EU-Kommission verhängt Millionen-Geldbuße gegen Ali Express

EU-Kommission verhängt DSA-Strafe in Brüssel

Brüssel () – Die Europäische Kommission hat die chinesische Einzelhandelsplattform Ali Express mit einer Geldstrafe von 550 Millionen Euro belegt. Hintergrund sei, dass die Plattform gegen ihre Verpflichtungen aus dem Digitale-Dienste-Gesetz (DSA) verstoßen habe, teilte die Brüsseler Behörde am Montag mit.

Das Unternehmen soll es demnach versäumt haben, Risiken im Zusammenhang mit dem Verkauf illegaler, unsicherer oder gefälschter Produkte auf seiner E-Commerce-Plattform sorgfältig zu bewerten und zu mindern. Die Plattform wurde angewiesen, Maßnahmen zu ergreifen.

AliExpress habe seine Verpflichtung, das Risiko der Verbreitung „illegaler, unsicherer oder gefälschter Produkte“ über seine Dienste „sorgfältig“ zu bewerten, in mehrfacher Hinsicht nicht erfüllt. Die Plattform habe nicht ausreichend Personal zur Überprüfung potenziell illegaler Produkte eingesetzt und die Wirksamkeit ihres Systems zur Erkennung und Entfernung illegaler Produkte überschätzt. Zudem habe Ali Express unzureichend bewertet, wie seine Empfehlungs- und Werbesysteme die Verbreitung illegaler Produkte verstärken. Die Kommission stellte fest, dass viele illegale Produkte den Verbrauchern empfohlen oder beworben worden seien, bevor sie effektiv entfernt wurden.

Darüber hinaus habe Ali Express es versäumt, wirksame Maßnahmen zur Verringerung des Risikos der Verbreitung illegaler Produkte zu ergreifen. Die Kommission identifizierte insbesondere Mängel im System zur Erkennung illegaler Produkte und in der Durchsetzung der Sanktionspolitik für Händler, die illegale Produkte verkaufen. Auch die Produktkonformitätsprüfungen von Ali Express seien leicht zu umgehen gewesen, was dazu führte, dass nicht konforme Produkte weiterhin auf der Plattform zirkulierten.

„Die Verbreitung von gefälschter Kleidung, unsicherem Spielzeug, gefährlichen Kosmetika und anderen illegalen und schädlichen Produkten ist kein unvermeidbarer Preis des Online-Shoppings – es ist ein Versagen von Ali Express, seinen Verpflichtungen gemäß dem Gesetz über digitale Dienste nachzukommen“, sagte EU-Kommissionsvize Henna Virkkunen. Die Größe des Unternehmens sei keine Entschuldigung; Risiken müssten systematisch identifiziert und angegangen werden, um sicherzustellen, dass Verbraucher sicher online einkaufen können. „Heute halten wir Ali Express an diesem Standard fest und fordern das Unternehmen auf, Maßnahmen zu ergreifen.“

Die Geldstrafe wurde unter Berücksichtigung der Art der Verstöße, ihrer Schwere und ihrer Dauer berechnet. Ali Express hat nun bis zum 20. Oktober 2026 Zeit, einen Aktionsplan vorzulegen, um die Verstöße zu beheben.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bandenwerbung für AliExpress (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

EU-Kommission verhängt Millionen-Geldbuße gegen Ali Express

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Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Henna Virkkunen

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Europäische Kommission, AliExpress, Henna Virkkunen, Digitale-Dienste-Gesetz (DSA)

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Ereignis fand am Montag statt (im Text als „am Montag mitgeteilt“ beschrieben) – konkret also am 20. Juli 2026.

Zeitraum/Frist (genannt): AliExpress muss bis zum 20. Oktober 2026 einen Aktionsplan vorlegen.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Brüssel

Worum geht es in einem Satz?

Die Europäische Kommission hat AliExpress wegen wiederholter Verstöße gegen das Digitale-Dienste-Gesetz (u. a. unzureichende Bewertung und Eindämmung von illegalen, unsicheren oder gefälschten Produkten) mit einer Geldstrafe von 550 Millionen Euro belegt und das Unternehmen zur Ergreifung von Maßnahmen angewiesen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Verstöße gegen die Verpflichtungen aus dem Digitale-Dienste-Gesetz (DSA)
  • Versäumnis, Risiken im Zusammenhang mit dem Verkauf illegaler, unsicherer oder gefälschter Produkte sorgfältig zu bewerten und zu mindern
  • Unzureichende Personalausstattung für die Überprüfung potenziell illegaler Produkte
  • Überschätzte Wirksamkeit des Systems zur Erkennung und Entfernung illegaler Produkte
  • Unzureichende Bewertung, wie Empfehlungs- und Werbesysteme die Verbreitung illegaler Produkte verstärken
  • Versäumnis wirksamer Maßnahmen zur Verringerung des Verbreitungsrisikos illegaler Produkte
  • Mängel im System zur Erkennung illegaler Produkte
  • Mängel in der Durchsetzung der Sanktionspolitik für Händler, die illegale Produkte verkaufen
  • Leicht zu umgehende Produktkonformitätsprüfungen, sodass nicht konforme Produkte weiterhin auf der Plattform zirkulierten

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • EU-Kommission verhängt eine Geldstrafe in Höhe von 550 Millionen Euro gegen AliExpress
  • AliExpress wird angewiesen, Maßnahmen zur Behebung der festgestellten Verstöße zu ergreifen
  • AliExpress muss bis zum 20. Oktober 2026 einen Aktionsplan vorlegen, um die Verstöße zu beheben
  • Systeme zur Bewertung, Erkennung und Entfernung illegaler Produkte müssen wirksam verbessert werden
  • Personal und Verfahren zur Überprüfung potenziell illegaler Produkte müssen verstärkt und effektiver ausgestaltet werden
  • Empfehlungs- und Werbesysteme müssen so angepasst werden, dass sie die Verbreitung illegaler Produkte nicht verstärken
  • Produktkonformitätsprüfungen müssen so verbessert werden, dass sie schwerer umgehbar sind
  • Durchsetzung und Sanktionspolitik gegenüber Händlern mit illegalen Produkten müssen wirksamer umgesetzt werden

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja – EU-Kommissionsvize Henna Virkkunen wird mit einer Stellungnahme zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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