Magdeburg: Reform der Minijobs
Magdeburg () – Sachsen-Anhalts SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann spricht sich dafür aus, Minijobs für Studierende dauerhaft zu erhalten. Den Vorschlag der Alterssicherungskommission, Minijobs weitgehend in reguläre sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu überführen, unterstützt er dagegen grundsätzlich.
„Minijobs waren die richtige Maßnahme zu einer Zeit, als wir eine deutlich höhere Arbeitslosigkeit hatten“, sagte Willingmann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Heute hätten sich die Rahmenbedingungen verändert. Man habe einen enormen Fachkräftebedarf.
Deshalb halte er den Vorschlag der Alterssicherungskommission, Minijobs weitgehend in reguläre sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu überführen, grundsätzlich für richtig. Insbesondere Handel, Gastronomie und andere Dienstleistungsbereiche würden dabei aber Übergänge brauchen.
Für Studierende müsse es jedoch bei der bisherigen Regelung bleiben.
„Das gilt aus meiner Sicht auch für Studierende“, so Willingmann. Wer dauerhaft arbeite, solle möglichst sozialversicherungspflichtig beschäftigt sein und eigene Rentenansprüche aufbauen.
Studierende stünden jedoch erst am Anfang ihres Erwerbslebens. Für sie sei während des Studiums entscheidend, dass möglichst viel vom Nebenverdienst netto bleibe.
Die Chance, später über Jahrzehnte Rentenpunkte zu sammeln, hätten sie noch. Deshalb halte er es für geboten, Minijobs für Studierende zu erhalten.
Willingmann warnte zugleich vor unerwünschten Folgen einer Abschaffung der Minijobs für Studierende.
„Das verhindert auch, dass notwendige Nebenverdienste in Schwarzarbeit oder informelle Beschäftigung abwandern“, sagte er. Gerade vor dem Hintergrund, dass die angekündigte BAföG-Novelle mit der längst fälligen Erhöhung der Bedarfssätze nun erst im nächsten Jahr kommen solle.
Die Alterssicherungskommission hatte vorgeschlagen, Minijobs künftig weitgehend in reguläre sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu überführen.
Ziel ist es, den Aufbau eigener Rentenansprüche zu stärken und die Zahl der Beitragszahler zu erhöhen. Ausnahmen sieht die Kommission unter anderem für Schüler vor.
Der Vorschlag hat eine politische Debatte ausgelöst. Während Wirtschaftsverbände vor Belastungen für Handel und Gastronomie warnen, werden innerhalb der Koalition unterschiedliche Akzente gesetzt.
Willingmann befürwortet die Reform grundsätzlich, fordert für Studierende jedoch eine dauerhafte Ausnahme. Ähnlich hatte sich zuvor auch schon die SPD-Bundestagsabgeordnete Annika Klose geäußert. Kanzler Friedrich Merz (CDU) und auch CSU-Chef Markus Söder machten bereits klar, dass über die Minijob-Pläne noch zu reden sei.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Armin Willingmann (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Armin Willingmann, Annika Klose, Friedrich Merz, Markus Söder
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
SPD, Funke-Mediengruppe, Alterssicherungskommission, BAföG, SPD-Bundestagsabgeordnete Annika Klose, Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), CSU-Chef Markus Söder
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Magdeburg
Worum geht es in einem Satz?
Der SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann unterstützt grundsätzlich die geplante Reform, Minijobs weitgehend in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu überführen, fordert aber, Minijobs für Studierende dauerhaft beizubehalten, um den Netto-Nebenverdienst während des Studiums zu sichern und Ausweichen in Schwarzarbeit zu verhindern.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- veränderte Rahmenbedingungen mit deutlich höherem Fachkräftebedarf
- höhere Arbeitslosigkeit als ursprünglicher Kontext der damaligen Einführung von Minijobs
- Empfehlung der Alterssicherungskommission, Minijobs künftig weitgehend in reguläre sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu überführen
- geplante BAföG-Novelle mit Ankündigung, die Erhöhung der Bedarfssätze erst im nächsten Jahr vorzunehmen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine konkrete Beschreibung, wie Politik, Öffentlichkeit oder Medien auf den Vorschlag reagiert hätten
- Es wird nur allgemein erwähnt, dass der Vorschlag eine politische Debatte ausgelöst hat und dass Wirtschaftsverbände vor Belastungen für Handel und Gastronomie warnen sowie innerhalb der Koalition unterschiedliche Akzente gesetzt werden
- Zudem wird genannt, dass Merz und Söder betont haben, dass über die Minijob-Pläne noch zu reden sei
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Stärkung des Aufbaus eigener Rentenansprüche für Studierende
- Sicherstellung, dass ein möglichst großer Teil des Nebenverdienstes netto bleibt
- Vermeidung des Abwanderns notwendiger Nebenverdienste in Schwarzarbeit oder informelle Beschäftigung
- Unterstützung für Studierende, während der BAföG-Vorrang angekündigt und erst im nächsten Jahr erwartet wird
- Erhalt der Möglichkeit, später über Jahrzehnte Rentenpunkte zu sammeln
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Armin Willingmann wird mit mehreren Zitaten/Statements wiedergegeben („... sagte Willingmann ...“; u.a. „Das gilt aus meiner Sicht auch für Studierende ...“ und „Das verhindert auch, dass notwendige Nebenverdienste ... abwandern“).
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