Waigel fordert Grundsatzdiskussion über CSU-Ausrichtung

Waigel fordert Grundsatzdiskussion über CSU-Ausrichtung

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CSU diskutiert Zukunftsperspektiven in München

München () – Der CSU-Ehrenvorsitzende und ehemalige Bundesfinanzminister Theo Waigel hat eine „grundlegende, tiefgehende Diskussion“ über die Ausrichtung seiner Partei gefordert. Dies solle im Rahmen einer Klausurtagung oder einer Grundsatzkommission geschehen, sagte Waigel der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitagausgabe).

Bei dieser sollten neben CSU-Leuten auch Theologen, politische Philosophen und gesellschaftliche Gruppen über die Ausrichtung der Partei sprechen. Erst danach könne ein Parteitag sich damit beschäftigen.

Waigel reagierte damit auf den „Pfingstbrief“ des stellvertretenden CSU-Vorsitzenden Manfred Weber, der der Partei inhaltliche Schwächen vorgeworfen und eine Politik kritisiert hatte, die vor allem auf „Schlagzeilen“ und „Klickzahlen“ abziele. Webers Brief sei ein „Weckruf“ an die Partei, sagte Waigel.

Die CSU müsse überlegen, wie man wieder ein „Demokratie- und Parteiprojekt“ schaffe. Man müsse das eigene Verhalten stärker reflektieren und parteiintern mehr diskutieren. „Kritik ist legitim, aber Selbstkritik muss jeder üben. Ich glaube, wir haben alle Anlass, darüber nachzudenken und unseren politischen Diskurs zu verbessern“, so Waigel.

Als „Abrechnung“ will der CSU-Ehrenvorsitzende den Brief Webers jedoch nicht verstanden wissen. Kritik an Parteivorsitzenden sei nichts Ungewöhnliches, sagte Waigel auch mit Blick auf seine eigene Vergangenheit als CSU-Chef. Früher habe es deutlich mehr Auseinandersetzungen gegeben als heute. Waigel sagte, Söder solle den Brief nicht als „Majestätsbeleidigung“, sondern gelassen aufnehmen – und dessen programmatische Vorschläge „offensiv“.

Der Ehrenvorsitzende machte zudem klar, dass er sich mehr Breite an der CSU-Spitze wünscht. „Dazu habe ich Markus Söder vor einiger Zeit einen Spruch vom Philosophen Max Müller gesagt: `Sei so, wie nur du sein kannst, lass aber andere so sein, wie nur sie sein können.`“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Theo Waigel, Manfred Weber, Markus Söder, Max Müller

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

CSU, Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Manfred Weber, Max Müller

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: München.

Worum geht es in einem Satz?

Der ehemalige Bundesfinanzminister Theo Waigel fordert eine umfassende Diskussion über die zukünftige Ausrichtung der CSU, um ihre Inhalte zu stärken und sie weg von einer reinen Schlagzeilen-Politik zu führen, während er eine offene Auseinandersetzung innerhalb der Partei anregt.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Aufforderung von Theo Waigel zur Diskussion über die CSU-Ausrichtung
  • Wunsch nach Klausurtagung oder Grundsatzkommission
  • Kritik von Manfred Weber im "Pfingstbrief" an inhaltlichen Schwächen der Partei
  • Vorwurf an die CSU, sich auf Schlagzeilen und Klickzahlen zu konzentrieren
  • Notwendigkeit zur Selbstreflexion und interner Diskussion in der Partei
  • Waigels Anmerkung zur Historie der internen Auseinandersetzungen in der CSU
  • Bitte an Markus Söder, Webers Brief gelassen aufzunehmen und programmatische Vorschläge offen zu diskutieren
  • Wunsch nach mehr Vielfalt in der CSU-Spitze

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Theo Waigel fordert grundlegend tiefgehende Diskussion über die CSU-Ausrichtung
  • Klausurtagung oder Grundsatzkommission mit Theologen, politischen Philosophen und gesellschaftlichen Gruppen angeregt
  • Anstoß durch Manfred Webers "Pfingstbrief" mit Hinweis auf inhaltliche Schwächen der Partei
  • Weber sieht Kritik an einer Politik, die auf Schlagzeilen und Klickzahlen abzielt
  • Waigel bezeichnet Webers Brief als "Weckruf" an die Partei
  • CSU soll sich als Demokratie- und Parteiprojekt neu orientieren
  • Betonung auf Selbstkritik und mehr interner Diskussion
  • Waigel sieht Kritik an Parteivorsitzenden als normal an
  • Empfehlung an Söder, Webers Brief gelassen zu nehmen und programmatische Vorschläge offensiv zu betrachten
  • Forderung nach mehr Breite an der CSU-Spitze

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Grundlegende Diskussion über die Ausrichtung der CSU gefordert
  • Klausurtagung oder Grundsatzkommission empfohlen
  • Einbeziehung von Theologen, politischen Philosophen und gesellschaftlichen Gruppen vorgeschlagen
  • Parteitag zur Behandlung der Themen nötig
  • Notwendigkeit der Reflexion des eigenen Verhaltens betont
  • Forderung nach mehr interner Diskussion
  • Selbstkritik als wichtig erachtet
  • Anregung zur Verbesserung des politischen Diskurses gegeben
  • Wunsch nach mehr Breite an der CSU-Spitze geäußert
  • Aufforderung an Söder, Kritik gelassen aufzunehmen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Theo Waigel zitiert. Er fordert eine "grundlegende, tiefgehende Diskussion" über die Ausrichtung der CSU und betont, dass Kritik und Selbstkritik legitim seien.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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