Tierschutzpolitik in Bonn: Tierheime unter Druck
Bonn () – Der Deutsche Tierschutzbund hat die fehlende Unterstützung der Tierheime durch die Bundesregierung scharf kritisiert. Die Politik müsse endlich dafür sorgen, dass Tierheime ihre Aufgaben zuverlässig erfüllen könnten, sagte Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). „Immer mehr Tiere brauchen Hilfe, gleichzeitig sind die Kosten für Personal, Energie und tierärztliche Versorgung immens gestiegen.“
Der Tierschutzverbund hatte Ende Mai Klage vor dem Kölner Verwaltungsgericht gegen die Bundesregierung eingereicht. Zwar ist der Tierschutz und dessen Finanzierung eigentlich Ländersache, die Tierschützer verweisen jedoch auf das Grundgesetz, das Tierschutz als Staatsziel benennt.
„Obwohl der Tierschutz seit mehr als 20 Jahren als Staatsziel im Grundgesetz steht, ist die Lage in den Tierheimen prekär“, sagte Schröder. Die politische Ignoranz dem praktischen Tierschutz gegenüber müsse ein Ende haben. Man stehe an einem Punkt, an dem die Tierheime ihre Aufgaben ohne ausreichende Unterstützung kaum noch bewältigen könnten.
Die sogenannte Sportmilliarde würde zeigen, dass sich der Bund trotz kommunaler Zuständigkeit an der Finanzierung von Sportinfrastruktur beteilige. „Tierheime hingegen gehen leer aus – mit dem Verweis, ihre Finanzierung sei Sache der Kommunen. Offenbar fällt es der Politik leichter, Geld für Kunstrasen als für Tiere in Not bereitzustellen“, kritisierte Schröder.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Thomas Schröder
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Deutscher Tierschutzbund, Thomas Schröder, Rheinischen Post, Tierschutzverbund, Kölner Verwaltungsgericht, Bundesregierung, Grundgesetz
Wann ist das Ereignis passiert?
Donnerstagausgabe (keine konkrete Datumsangabe).
Da außerdem von „Ende Mai“ die Rede ist: Ende Mai (ohne Jahreszahl).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Köln, Bonn
Worum geht es in einem Satz?
Der Deutsche Tierschutzbund kritisiert, dass die Bundesregierung die Tierheime nicht ausreichend unterstützt, obwohl die Lage wegen steigender Kosten immer prekärer wird, und verweist dabei auf eine eingereichte Klage sowie darauf, dass der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz verankert ist.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Fehlende Unterstützung der Tierheime durch die Bundesregierung
- Anstieg der Kosten für Personal, Energie und tierärztliche Versorgung bei gleichzeitig wachsendem Bedarf an Hilfe für immer mehr Tiere
- Prekäre Lage in den Tierheimen trotz Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz seit mehr als 20 Jahren
- Verweis auf die Zuständigkeit der Kommunen bzw. Länder bei der Finanzierung der Tierheime (Tierheime gehen leer aus)
- Ende Mai Einreichung von Klage vor dem Kölner Verwaltungsgericht durch den Tierschutzverbund gegen die Bundesregierung
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Der Deutsche Tierschutzbund kritisiert scharf, dass die Bundesregierung Tierheime nicht ausreichend unterstützt
- Politik müsse dafür sorgen, dass Tierheime ihre Aufgaben zuverlässig erfüllen können
- Der Tierschutzverbund hat Ende Mai Klage vor dem Kölner Verwaltungsgericht gegen die Bundesregierung eingereicht
- Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder wirft der Politik Ignoranz gegenüber dem praktischen Tierschutz vor
- Kritik an der Förderpriorität, da die Sportmilliarde Finanzierung zeige, Tierheime aber leer ausgingen
- Ähnliche Kritik in der Öffentlichkeit durch entsprechende Berichterstattung in der „Rheinischen Post“
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Tierheime können ihre Aufgaben künftig zunehmend schlechter zuverlässig erfüllen
- Die Lage in den Tierheimen bleibt prekär und verschlechtert sich weiter
- Personal und Energie sowie tierärztliche Versorgung werden für Tierheime finanziell immer schwerer aufrechtzuerhalten
- Die steigende Zahl hilfsbedürftiger Tiere kann nicht mehr angemessen versorgt werden
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder äußert sich mit einer zitierten Stellungnahme („… scharf kritisiert…“; „… sagte … der ‚Rheinischen Post‘ …“).
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