Gesellschaft: Frühstartrente für Kinder
Berlin () – Verbraucherschützer fordern Änderungen an den Plänen der neuen staatlichen Altersvorsorge für Kinder. „Die Politik muss bei der Frühstartrente dringend nachbessern, damit alle Kinder gleichermaßen profitieren“, sagte Dorothea Mohn, Finanzexpertin beim Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV), der „Welt am Sonntag“.
Es sei zwar grundsätzlich eine gute Idee, allen ab 2020 Geborenen schon in jungen Jahren ein staatlich finanziertes Startkapital für die Altersvorsorge zukommen zu lassen. Jedes Kind benötige allerdings von Beginn an ein eigenes Vorsorgekonto. Nur so lasse sich das mit dem Gesetz verbundene Bildungsziel erreichen, dass Kinder aus eigener Anschauung ein Verständnis für das Auf und Ab an den Börsen entwickeln.
Künftig soll jedes Kind vom sechsten bis zum 18. Lebensjahr monatlich zehn Euro vom Staat für die Anlage am Kapitalmarkt erhalten. Bislang ist vorgesehen, dass für Kinder von Eltern, die keines der zertifizierten Altersvorsorgedepots bei einem privaten Anbieter wählen, der Staat das Geld zunächst kollektiv über die Bundesbank an der Börse anlegt. Das Problem aus Sicht der Verbraucherschützer: Wenn ein Kind nicht weiß, dass der Staat monatlich zehn Euro an den Aktienmärkten anlegt, und es den monatlichen Aufwuchs nicht in seinem eigenen Depot verfolgen kann, verpufft der angestrebte Bildungseffekt.
„Die Frühstartrente droht zur Zwei-Klassen-Rente für Kinder zu werden, wenn nur Familien mit ausreichend Geld und Finanzwissen das volle Potenzial ausschöpfen können“, sagte Mohn. Der Gesetzentwurf soll am 12. August vom Bundeskabinett auf den Weg gebracht werden.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Dorothea Mohn
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV), Welt am Sonntag, Bundeskabinett, Bundesbank
Wann ist das Ereignis passiert?
Datum/Zeitraum: 12. August (Der Gesetzentwurf soll „am 12. August“ vom Bundeskabinett auf den Weg gebracht werden.)
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Verbraucherschützer fordern Nachbesserungen an der geplanten „Frühstartrente“ für Kinder, damit ab dem 6. Lebensjahr bis zum 18. jedes Kind ein eigenes staatlich gefördertes Vorsorgekonto erhält und nicht das Kapital nur kollektiv für nicht-depotwählende Eltern an der Börse angelegt wird, um Chancengleichheit und den angestrebten Bildungseffekt sicherzustellen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Kinder erhalten ab dem sechsten bis zum 18. Lebensjahr monatlich zehn Euro staatliche Anlage am Kapitalmarkt
- Eltern wählen teils kein zertifiziertes Altersvorsorgedepot bei einem privaten Anbieter
- In diesem Fall soll der Staat das Geld zunächst kollektiv über die Bundesbank an der Börse anlegen
- Bildungseffekt droht zu verpuffen, weil Kinder den monatlichen Aufwuchs nicht im eigenen Depot verfolgen können und damit nicht wissen, dass staatlich an den Aktienmärkten angelegt wird
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Verbraucherschützer fordern, dass die Politik bei der Frühstartrente nachbessert
- Politik soll Änderungen umsetzen, damit alle Kinder gleichermaßen profitieren
- Kritik richtet sich darauf, dass ohne eigenes Vorsorgekonto der Bildungs- und Bildungseffekt verpuffen könne
- Gefahr einer Zwei-Klassen-Rente für Kinder wird angesprochen
- Der Gesetzentwurf soll am 12. August vom Bundeskabinett auf den Weg gebracht werden
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Ungleichbehandlung von Kindern je nach Finanzwissen und Einkommenslage der Eltern
- Bildungseffekt wird geschwächt wenn der monatliche Kapitalmarktaufwuchs nicht im eigenen Konto nachvollziehbar ist
- Risiko einer Zwei-Klassen-Vorsorge unter Kindern
- Notwendigkeit von Änderungen an den Plänen für die staatliche Altersvorsorge für Kinder um allen gleichermaßen Zugriff auf die Vorteile zu ermöglichen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, es wird eine Stellungnahme zitiert: Dorothea Mohn, Finanzexpertin beim Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV), wird mit mehreren Aussagen zur „Frühstartrente“ zitiert.
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