Gesundheitspolitik in Berlin: Hitzeschutz dringend gefordert
Berlin () – Der Hausärzteverband wirft der Bundesregierung Versagen beim Hitzeschutz vor. „Die Bundesregierung lässt die Praxen beim Hitzeschutz im Stich“, sagte die Bundesvorsitzende des Verbandes, Nicola Buhlinger-Göpfarth, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Den jahrelangen Ankündigungen, man werde das Thema Hitzeschutz endlich priorisieren, seien keine Taten gefolgt. Die Politik müsse endlich ihrer Verantwortung gerecht werden und handeln, statt sich darauf zu beschränken, immer wenn es heiß werde eine Absichtserklärung nach der anderen zu veröffentlichen.
Buhlinger-Göpfarth erinnerte daran, dass die damalige Bundesregierung bereits vor drei Jahren ein umfassendes Maßnahmenpaket zum Hitzeschutz angekündigt habe. Dazu habe auch gehört, die medizinische Aufklärung während Hitzewellen in Hausarztpraxen zu vergüten. „Bis heute ist de facto nichts passiert“, kritisierte die Verbandsvorsitzende. Sobald der Sommer vorbei gewesen sei, sei das Thema wieder von der politischen Agenda verschwunden.
Angesichts der aktuellen Hitzewelle sieht der Verband insbesondere ältere Menschen und chronisch Kranke in Gefahr. Eine strukturierte Beratung in Hausarztpraxen und Pflegeheimen sei deshalb unverzichtbar. Dabei gehe es nicht nur um allgemeine Hinweise, ausreichend zu trinken oder die Mittagshitze zu meiden. Oft müssten Medikamente überprüft oder angepasst und Patienten darüber informiert werden, wie hitzeempfindliche Arzneimittel wie Insulin richtig gelagert werden. „Das ist nicht trivial und kostet Zeit“, sagte Buhlinger-Göpfarth. Viele Menschen seien dabei auf die Unterstützung ihrer Hausarztpraxis angewiesen.
Die Bundesregierung müsse die aktuelle Hitzewelle nun endlich zum Anlass für konkrete Maßnahmen nehmen, forderte die Verbandsvorsitzende. „Eine vernünftig finanzierte Hitzeschutzberatung in den Praxen wäre das Minimum.“ Gleichzeitig müssten insbesondere auch die Pflegeheime in die Lage versetzt werden, ihre Bewohner vernünftig gegen Hitze zu schützen. Bei Besuchen in Pflegeheimen zeige sich immer wieder, dass dies vielerorts nicht gewährleistet sei.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet am Wochenende den Höhepunkt der aktuellen Hitzewelle. In mehreren Regionen Deutschlands werden Temperaturen von bis zu 40 Grad prognostiziert.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Arztpraxis für Allgemeinmedizin (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Nicola Buhlinger-Göpfarth
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Hausärzteverband, Bundesregierung, Funke-Mediengruppe, Deutscher Wetterdienst (DWD)
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die beschriebenen Ereignisse finden in Deutschland, insbesondere in Berlin, statt.
Worum geht es in einem Satz?
Der Hausärzteverband kritisiert die Bundesregierung scharf für ihre Untätigkeit beim Hitzeschutz und fordert konkrete Maßnahmen, insbesondere für vulnerable Gruppen, anstatt nur wiederholte Absichtserklärungen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Versagen der Bundesregierung beim Hitzeschutz
- Fehlende Taten nach Ankündigungen
- Jahrelanger Druck auf das Thema Hitzeschutz
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- Notwendigkeit der Unterstützung durch Hausarztpraxen
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Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Hausärzteverband wirft Bundesregierung Versagen beim Hitzeschutz vor
- Aussage von Nicola Buhlinger-Göpfarth über fehlende Taten nach Ankündigungen
- Forderung nach Verantwortung der Politik und konkretem Handeln
- Erinnerung an vor drei Jahren angekündigtes Hitzeschutzmaßnahmenpaket
- Kritik an fehlender Vergütung für medizinische Aufklärung in Hausarztpraxen
- ältere Menschen und chronisch Kranke als besonders gefährdet
- Notwendigkeit strukturierter Beratungen in Hausarztpraxen und Pflegeheimen
- Forderung nach besserer Finanzierung von Hitzeschutzberatung
- Mangelnder Schutz der Pflegeheimbewohner an vielen Orten
- Prognose des Deutschen Wetterdienstes für Temperaturen bis zu 40 Grad
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Versäumnis der Bundesregierung beim Hitzeschutz
- Gefährdung älterer Menschen und chronisch Kranker
- Fehlende strukturierte Beratung in Hausarztpraxen und Pflegeheimen
- Notwendigkeit der Überprüfung und Anpassung von Medikation
- Mangelnde Unterstützung für Patienten
- Wiederkehrendes Verschwinden des Themas von der politischen Agenda
- Bedarf an konkreten Maßnahmen zur Hitzeschutzberatung
- Unzureichende Schutzmaßnahmen in Pflegeheimen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Nicola Buhlinger-Göpfarth, die Bundesvorsitzende des Hausärzteverbands, kritisiert die Bundesregierung für ihr Versagen beim Hitzeschutz und fordert konkrete Maßnahmen.
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