Wirtschaft: Kritik an EU-Berichtspflichten in Berlin
Berlin () – Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hat die geplante Vereinfachung der EU-Richtlinie zur sogenannten Nachhaltigkeitsberichterstattung als unzureichend kritisiert.
Brüssel habe zwar „wichtige Vereinfachungen auf den Weg gebracht“, sagte BDA-Präsident Rainer Dulger der „Welt“ (Freitagausgabe). „Bei der Sozialberichterstattung droht derzeit aber das Gegenteil.“
Vieles, was Unternehmen künftig berichten sollten, sei bereits gesetzlich geregelt oder Gegenstand anderer EU-Vorgaben. Dulger fürchtet, dass Betriebe dieselben Informationen bald mehrfach erfassen und offenlegen müssen. „Das kostet viel Mühe und Geld“, sagte er.
Gemäß der Richtlinie sollen Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten und 450 Millionen Euro Umsatz ab 2027 die Folgen ihres Handelns auf die Umwelt, die eigenen Angestellten und die weitere Gesellschaft analysieren. Mehr als 1.000 Datenpunkte müssen nach der aktuellen Version erfasst werden.
Die EU-Kommission kündigte kürzlich an, das zu ändern. Ein Sprecher der Behörde sagte der Zeitung nun, man habe „die Zahl der Datenpunkte in den sozialen Standards um 53 bis 64 Prozent reduziert“. Zudem gebe es eine „Verringerung der narrativen Berichtspflichten um mehr als 60 Prozent“. Damit sind textliche Erläuterungen gemeint.
Der Interessensverband erwartet jedoch, dass der tatsächliche Berichtsaufwand für europäische Unternehmen trotzdem nur um zehn bis 20 Prozent sinken und in einigen Bereichen sogar steigen werde. Denn viele Änderungen, kritisiert der BDA, ergäben sich aus der Beseitigung von Doppelungen und der Streichung von Anforderungen, die ohnehin einfach zu erfüllen waren.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Rainer Dulger
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:
Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), EU-Kommission
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, Brüssel
Worum geht es in einem Satz?
Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände kritisiert die geplante Vereinfachung der EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung als unzureichend und warnt, dass trotz angekündigter Erleichterungen der tatsächliche Berichtsaufwand für Unternehmen nur begrenzt sinken könnte.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Geplante Vereinfachung der EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung
- Kritik der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)
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- Befürchtete unzureichende Reduzierung des Berichtsaufwands
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- BDA kritisiert geplante Vereinfachung der EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung als unzureichend
- Rainer Dulger betont wichtige Vereinfachungen, jedoch droht bei Sozialberichterstattung das Gegenteil
- Unternehmen müssen möglicherweise bereits gesetzlich geregelte Informationen mehrfach erfassen
- BDA erwartet hohen Aufwand und Kosten durch zusätzliche Berichtsanforderungen
- EU-Kommission reduziert Zahl der Datenpunkte in sozialen Standards um 53 bis 64 Prozent
- Narrative Berichtspflichten werden um mehr als 60 Prozent verringert
- BDA prognostiziert nur moderate Senkung des Berichtsaufwands um 10 bis 20 Prozent in einigen Bereichen sogar Anstieg
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Kritik an der EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung
- Gefahr von mehrfacher Erfassung und Offenlegung von Informationen
- Hohe Kosten für Unternehmen durch zusätzlichen Aufwand
- Erwarteter Rückgang des Berichtsaufwands nur um 10 bis 20 Prozent
- Mögliche Steigerung des Aufwands in bestimmten Bereichen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. BDA-Präsident Rainer Dulger äußert, dass die geplante Vereinfachung der EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung als unzureichend kritisiert wird und dass viele Unternehmen dadurch mehr Mühe und Geld investieren müssen.
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