Wasserstraße sei für den Transport großer Mengen schwerer Güter von besonderer Bedeutung, sagte Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes HDB, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.
Dazu gehörten Rohstoffe und Materialien, die auf Baustellen benötigt werden. Bitumen beispielsweise kommt in der Asphaltproduktion zum Einsatz und wird in großen Mengen auf Binnenschiffen transportiert. Sinken die Pegel, können die Firmen zwar theoretisch auf Straße und Schiene ausweichen. Gerade bei großen Mengen lasse sich ein Binnenschiff aber nicht ohne Weiteres durch Lkw oder Züge ersetzen, so Müller.
Hinzu komme, dass die Schiffe derzeit nicht mehr voll beladen werden könnten, weil der Tiefgang dann zu groß wäre. Das erhöhe die Kosten je transportierter Tonne. Für die Bauwirtschaft bedeute das zunächst vor allem: Die Versorgung mit Baustoffen kann teurer und schwieriger planbar werden, warnte der Verbandschef. Flächendeckende Baustopps sieht er zwar nicht. Je länger und ausgeprägter die Niedrigwasserphase allerdings anhält, desto größer werde das Risiko von Engpässen, höheren Logistikkosten und Verzögerungen.
Für erste Baustoffe seien von den Lieferanten bereits Lieferengpässe angekündigt worden für den Fall, dass die Situation andauere. Davon sei derzeit auszugehen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Tim-Oliver Müller
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
HDB, Redaktionsnetzwerk Deutschland
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Rhein, Elbe, Donau, Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Niedrigwasser an Rhein, Elbe und Donau beeinträchtigt zunehmend die Bauindustrie, weil für den Transport großer Mengen von Baustoffen (z. B. Bitumen) die Binnenschifffahrt nicht wie gewohnt nutzbar ist, wodurch Versorgung, Kosten und Planbarkeit schlechter werden und bei länger anhaltender Lage Lieferengpässe sowie Verzögerungen drohen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Niedriges Wasser an Rhein, Elbe und Donau
- Sinkende Pegel beeinträchtigen die Wasserstraße als Transportweg für große Gütermengen
- Schiffe können wegen zu großem Tiefgang nicht mehr voll beladen werden, wodurch die Transportkosten je Tonne steigen
- Erwartete Lieferengpässe der Baustoff-Lieferanten bei anhaltender Niedrigwasserphase
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Versorgung mit Baustoffen kann teurer werden
- Versorgung mit Baustoffen kann schwieriger und weniger gut planbar werden
- Risiko von Engpässen steigt
- höhere Logistikkosten
- Verzögerungen im Bauablauf
- mögliche angekündigte Lieferengpässe bei einzelnen Baustoffen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Tim-Oliver Müller (Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes HDB) wird zitiert.
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