AfD-Politik in NRW: Meuthen-Kritik
Berlin () – Der frühere AfD-Chef Jörg Meuthen blickt kritisch auf diese Zeit zurück. „Ich bin Allianzen eingegangen, die nicht klug waren“, sagte er dem Magazin „Politico“ in Bezug auf seine zwischenzeitliche Zusammenarbeit mit dem „Flügel“ um Björn Höcke. „Ich habe sehr lange diese Richtung nicht ernst genommen, weil ich sie für so abwegig hielt, dass ich gedacht habe, die kannst du mitlaufen lassen. Das war mein großer Irrtum.“
Über seinen jahrelangen Machtkampf mit der früheren Parteichefin Frauke Petry sagte Meuthen: „Wenn das Gespann Petry/Meuthen funktioniert hätte, hätte die ganze Partei einen anderen Verlauf genommen. Denn Frauke Petry ist dem freiheitlichen Denken auch sehr zugeneigt. Wenn das harmoniert hätte, wäre der ganze Verlauf ein anderer gewesen. Hat es aber leider nicht.“
Mit Bezug auf die von Götz Kubitschek gegründete neurechte Denkfabrik „Institut für Staatspolitik“ sagte Meuthen: „Der Spin der Partei kam eigentlich aus Schnellroda.“ Kubitschek gehe bei der Partei ein und aus als „Spin-Doktor“. Der Spin der Partei sei eindeutig Richtung völkisch-nationalistisch, und das sei nicht seine Linie.
Meuthen äußerte sich zudem zum Machtkampf innerhalb der nordrhein-westfälischen AfD. Der Landeschef Martin Vincentz sei ein „vernünftiger Mann“, der Bundestagsabgeordnete Matthias Helferich dagegen seiner Ansicht nach ein „glasklarer Rechtsextremist“. Dass er sich mit dem Vorhaben, Helferich aus der Partei auszuschließen, nicht durchsetzen konnte, sei der Anlass gewesen, die AfD zu verlassen.
„Weidel stützt Helferich mit allem“, sagte Meuthen. „Mehr muss man eigentlich nicht wissen, um zu wissen, welche Kompromisse da gefahren werden und in welche Richtung das Ganze geht.“ Für die Zukunft von Vincentz hat Meuthen eine düstere Prognose: Nach der Aufstellung der Landtags-Landesliste „sägen die den ab und dann war es das“.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Jörg Meuthen (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Jörg Meuthen, Björn Höcke, Frauke Petry, Götz Kubitschek, Martin Vincentz, Matthias Helferich, Alice Weidel
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
AfD, Flügel, Björn Höcke, Frauke Petry, Politico, Götz Kubitschek, Institut für Staatspolitik, Martin Vincentz, Matthias Helferich, Weidel
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Der frühere AfD-Chef Jörg Meuthen kritisiert in einem Politico-Interview seine frühere Zusammenarbeit mit dem „Flügel“ (Björn Höcke), bewertet den innerparteilichen Machtkampf sowie den Einfluss neurechter Akteure als fehlgeleitet und erklärt außerdem, dass er wegen des Konflikts um den NRW-Partei-Streit um Matthias Helferich die AfD verlassen habe, während er für Martin Vincentz nach der Listenaufstellung eine düstere Entwicklung erwartet.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Seine zwischenzeitliche Zusammenarbeit mit dem „Flügel“ um Björn Höcke
- Der jahrelange Machtkampf mit Frauke Petry
- Der „Spin“ der Partei, der seiner Ansicht nach aus Schnellroda kam
- Der Machtkampf in der nordrhein-westfälischen AfD, insbesondere das gescheiterte Vorhaben, Matthias Helferich aus der Partei auszuschließen
- Die Unterstützung von Helferich durch Alice Weidel und die daraus folgenden Kompromisse bzw. die angenommene Richtung
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Meuthen kritisiert den „Spin der Partei“ und ordnet ihn eindeutig Richtung völkisch-nationalistisch ein
- Meuthen beschreibt Kubitschek als Einflussgeber, der bei der Partei ein und aus gehe als „Spin-Doktor“
- Meuthen bewertet Reaktionen und Verlauf innerhalb der AfD im Machtkampf mit Petry als gescheitert
- Zur NRW-AfD sieht Meuthen Helferich als klaren Rechtsextremisten und kritisiert, dass Weidel ihn mit unterstütze
- Meuthen sagt, dass er wegen des gescheiterten Vorhabens, Helferich auszuschließen, die AfD verlassen habe
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Bruch innerhalb der AfD und Austritt von Jörg Meuthen
- Schwächung der Position von Martin Vincentz in Nordrhein-Westfalen
- Verstärkung innerparteilicher Spannungen und Konflikte zwischen gemäßigten und rechtsextremen Strömungen
- Neujustierung von Macht- und Kräfteverhältnissen in der AfD-Landespolitik
- Erwartete weitere Abspaltung oder Ausschlussprozesse in der Partei
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Der frühere AfD-Chef Jörg Meuthen wird mit mehreren direkten Zitaten in dem Artikel wiedergegeben.
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