Gesellschaft: Kritik an Israels Sicherheitsbehörden im Westjordanland
Berlin () – Die Deutsch-Israelische Gesellschaft hat das Vorgehen israelischer Sicherheitsbehörden im Westjordanland und zudem die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisiert.
Die zunehmende Gewalt von Siedlern im Westjordanland gegen Palästinenser mache die Gesellschaft besorgt, sagte ihr Vorsitzender, Volker Beck, dem „Tagesspiegel“ (Donnerstagausgabe). Diese Gewalt sei auch nicht durch palästinensischen Terror zu rechtfertigen, der nicht allein von der Hamas ausgehe.
Israel sei ein demokratischer Rechtsstaat, der sein Gewaltmonopol durchsetzen müsse, so Beck. Allein Polizei und Militär seien „berufen, jenseits der unmittelbaren Selbstverteidigung mit Gewalt gegen Terroristen vorzugehen“. Die israelischen Sicherheitsbehörden unternähmen nicht genug, um „diesen Rassisten Einhalt zu gebieten“.
Gleichzeitig kritisierte Beck die Hilfsorganisation Amnesty International scharf. Die Menschenrechtsorganisation setze ihre „Verteufelungsstrategie gegen Israel“ fort. Mit „Buzzwords“ wie Apartheid, Genozid und ethnische Säuberungen stelle Amnesty seit Jahren Israel „als das Erzböse hin“ und überziehe dabei das Maß der Ernsthaftigkeit von Kritik, die in der Sache zum Teil gerechtfertigt sei. Amnesty messe systematisch bei Israel mit zweierlei Maß, behauptete er. Beck monierte, dass Amnesty Annexionen und Vertreibungen in anderen Ländern nicht in gleichem Maße anprangere.
Die Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland, Julia Duchrow, hatte zudem weitere Annexionsschritte im Westjordanland angesprochen. Mehrere Staaten, darunter die USA, hatten vor entsprechenden Plänen gewarnt. Beck widersprach dieser Einordnung. Israel habe westlich des Jordans keine Annexionen vorgenommen.
Er kritisierte zudem die Forderung nach Aussetzung des Assoziierungsabkommens der EU und Israels. Diese Forderung sei von antisemitischem Furor getrieben. Die europäische Wirtschaft und Sicherheit profitierten von der Kooperation mit Israel, sagte der Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Man würde sich ins eigene Fleisch schneiden.
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍
Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.
Top 3
| Platz | Name | Punkte | Siege |
|---|---|---|---|
| Lade Rangliste ... | |||
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Israelische Fahne an der Knesset (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Volker Beck, Julia Duchrow
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Deutsch-Israelische Gesellschaft, Amnesty International, Hamas, USA, EU
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Westjordanland, Israel, Berlin.
Worum geht es in einem Satz?
Die Deutsch-Israelische Gesellschaft kritisiert sowohl die israelischen Sicherheitsbehörden für unzureichende Maßnahmen gegen Siedlergewalt im Westjordanland als auch Amnesty International für eine einseitige Kritisierung Israels und bezeichnet deren Vorgehen als antisemitisch und unverhältnismäßig.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Zunehmende Gewalt von Siedlern im Westjordanland gegen Palästinenser
- Kritik an den israelischen Sicherheitsbehörden für unzureichendes Handeln
- Diskussion um die Menschenrechtsorganisation Amnesty International und deren Berichterstattung
- Vorwürfe von zweierlei Maß bei der Evaluierung von Israels Handlungen im Vergleich zu anderen Ländern
- Erwähnung von Annexionsschritten im Westjordanland und internationale Warnungen dazu
- Forderung nach Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Deutsch-Israelische Gesellschaft kritisiert israelische Sicherheitsbehörden
- Vorsitzender Volker Beck äußert Besorgnis über Gewalt von Siedlern
- Gewalt sei nicht durch palästinensischen Terror zu rechtfertigen
- Israel müsse Gewaltmonopol durchsetzen
- Sicherheitsbehörden unternähmen nicht genug gegen Rassisten
- Beck kritisiert Amnesty International als "Verteufelungsstrategie" gegen Israel
- Amnesty stelle Israel als "Erzböse" dar
- Vorwurf der doppelmoralischen Maßstäbe bei Kritik an Israel
- Generalsekretärin von Amnesty spricht von Annexionsschritten im Westjordanland
- Beck widerspricht Annexionen westlich des Jordans
- Kritik an Forderung nach Aussetzung des EU-Israel-Assoziierungsabkommens
- Beck bezeichnet Forderung als von antisemitischem Furor getrieben
- Kooperation mit Israel wichtig für europäische Sicherheit und Wirtschaft
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Besorgnis über zunehmende Gewalt im Westjordanland
- Unzureichendes Vorgehen der israelischen Sicherheitsbehörden gegen Siedlergewalt
- Kritik an Amnesty International für vermeintliche Verzerrung der Realität
- Vorwurf der zweierlei Maß bei der Kritik an Israel
- Warnungen mehrerer Staaten vor Annexionsplänen
- Ablehnung der Forderung nach Aussetzung des Assoziierungsabkommens
- Wirtschaftliche und sicherheitspolitische Nachteile für Europa durch Ende der Zusammenarbeit mit Israel
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Volker Beck, der Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, äußert sich kritisch zur Gewalt von Siedlern im Westjordanland und zur Menschenrechtsorganisation Amnesty International.
- Vollbrand einer Lkw-Zugmaschine auf A1 bei Schwelm - 30. Juli 2026
- Feuerwehr Gronau löscht Dachstuhlbrand in der Herzogstraße - 30. Juli 2026
- Brand eines Wohnhauses in Kastl – mehrere Personen verletzt - 30. Juli 2026

