Wirtschaftsweiser warnt vor Panikmache bei Minijob-Debatte

Wirtschaftspolitik in Berlin

Berlin () – Der Wirtschaftsweise Martin Werding warnt im Streit um die Minijobs vor Panikmache. In der öffentlichen Debatte würden die möglichen Folgen einer Abschaffung der Minijobs weit überzeichnet und Sorgen geschürt, sagte er dem „Handelsblatt“. Denn die Jobs würden nicht verschwinden, da Teilzeitjobs mit geringem Stundenumfang weiter jederzeit möglich seien.

Für die Betriebe wären Teilzeitjobs im Umfang der heutigen Minijobs auch nicht teurer, argumentierte Werding: Bei normaler Sozialversicherungspflicht würden 42 Prozent Sozialbeiträge fällig, von denen Arbeitgeber die Hälfte zahlen. Bei Minijobs zahlten sie pauschal 31 Prozent. Bei einer Umstellung sollte also der Bruttolohn um circa zehn Prozent angehoben werden, sonst sparten die Arbeitgeber sogar Kosten, meinte Werding. Das würde den Großteil des Verlustes der Arbeitnehmer ausgleichen, die dann 21 Prozent Sozialabgaben zahlen müssten.

Wer ein höheres Nettogehalt wolle, könne problemlos eine Stunde pro Woche mehr arbeiten – denn anders als jetzt seien Arbeitgeber und Arbeitnehmer dann nicht mehr durch die Einkommensgrenze für Minijobs eingeklemmt, sagte Werding. Unterm Strich rechnete er daher mit einer Erhöhung des Arbeitsangebotes durch eine Abschaffung der Minijobs. Werding wandte sich auch gegen das Argument der hohen Flexibilität durch Minijobs: „Diese Flexibilität endet jäh an der Minijobgrenze.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Martin Werding (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wirtschaftsweiser warnt vor Panikmache bei Minijob-Debatte

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Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Martin Werding

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Wirtschaftsweise Martin Werding, Handelsblatt

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Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Der Wirtschaftsweise Martin Werding warnt im Streit um die Minijobs vor übertriebener Panik, da reguläre Teilzeit in geringem Stundenumfang erhalten bliebe und eine Abschaffung für Betriebe nicht zwingend teurer wäre.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Debatte um die mögliche Abschaffung der Minijobs
  • Warnung vor Panikmache in der öffentlichen Debatte
  • Argument, dass Teilzeitjobs mit geringem Stundenumfang jederzeit weiterhin möglich wären
  • Streit über Minijobs und ihre Auswirkungen auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Werding widerspricht der öffentlichen Debatte und kritisiert Panikmache
  • Mögliche Folgen einer Abschaffung der Minijobs würden in der Öffentlichkeit überzeichnet
  • In der Debatte würden Sorgen geschürt

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Teilzeitjobs mit geringem Stundenumfang würden weiterhin möglich bleiben und die entsprechenden Arbeitsangebote würden nicht verschwinden
  • Für Betriebe würden Teilzeitjobs im Umfang der heutigen Minijobs bei normaler Sozialversicherungspflicht nicht teurer ausfallen
  • Eine Umstellung könnte dazu führen, dass der Bruttolohn nur um etwa zehn Prozent angepasst werden müsste, damit Arbeitgeber nicht mehr Kosten hätten
  • Der Großteil des Verlustes auf Arbeitnehmerseite durch höhere Sozialabgaben könnte ausgeglichen werden
  • Durch mehr Spielraum beim Einkommen könnten Beschäftigte mit Wunsch nach höherem Netto einen höheren Stundenumfang wählen
  • Das Arbeitsangebot könnte insgesamt steigen
  • Die behauptete Flexibilität durch Minijobs würde an der Minijobgrenze begrenzt und dadurch eingeschränkt bleiben

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja: Martin Werding wird mit einer Stellungnahme zitiert („...sagte er dem 'Handelsblatt'“ und macht weitere Aussagen zu den Folgen einer Abschaffung der Minijobs).

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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