Thüringen: Junge Erwachsene im Elternhaus
Erfurt () – In Thüringen haben im vergangenen Jahr mehr volljährige Kinder bei ihren Eltern gewohnt als zehn Jahre zuvor. Das teilte das Thüringer Landesamt für Statistik in Erfurt am Dienstag mit.
Nach vorläufigen Ergebnissen des Mikrozensus 2025 lebten 443.000 Kinder bei ihren Eltern, rund 23.000 mehr als 2015. Von ihnen waren 124.000 volljährig; ihr Anteil stieg leicht von 27,6 auf 27,9 Prozent.
Der Anstieg bei den volljährigen Kindern geht vor allem auf die 18- bis unter 27-Jährigen zurück: Ihre Zahl stieg um 12.000 Personen und damit um 17,0 Prozent. Bei den 27-Jährigen und Älteren gab es dagegen einen Rückgang um 4.000 Personen oder 7,9 Prozent.
Auch die Zahl der minderjährigen Kinder in Familien wuchs im Vergleich zu 2015 um 16.000 Personen und damit um 5,1 Prozent.
Bei den älteren „Nesthockern“ sind deutlich häufiger Männer zu Hause: 78,1 Prozent der 27-Jährigen und Älteren, die bei ihren Eltern leben, sind männlich. Bei den 18- bis 26-Jährigen liegt der Männeranteil bei 59,0 Prozent.
Beide Werte liegen über dem Bundesdurchschnitt; in Deutschland betragen die entsprechenden Anteile 67,2 und 56,3 Prozent.
Auch die Lebensform der Familien hat sich verändert. Der Anteil der volljährigen Kinder, die bei Ehepaaren wohnen, sank von 67,2 Prozent im Jahr 2015 auf 57,2 Prozent im Jahr 2025.
Bei Lebensgemeinschaften stieg er von 4,3 auf 7,7 Prozent, bei Alleinerziehenden von 27,5 auf 35,0 Prozent.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Es kommen keine Personen mit vollständigem Namen im Artikeltext vor.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Thüringer Landesamt für Statistik
Wann ist das Ereignis passiert?
Zeitraum/Datum: „im vergangenen Jahr“ (genauer: Mikrozensus 2025; Vergleich mit 2015)
Ereignisstatment: Das teilte das Thüringer Landesamt für Statistik am Dienstag mit. (Kein konkretes Tagesdatum genannt.)
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Erfurt, Thüringen
Worum geht es in einem Satz?
Laut vorläufigen Mikrozensus-Ergebnissen 2025 haben in Thüringen im vergangenen Jahr mehr volljährige und auch minderjährige Kinder bei ihren Eltern gelebt als 2015, wobei der Anstieg vor allem bei den 18- bis unter 27-Jährigen und die stärksten Verschiebungen bei den Lebensformen (u. a. weniger bei Ehepaaren, mehr bei Alleinerziehenden) zu sehen sind.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- keine Angabe
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Die Zahl volljähriger Kinder, die bei ihren Eltern wohnen, ist von 2015 auf 2025 gestiegen
- Der Anstieg entfällt vor allem auf die 18- bis unter 27-Jährigen
- Die Zahl der minderjährigen Kinder in Familien ist ebenfalls gestiegen
- Der Anteil der Männer unter den „Nesthockern“ ist deutlich höher als im Bundesdurchschnitt
- Der Anteil volljähriger Kinder, die bei Ehepaaren wohnen, ist gesunken
- Der Anteil bei Lebensgemeinschaften ist gestiegen
- Der Anteil bei Alleinerziehenden ist gestiegen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Nein, es wird keine Stellungnahme oder Reaktion einer Person oder Organisation zitiert.
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