EU-Kommission verhängt Millionen-Geldbuße gegen Temu

EU-Kommission verhängt Millionen-Geldbuße gegen Temu

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Wirtschaft: EU verhängt Bußgeld gegen Temu

Brüssel () – Die Europäische Kommission hat eine Geldbuße in Höhe von 200 Millionen Euro gegen den chinesischen Onlinehändler Temu verhängt. Hintergrund seien Verstöße gegen das Gesetz über digitale Dienste (DSA), teilte die Brüsseler Behörde am Donnerstag mit.

Das Unternehmen habe es versäumt, die systemischen Risiken, die mit dem Angebot illegaler Produkte auf seiner Plattform verbunden seien, sowie den daraus resultierenden Schaden für Verbraucher in der EU sorgfältig zu ermitteln, zu analysieren und zu bewerten, hieß es zur Begründung. Laut den vorliegenden Beweisen der Kommission bestehe eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Verbraucher in der EU auf illegale Artikel bei Temu stoßen.

Die Risikobewertung von Temu für das Jahr 2024 entsprach laut EU-Kommission nicht den im DSA festgelegten Standards. Sie basierte auf allgemeinen Informationen über Risiken im gesamten E-Commerce-Sektor, anstatt auf spezifischen Beweisen für Temus eigenen Dienst. Zudem habe sie erheblich unterschätzt, wie oft EU-Verbraucher wahrscheinlich auf illegale Artikel treffen. Ein Testkauf im Rahmen der Untersuchung der Kommission zeigte, dass ein hoher Prozentsatz der ausgewählten Ladegeräte grundlegende Sicherheitstests nicht bestand, während viele getestete Babyspielzeuge Sicherheitsrisiken mittlerer bis hoher Schwere aufwiesen.

Die Strafe wurde unter Berücksichtigung der Art des Verstoßes, seiner Schwere in Bezug auf die betroffenen EU-Nutzer und seiner Dauer berechnet. Die Nichteinhaltung ordnungsgemäßer Risikobewertungen, die einen Eckpfeiler der DSA-Architektur darstellen, gilt als besonders schwerwiegender Verstoß. Temu hat bis zum 28. August 2026 Zeit, einen Aktionsplan vorzulegen, um die Verletzung seiner Risikobewertungspflichten zu beheben. Die Nichtbefolgung der Entscheidung kann zu Zwangsgeldern führen.

„Risikobewertungen sind keine reinen Abhakübungen – sie sind das Rückgrat des DSA“, sagte EU-Kommissionsvize Henna Virkkunen. Die Risikobewertung von Temu unterschätze konkrete Risiken, sei zu unspezifisch, stütze sich nicht auf solide Beweise und sei nicht umfassend. Sie lasse Regulierungsbehörden, Nutzer und die Öffentlichkeit im Unklaren über das tatsächliche Ausmaß des potenziellen Schadens, den auf Temu verkaufte illegale Produkte verursachen könnten. „Jetzt ist es an der Zeit, dass Temu sich an das Gesetz hält“, so Virkkunen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: EU-Fahnen (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Henna Virkkunen

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind: Europäische Kommission, Temu, EU, EU-Kommission, DSA, Henna Virkkunen.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Brüssel.

Worum geht es in einem Satz?

Die Europäische Kommission hat eine Geldbuße von 200 Millionen Euro gegen den chinesischen Onlinehändler Temu verhängt, da das Unternehmen die Risiken illegaler Produkte auf seiner Plattform nicht angemessen analysiert und bewertet hat, was gegen das Gesetz über digitale Dienste verstößt.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Verstöße gegen das Gesetz über digitale Dienste (DSA)
  • Versäumnis von Temu, systemische Risiken illegaler Produkte zu ermitteln
  • Unzureichende Risikobewertung für 2024
  • Allgemeine Informationen statt spezifische Beweise für Temus Dienst
  • Unterschätzung der Wahrscheinlichkeit, dass Verbraucher auf illegale Artikel stoßen
  • Testkäufe zeigten Sicherheitsmängel bei getesteten Produkten
  • Nichteinhaltung der DSA-Risikobewertungspflichten

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Europäische Kommission verhängt 200 Millionen Euro Geldbuße gegen Temu
  • Verstoß gegen das Gesetz über digitale Dienste (DSA) festgestellt
  • Temu hat Risiken illegaler Produkte auf Plattform nicht ausreichend analysiert
  • Hohe Wahrscheinlichkeit, dass EU-Verbraucher auf illegale Artikel stoßen
  • Risikobewertung für 2024 entspricht nicht DSA-Standards
  • Bewertung basierte auf allgemeinen Informationen statt spezifischen Beweisen
  • Strafe berücksichtigt Art, Schwere und Dauer des Verstoßes
  • Temu muss bis 28. August 2026 Aktionsplan vorlegen
  • Nichteinhaltung kann zu Zwangsgeldern führen
  • EU-Kommissionsvize hebt Bedeutung von Risikobewertungen hervor
  • Temu muss sich jetzt an das Gesetz halten

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Geldbuße von 200 Millionen Euro verhängt
  • Hohe Wahrscheinlichkeit illegaler Artikel für EU-Verbraucher
  • Mangelhafte Risikobewertung für 2024
  • Unterschätzung der Häufigkeit illegaler Artikel
  • Hoher Anteil nicht bestandener Sicherheitsprüfungen bei Produkten
  • Frist bis 28. August 2026 für Aktionsplan
  • Mögliche Zwangsgelder bei Nichteinhaltung
  • Unklarheit über potenziellen Schaden für Verbraucher
  • Aufforderung zur Einhaltung gesetzlicher Vorgaben

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von EU-Kommissionsvize Henna Virkkunen zitiert, die auf die unzureichende Risikobewertung von Temu hinweist und betont, dass diese nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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