Energiepolitik in Deutschland: Dringender Netzausbau notwendig
Berlin () – Der Bundesverband der Deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) übt deutliche Kritik am Engagement der Bundesregierung beim Ausbau der Stromnetze. In einem Positionspapier fordert der Lobbyverband eine massive Beschleunigung des Netzausbaus – unter anderem, indem Umweltprüfungen verkürzt werden.
„Der Gesetzgeber muss Maßnahmen ergreifen, die zu einer spürbaren Beschleunigung des Netzausbaus schnell und wirksam beitragen“, heißt es in dem Schreiben, aus dem der „Spiegel“ berichtet. Die Zeit dränge. „Wichtig ist, dass wir den Stromnetzausbau vorantreiben.“ Ein „konsequenter Leitungsausbau“ sei einer der „wichtigsten Hebel, um die Energiewende erfolgreich zu machen“, so der BDEW. Derzeit, so kritisiert der Verband, dauere es zehn Jahre, bis eine 110-Kilovolt-Leitung fertiggestellt sei. Dies sei „für einen Industriestandort wie Deutschland inakzeptabel“.
Die Koalition habe ein wirksames Instrument, das sie bislang allerdings nicht nutze: das Infrastruktur-Zukunftsgesetz. Das Regelwerk soll unter anderem die Nutzung des Infrastruktur-Sondervermögens im Volumen von 500 Milliarden Euro vereinfachen. Doch bislang hängt es im Parlament fest. „Das Gesetz muss dringend um Belange der Energiewirtschaft erweitert werden“, fordert der BDEW.
„Die Stromnetze sind das Rückgrat der Energiewende“, sagte Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, dem „Spiegel“. Angesichts des anhaltenden Zubaus an dezentraler Einspeisung und Last sei ein „weiterer Ausbau zentral für den Standort Deutschland“. „Die Politik muss daher jetzt handeln und Planungs- und Genehmigungsprozesse wirksam beschleunigen“, so Andreae.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Die vollständigen Namen von Personen im Artikel sind: Kerstin Andreae.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesverband der Deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Bundesregierung, "Spiegel", Koalition, Infrastruktur-Zukunftsgesetz.
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.
Worum geht es in einem Satz?
Der Bundesverband der Deutschen Energie- und Wasserwirtschaft kritisiert die Bundesregierung für die langsame Umsetzung des Stromnetzausbaus und fordert eine drastische Beschleunigung durch verkürzte Umweltprüfungen sowie die Nutzung des Infrastruktur-Zukunftsgesetzes.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Kritik am langsamen Ausbau der Stromnetze
- Forderung nach Beschleunigung der Umweltprüfungen
- Aktuelle Bauzeit von zehn Jahren für 110-Kilovolt-Leitungen
- Hinweis auf das Infrastruktur-Zukunftsgesetz
- Notwendigkeit eines konsequenten Leitungsausbaus für die Energiewende
- Anstieg dezentraler Energieeinspeisung und Lasten
- Dringlichkeit für politische Maßnahmen zur Beschleunigung der Prozesse
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- BDEW kritisiert Engagement der Bundesregierung beim Stromnetzausbau
- fordert massive Beschleunigung des Netzausbaus
- Umweltprüfungen sollen verkürzt werden
- Gesetzgeber muss Maßnahmen zur spürbaren Beschleunigung ergreifen
- Stromnetzausbau ist wichtig für Energiewende
- Acht Jahre für Fertigstellung einer 110-KV-Leitung sind inakzeptabel
- Infrastruktur-Zukunftsgesetz muss zur Nutzung des Infrastruktur-Sondervermögens erweitert werden
- Politisches Handeln zur Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsprozessen gefordert
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Massive Beschleunigung des Netzausbaus gefordert
- Verkürzung von Umweltprüfungen gefordert
- Notwendigkeit eines konsequenten Leitungsausbaus betont
- Mangelnde Effizienz wird kritisiert
- Infrastruktur-Zukunftsgesetz muss besser genutzt werden
- Gesetz soll um Belange der Energiewirtschaft erweitert werden
- Dringender Handlungsbedarf der Politik hervorgehoben
- Planungs- und Genehmigungsprozesse müssen beschleunigt werden
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Kerstin Andreae, der Vorsitzenden der BDEW-Hauptgeschäftsführung, zitiert, in der sie betont, dass ein weiterer Ausbau der Stromnetze zentral für den Standort Deutschland sei und die Politik jetzt handeln müsse.
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