Gesellschaftliche Forderungen in Deutschland stärken
Berlin () – Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Hermann Gröhe, fordert eine Verdoppelung des Taschengeldes für junge Menschen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvieren. Dies sei auch nötig, um angesichts des finanziell lukrativen Wehrdienstes genügend Freiwillige zu gewinnen, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben).
„Hier muss in der Tat mehr geschehen“, so Gröhe. Bei einem Taschengeld von ungefähr 400 Euro im Freiwilligendienst könnten sich wahrlich nicht alle jungen Menschen einen solchen Dienst an unserem Gemeinwesen leisten.
Dieses Taschengeld sollte daher mindestens die Höhe des Bafög-Höchstsatzes von rund 990 Euro haben. Hinzukommen sollte ein Deutschlandticket. Das wäre insgesamt noch immer weit weniger als der Wehrsold von 2.600 Euro. Dies würde aber die Möglichkeiten für junge Menschen erhöhen, einen Freiwilligendienst zu machen, auch wenn sie aus Familien kommen, die jeden Cent umdrehen müssten, so Gröhe.
Der DRK-Präsident mahnte für ehrenamtliche Helfer beim Roten Kreuz zudem einen gesetzlichen Anspruch auf Freistellung von ihren Arbeitgebern an. Man habe einen erfreulichen Zuwachs bei den Helfern. „Und mehr als jede dritte Person davon ist unter 30 Jahre alt. Diese Freiwilligen haben wahrlich Rückenwind verdient“, sagte er.
Anders als bei Feuerwehr und THW gebe es jedoch für die Ausbildung in den anerkannten Hilfsorganisationen keinen einheitlich geregelten Anspruch auf Freistellung. Das sei ungerecht und müsse sich ändern – zumal, wenn man in den Blick nehme, was die Menschen leisten. Man werde sich immer wieder anstrengen müssen, Menschen für das Ehrenamt zu gewinnen und zu halten.
Das Deutsche Rote Kreuz hat insgesamt 470.000 Freiwillige.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | DRK-Helfer (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Hermann Gröhe
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Deutsches Rotes Kreuz, Hermann Gröhe, Redaktionsnetzwerk Deutschland, Bafög, THW, Feuerwehr
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Hermann Gröhe, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, fordert die Verdopplung des Taschengeldes für Freiwillige im Sozialen Jahr auf mindestens 990 Euro sowie ein Deutschlandticket, um mehr junge Menschen für diesen Dienst zu gewinnen und einen gesetzlichen Anspruch auf Freistellung von Arbeitgebern einzuführen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Forderung nach Verdopplung des Taschengeldes für Freiwillige im FSJ
- Wettbewerb mit finanziell lukrativem Wehrdienst
- Aktuelles Taschengeld von etwa 400 Euro unzureichend
- Hinweis auf Bafög-Höchstsatz von rund 990 Euro
- Vorschlag für Deutschlandticket als zusätzliche Unterstützung
- Fehlende gesetzliche Regelung für Freistellung von Arbeitgebern
- Zunahme junger Freiwilliger beim DRK
- Ungleichheit im Vergleich zu Feuerwehr und THW
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Hermann Gröhe fordert Verdopplung des Taschengeldes für FSJler auf ca. 800 Euro
- Ziel ist Gewinnung von mehr Freiwilligen angesichts lukrativer Wehrdienstangebote
- Taschengeld soll mindestens Bafög-Höchstsatz von rund 990 Euro erreichen
- Vorschlag für Einführung eines Deutschlandtickets für Freiwillige
- Forderung nach gesetzlichem Anspruch auf Freistellung für ehrenamtliche Helfer
- Anstieg der Helfer unter 30 Jahren wird als positiv hervorgehoben
- Differenzierung zwischen Ausbildung in Hilfsorganisationen und anderen Einrichtungen wird kritisiert
- DRK hat insgesamt 470.000 Freiwillige
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Forderung nach Verdopplung des Taschengeldes für FSJ
- Notwendigkeit, mehr Freiwillige zu gewinnen
- Erhöhung der Zugänglichkeit für junge Menschen aus einkommensschwachen Familien
- Vorschlag eines Deutschlandtickets für Freiwillige
- Gesetzlicher Anspruch auf Freistellung für ehrenamtliche Helfer
- Ungleichheit bei Ansprüchen auf Freistellung für verschiedene Hilfsorganisationen
- Bedarf für Anstrengungen zur Gewinnung und Bindung von Ehrenamtlichen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Hermann Gröhe, dem Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes, zitiert. Er fordert eine Verdoppelung des Taschengeldes für junge Menschen im Freiwilligen Sozialen Jahr, um mehr Freiwillige zu gewinnen.
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