Dudenhöffer fordert Rückkehr zur 40-Stunden-Woche bei VW

Wirtschaftspolitik: Osnabrücker Ökonom fordert Arbeitszeit-Ende

Osnabrück () – Der Ökonom Ferdinand Dudenhöffer fordert das Ende der 35-Stunden-Woche in der kriselnden deutschen Autoindustrie. Das Problem der hohen Produktionskosten könne man zumindest teilweise lösen, indem VW die 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich wieder einführe, sagte der Gründer des CAR-Instituts der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).

So werde es gerade bei Mercedes diskutiert. Die Mitarbeiter müssten verzichten, wenn die Branche erfolgreich in die Zukunft gehen wolle.

„Schmeißen wir die Tarifautonomie weg für ein paar Jahre“, so Dudenhöffer.

Der Autoexperte schwört Politik und Wirtschaft auf „richtig harte Zeiten“ ein, zeigt sich aber optimistisch: In fünf bis sieben Jahren könnte es einen Aufschwung geben. Die deutschen Autobauer sieht Dudenhöffer grundsätzlich „gut aufgestellt“.

Im VW-Konzern zeige etwa die Marke Skoda, dass man fortschrittliche, wettbewerbsfähige Fahrzeuge bauen könne. „Skoda kann`s – also ist der Generalverdacht, die Autobauer hätten etwas verpennt, falsch.“

Dudenhöffer tritt auch dem „Gerücht“ entgegen, die deutschen Autobauer hätten die E-Mobilität verschlafen.

VW sei der erste europäische Hersteller gewesen, der in ein reines E-Auto-Werk investiert habe, sagte er. Es habe kein Konzernversagen gegeben, die Politik habe die Rahmenbedingungen immer wieder geändert.

So könne man mit Industrieinvestitionen nicht umgehen.

Volkswagen meldete am Freitag erneut rückläufige Absätze, die Zahl der verkauften Autos sank im zweiten Quartal 2026 um knapp 9 Prozent. Der Aufsichtsrat des Wolfsburger Konzerns hatte vor diesem Hintergrund am Donnerstag über Sparpläne diskutiert, im Gespräch sind die Schließung von vier Werken und der Abbau von mehr als 100.000 Arbeitsplätzen.

Eine Einigung erzielte das Gremium bei der von Protesten begleiteten Sitzung nicht. Dudenhöffer kritisierte das Ausbleiben von Beschlüssen: „Die Unsicherheit bleibt, was nicht gut ist für Kunden, Mitarbeiter und Kapitalgeber.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Volkswagen (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Dudenhöffer fordert Rückkehr zur 40-Stunden-Woche bei VW

News - Niedersachsen - Regional - aktuelle Entwicklungen und Hintergründe

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Ferdinand Dudenhöffer

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Volkswagen, CAR-Institut, Mercedes, Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ), dts Nachrichtenagentur

Wann ist das Ereignis passiert?

Der Zeitraum ist „am Freitag“ (kein konkretes Datum).

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Osnabrück (dts Nachrichtenagentur), Wolfsburg, (Werke/Standorte im VW-Konzern – „vier Werke“, genaue Orte nicht genannt)

Worum geht es in einem Satz?

Der Ökonom Ferdinand Dudenhöffer fordert in der kriselnden deutschen Autoindustrie das Ende der 35‑Stunden‑Woche und plädiert u. a. für die Rückkehr zur 40‑Stunden‑Woche ohne Lohnausgleich, da andernfalls die hohen Produktionskosten nicht zu bewältigen seien, während VW wegen rückläufiger Absätze Sparmaßnahmen mit möglichen Werksschließungen und Stellenabbau diskutiert.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

hohe Produktionskosten in der kriselnden deutschen Autoindustrie
Diskussion um das Ende der 35-Stunden-Woche in der Branche
Rückläufige Absätze bei Volkswagen mit sinkenden Autoverkäufen im zweiten Quartal 2026
Sparpläne im VW-Konzern nach Diskussionen im Aufsichtsrat am Donnerstag
Im Gespräch stehende Schließung von vier Werken und Abbau von mehr als 100.000 Arbeitsplätzen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Die Politik und Wirtschaft werden von Dudenhöffer auf „richtig harte Zeiten“ eingeschworen
  • Es wird kritisiert, dass die Politik die Rahmenbedingungen für Industrieinvestitionen wiederholt geändert habe
  • Beim Aufsichtsrat von Volkswagen gab es Diskussionen und Proteste, aber keine Einigung bzw. keine Beschlüsse über Sparpläne
  • Die Unsicherheit über mögliche Maßnahmen wird als Problem genannt, das nicht gut für Kunden, Mitarbeiter und Kapitalgeber sei

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Steigende Bedeutung von Maßnahmen zur Kostensenkung in der deutschen Autoindustrie
  • Druck auf Beschäftigte durch mögliche Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen
  • Zunahme von Unsicherheit für Kunden, Mitarbeiter und Kapitalgeber
  • Diskussion und mögliche Umsetzung von Sparplänen im VW-Konzern
  • Potenzieller Stellenabbau in größerem Umfang
  • Mögliche Schließung mehrerer Werke
  • Beschäftigtenproteste und belastete Arbeitsbeziehungen als Folge der Verhandlungen und Planungen
  • Erwartung von „harten Zeiten“ mit möglichem Einfluss auf Nachfrage und Investitionsentscheidungen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja: Ferdinand Dudenhöffer (CAR-Institut) wird mit mehreren Stellungnahmen zitiert, u. a. zur Forderung nach dem Ende der 35‑Stunden‑Woche und zur Kritik an der fehlenden Einigung im VW‑Aufsichtsrat.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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