Forscher: Einwanderer werden durch Bürokratie vertrieben

Forscher: Einwanderer werden durch Bürokratie vertrieben

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Gesellschaftliche Herausforderungen für Einwanderer in Deutschland

Berlin () – Viele Einwanderer nach Deutschland werden durch Bürokratie wieder vertrieben. Das ist eines der Ergebnisse einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), die am Donnerstag vorgestellt wurde.

Aufwändige bürokratische Prozesse seien nach partnerschaftlichen und familiären Gründen der zweithäufigste Grund für einen Wegzug. Besonders häufig bewerten Eingewanderte nicht ausreichend beantwortete Rückfragen, Verfahrensdauern und -gebühren sowie unklare Abläufe bei bürokratischen Prozessen als negativ. Vor allem jüngere Eingewanderte bewerten solche Verfahren häufiger kritisch.

In der Frage, ob die aktuelle Bundesregierung in ihrem Bestreben, Bürokratie abzubauen, auch die Nöte der Einwanderer auf dem Schirm hat, zeigen sich die Wissenschaftler derzeit skeptisch. „Wir können es hoffen“, sagte IAB-Forscherin Julia Reinold der . Wenn administrative Verfahren als langwierig, unverständlich oder schwer zugänglich erlebt werden, könne dies Bleibeperspektiven belasten. Man müsse Einwanderer „durch diesen Dschungel hindurchführen“, das helfe, Fachkräfte langfristig zu binden und die Sozialsysteme dadurch zu sichern.

Unter den Weitergewanderten zog der größte Anteil nach Spanien, gefolgt von der Schweiz sowie Italien und Kroatien. 60 Prozent der Ausgewanderten kehrten dabei in ihr Herkunftsland zurück. Im Vergleich zu Verbliebenen waren diejenigen Einwanderer, die wieder auswandern, im Durchschnitt jünger, lebten deutlich kürzer in Deutschland, hatten häufiger Familie im Ausland und verfügten seltener über gute Deutschkenntnisse. Ihre Bruttostundenlöhne lagen niedriger als die der Verbliebenen.

Angesichts sinkender Zuzüge und weitgehend gleichbleibender Fortzüge werde es arbeitsmarktpolitisch wichtiger, frühzeitig zu erkennen, wer über Abwanderung nachdenke, um Bleibeperspektiven gezielt zu stärken, so die Forscher. Unter den in Deutschland Eingewanderten haben zwar nur drei Prozent konkrete Pläne, Deutschland in den nächsten zwölf Monaten zu verlassen, weitere 30 Prozent haben in den vergangenen zwölf Monaten aber über eine Ausreise nachgedacht. Damit bleibe ein Teil der in Deutschland lebenden Eingewanderten weiterhin „mobilitätsorientiert“, hieß es.

Für die Befragungsreihe mit dem Titel „International Mobility Panel of Migrants in Germany (Impa)“ wurden zwischen Dezember 2024 und Februar 2026 rund 15.000 Personen befragt.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Warum Eingewanderte Deutschland wieder verlassen am 02.07.2026

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Die vollständigen Namen der in dem Artikel erwähnten Personen sind:

Julia Reinold

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Bundesregierung, dts Nachrichtenagentur.

Wann ist das Ereignis passiert?

Das beschriebene Ereignis fand zwischen Dezember 2024 und Februar 2026 statt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Deutschland, Spanien, Schweiz, Italien, Kroatien.

Worum geht es in einem Satz?

Eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zeigt, dass viele Einwanderer Deutschland aufgrund von bürokratischen Hürden verlassen, die als langwierig und unverständlich wahrgenommen werden, was ihre Bleibeperspektiven belastet.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Aufwändige bürokratische Prozesse
  • Unzureichend beantwortete Rückfragen
  • Lange Verfahrensdauern
  • Hohe Gebühren
  • Unklare Abläufe bei Bürokratie
  • Kritische Bewertung durch jüngere Eingewanderte
  • Mangelnde Unterstützung durch die Bundesregierung bei Bürokratieabbau
  • Erleben von administrativen Verfahren als langwierig und schwer zugänglich
  • Häufige familiäre Bindungen im Ausland
  • Geringe Deutschkenntnisse der Abwandern

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Bürokratische Prozesse vertreiben Einwanderer
  • Unzureichende Rückfragen, lange Verfahrensdauern und unklare Abläufe negativ bewertet
  • Jüngere Einwanderer kritisieren bürokratische Verfahren häufiger
  • Skepsis gegenüber dem Abbau von Bürokratie durch die Bundesregierung
  • Wichtigkeit der Unterstützung für Einwanderer betont, um Bleibeperspektiven zu sichern
  • Größte Gruppe der Auswanderer zieht nach Spanien, gefolgt von Schweiz, Italien und Kroatien
  • 60% kehren in ihr Herkunftsland zurück
  • Auswandernde Einwanderer sind jünger, leben kürzer in Deutschland und haben oft Familie im Ausland
  • 3% haben konkrete Auswanderungspläne, 30% denken über Ausreise nach
  • Mobilitätsorientierung unter den Eingewanderten bleibt bestehen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Vertriebenen durch Bürokratie
  • Negative Bewertungen von bürokratischen Prozessen
  • Kritische Haltung jüngerer Eingewanderter
  • Belastung der Bleibeperspektiven
  • Schwierigkeit, Fachkräfte langfristig zu binden
  • Gefahr um Sozialsysteme
  • Abwanderung in Herkunftsländer
  • Jüngere Auswanderer mit geringerem Verweildauer
  • Häufigere familiäre Bindungen im Ausland
  • Niedrigere Bruttostundenlöhne
  • Notwendigkeit, Abwanderung frühzeitig zu erkennen
  • Teile der Eingewanderten bleiben mobilitätsorientiert

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert: IAB-Forscherin Julia Reinold äußert sich skeptisch zur Frage, ob die Bundesregierung die Nöte der Einwanderer beim Bürokratieabbau berücksichtigt.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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