Wirtschaft in Berlin: Mietpreisbremse-Verstöße
Berlin () – Private Vermieter überhöhen ihre Mieten fast genauso stark wie gewerbliche Anbieter. Das zeigten neue Daten des Rechtsdienstleisters Conny, über die das „Handelsblatt“ berichtet.
Grundlage der Analyse war ein Datensatz mit 9.350 Fällen, in denen Conny einen Verstoß gegen die Mietpreisbremse festgestellt hatte. Die Vermieter wurden dabei in drei Gruppen unterteilt: gewerbliche und andere Vermieter mit einem Anteil von knapp 80 Prozent, private Vermieter mit einem Anteil von gut 19 Prozent sowie nicht gewinnorientierte Vermieter mit einem Anteil von einem Prozent. Bei mehr als jedem vierten privaten Vermieter, in 26,9 Prozent der Fälle, lag die Vertragsmiete den Daten zufolge mindestens doppelt so hoch wie die Mietspiegelmiete.
Laut „Conny“ verlangten private Vermieter im Schnitt rund 338 Euro monatlich zu viel Miete, gewerbliche Vermieter rund 348 Euro. Aufs Jahr gerechnet zahlten Mieter von Privatvermietern damit im Schnitt 4.061 Euro zu viel, Mieter von gewerblichen Vermietern wie Deutsche Wohnen/Vonovia oder Heimstaden im Schnitt 4.178 Euro.
Conny-Gründer Daniel Halmer widersprach damit der These, private Vermieter verstießen nur aus Unwissenheit oder Versehen gegen die Mietpreisbremse. In mindestens 73 Prozent der Fälle mit privaten Vermietern sei laut Conny eine professionelle Hausverwaltung eingeschaltet gewesen. „Hausverwaltungen kennen die gesetzlichen Vorgaben der Mietpreisbremse“, sagte Halmer der Zeitung. Vermieter, die gegen die Mietpreisbremse verstießen, täten das nicht aus Versehen.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Daniel Halmer
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Conny, Handelsblatt, Deutsche Wohnen, Vonovia, Heimstaden
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Die Auswertung von Conny-Daten zeigt, dass private Vermieter die Mietpreisbremse fast ebenso stark übertreten wie gewerbliche Anbieter, wobei bei 26,9 % der privaten Fälle die Vertragsmiete mindestens doppelt so hoch wie die Mietspiegelmiete liegt und privaten Mietern im Schnitt rund 338 Euro monatlich zu viel berechnet werden.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Feststellung von Verstößen gegen die Mietpreisbremse durch Conny in einem Datensatz mit 9.350 Fällen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Beschreibung dazu, wie Politik oder Öffentlichkeit oder Medien reagiert haben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Private Vermieter verlangen überdurchschnittlich häufig deutlich überhöhte Mieten im Vergleich zur Mietspiegelmiete
- Mieter privater Vermieter zahlen im Durchschnitt jährlich mehrere Tausend Euro zu viel
- Höhere finanzielle Belastung für Mieter im privaten Vermietungssegment im Vergleich zu gewerblichen Vermietern teilweise trotz ähnlicher Überhöhung
- Unterschreitung der Wirksamkeit der Mietpreisbremse durch systematischen statt nur versehentlichen Verstoß
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Der Artikel zitiert Daniel Halmer (Conny-Gründer) mit der Aussage, „Hausverwaltungen kennen die gesetzlichen Vorgaben der Mietpreisbremse“ und dass Verstöße nicht aus Versehen erfolgten.
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