Ökonomen warnen vor zu großen Erwartungen an Reformen

Ökonomen warnen vor zu großen Erwartungen an Reformen

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Wirtschaftliche Herausforderungen in Deutschland 2026

Berlin () – Ökonomen haben mit Blick auf das Reformpaket der Bundesregierung vor zu großen Erwartungen gewarnt. Der technologische Rückstand gehe von solchen Reformen nicht weg, sagte der Chef des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Moritz Schularick, der „Welt am Sonntag“. Man müsse bei den entscheidenden technologischen Innovationen wieder mitspielen, damit die Wirtschaft in der Zukunft wachsen könne.

Eine Stabilisierung der Lohnnebenkosten sei wie das Reparieren von Brücken. Es sei schön, dass man die jetzt repariere – aber das sei noch kein Wachstum von morgen, so Schularick. Jürgen Matthes vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) warnte davor, über die hausgemachten Probleme zu übersehen, welche Rolle Chinas aggressive Exportpolitik bei Deutschlands De-Industrialisierung spiele. China biete seine Produkte oft für 50 bis 60 Prozent der hiesigen Preise an, sagte Matthes. Das sei volkswirtschaftlich unplausibel. Japan und Korea seien in der Vergangenheit besser geworden, aber auch teurer. China sei besser geworden und billiger. Da stimme etwas nicht.

Das IW hatte in dieser Woche eine Schätzung veröffentlicht, wonach 400.000 der 520.000 seit 2019 verlorenen Industriejobs in Deutschland nur aufgrund von Chinas aggressiver Politik wegfielen. Man müsse die unfairen Preisvorteile quantifizieren, die aus Subventionen und einer künstlich schwachen Währung stammten – und darauf Zölle erheben, um das auszugleichen, forderte Matthes. Entsprechend hohe Importzölle müsste die EU verhängen. Ausgleichszölle, die nur den unfairen Teil herausnehmen, hätten nichts mit Protektionismus zu tun, sondern seien im Kern gute Wettbewerbspolitik, sagte der IW-Ökonom.

Union und SPD hatten sich in der Nacht zum Donnerstag auf das Reformpaket verständigt, das die bereits in die Wege geleiteten Änderungen bei Rente und Gesundheit einschließt. Hinzu kommen sollen nun unter anderem Steuerentlastungen von zehn Milliarden Euro, der Abbau von Bürokratie und eine Reform des Arbeitsmarkts.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Pressekonferenz nach Koalitionsausschuss am 02.07.2026

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Moritz Schularick, Jürgen Matthes

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW), Welt am Sonntag, Institut der deutschen Wirtschaft (IW), Union, SPD, EU

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Ereignis fand am 02.07.2026 statt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.

Worum geht es in einem Satz?

Ökonomen warnen vor überzogenen Erwartungen an das Reformpaket der Bundesregierung, da die technologischen Rückstände bestehen bleiben und Chinas aggressive Exportpolitik erheblich zur De-Industrialisierung Deutschlands beiträgt, weshalb höhere Importzölle gefordert werden.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Warnungen von Ökonomen vor zu großen Erwartungen an Reformpaket
  • Technologischer Rückstand Deutschlands
  • Chinas aggressive Exportpolitik
  • Preisvorteile chinesischer Produkte durch Subventionen und schwache Währung
  • Verlust von Industriejobs in Deutschland seit 2019
  • Notwendigkeit von Importzöllen zur Wettbewerbsanpassung
  • Einigung von Union und SPD auf Reformpaket bezüglich Renten- und Gesundheitssystem

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Artikel beschreibt keine Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Warnung vor zu großen Erwartungen an Reformpaket
  • Notwendigkeit, bei technologischen Innovationen mitzuhalten
  • Stabilisierung der Lohnnebenkosten führt nicht zu sofortigem Wachstum
  • China trägt zur De-Industrialisierung Deutschlands bei
  • Schätzung von 400.000 verlorenen Industriejobs aufgrund Chinas Politik
  • Forderung nach Erhebung von Zöllen zur Kompensation unfairer Preisvorteile
  • Hohe Importzölle als notwendig erachtet
  • Ausgleichszölle gelten als gute Wettbewerbspolitik
  • Reformpaket umfasst Änderungen bei Rente, Gesundheit und Steuerentlastungen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme des Chefs des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, Moritz Schularick, zitiert, der vor zu großen Erwartungen an das Reformpaket der Bundesregierung warnt und betont, dass technologische Innovationen entscheidend für zukünftiges Wirtschaftswachstum sind.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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