Umfrage: Araber in Israel fühlen sich heimisch

Umfrage: Araber in Israel fühlen sich heimisch

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Gesellschaft Israels: Arabische Perspektiven und Herausforderungen

Tel Aviv () – Eine Mehrheit der israelischen Staatsbürger mit arabischer Herkunft fühlt sich in Israel heimisch und wirtschaftlich abgesichert – aber in ihrer persönlichen Sicherheit bedroht. Das ergab eine neue Umfrage der Konrad-Adenauer-Stiftung in Israel, über die die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ berichten.

Als Grund für das Gefühl der Unsicherheit geben die meisten Befragten jedoch keine staatlichen Übergriffe oder die aktuellen Kriege an, sondern Gewalt innerhalb der arabischen Community (52 Prozent). Kriegssorgen treiben etwa ein Fünftel der Befragten um (22 Prozent), während sich nur eine Minderheit von 8,6 Prozent in „wirtschaftlichen Schwierigkeiten“ sieht. Die Lage der Palästinenser in Gaza besorgt lediglich 7,4 Prozent der Araber in Israel.

Mehr als einer von fünf Staatsbürgern Israels ist Araber: Rund zwei Millionen der Israelis sind arabischstämmig, die meisten davon palästinensisch. Die eigene wirtschaftliche Gesamtlage beschreiben fast drei Viertel der Befragten (68,3 Prozent) als gut. Die Hälfte erklärte, ihr Zugehörigkeitsgefühl zum Staat Israel sei insgesamt stark (53,3 Prozent). Gut 44 Prozent nannten es schwach.

Eine klare Mehrheit (59,4 Prozent) glaubt, dass die Beziehungen zwischen Arabern und Juden in Israel derzeit „nicht gut“ sind. Dennoch erklärten die meisten Befragten (64 Prozent), dass sie an eine arabisch-jüdische politische Partnerschaft glauben. Allerdings denken nur vier von zehn israelischen Arabern, dass auch ihre jüdischen Mitbürger eine solche Zusammenarbeit befürworten. Dass die einzige realistische Lösung für den israelisch-palästinensischen Konflikt die Errichtung von zwei Staaten auf Basis der Grenzen von 1967 ist, glaubt knapp die Hälfte der arabischen Israelis (46,4 Prozent). Nur 18,7 Prozent sehen als Lösung einen einheitlichen Staat vom Jordan bis zum Mittelmeer, der von Israelis und Palästinensern gemeinsam bewohnt wird.

An der für den 27. Oktober 2026 geplanten Parlamentswahl will nach heutigem Stand die Hälfte der Befragten teilnehmen. Würden sich die vier arabischen Parteien in Israel allerdings zu einer Gemeinsamen Liste zusammentun, könnte die arabische Wahlbeteiligung dadurch auf den Rekordwert von 67 Prozent ansteigen und einem solchen Bündnis 16 Sitze in der Knesset verschaffen. Eine große Mehrheit (77,2 Prozent) wünscht sich zudem die Einbeziehung einer arabischen Partei in eine künftige Regierungskoalition.

Für die Umfrage im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung befragten die Universität Tel Aviv und das Forschungsinstitut „Stat-Net“ im April und Mai telefonisch 500 arabische Erwachsene in Israel in ihrer Muttersprache.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Muslime in Jerusalemer Altstadt (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Im Artikel kommen keine spezifischen Personen mit vollständigen Namen vor. Der Artikel bezieht sich allgemein auf die israelischen Staatsbürger mit arabischer Herkunft, ohne individuelle Namen zu nennen.

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Konrad-Adenauer-Stiftung, Redaktionsnetzwerk Deutschland, Universität Tel Aviv, Stat-Net.

Wann ist das Ereignis passiert?

Der Zeitraum, in dem das beschriebene Ereignis stattfand, ist "April und Mai" 2023.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die beschriebenen Ereignisse finden in Israel, insbesondere in Tel Aviv und der Jerusalemer Altstadt, sowie in der arabischen Gemeinschaft in Israel statt.

Worum geht es in einem Satz?

Eine Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der arabischen Israelis sich in Israel heimisch und wirtschaftlich abgesichert fühlt, jedoch ihre persönliche Sicherheit aufgrund von Gewalt innerhalb der eigenen Community als bedroht empfindet, während die politische Partnerschaft mit Juden und die Hoffnung auf eine Zwei-Staaten-Lösung mehrheitlich bejaht werden.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Mehrheit der israelischen Araber fühlt sich heimisch und wirtschaftlich abgesichert
  • Empfinden persönliche Sicherheit als bedroht
  • Gewalt innerhalb der arabischen Community als Hauptgrund für Unsicherheit (52 Prozent)
  • Kriegssorgen als Bedrohung für etwa ein Fünftel der Befragten (22 Prozent)
  • Niedrige Besorgnis über wirtschaftliche Schwierigkeiten (8,6 Prozent)
  • Geringe Besorgnis über die Lage der Palästinenser in Gaza (7,4 Prozent)
  • Rund zwei Millionen arabischstämmige Israelis
  • 68,3 Prozent empfinden ihre wirtschaftliche Lage als gut
  • 53,3 Prozent haben starkes Zugehörigkeitsgefühl zu Israel
  • 59,4 Prozent sehen Beziehungen zwischen Arabern und Juden als nicht gut
  • 64 Prozent glauben an arabisch-jüdische politische Partnerschaft
  • 46,4 Prozent unterstützen die Zwei-Staaten-Lösung
  • 50 Prozent planen Teilnahme an geplanter Parlamentswahl
  • Wunsch nach Einbeziehung arabischer Partei in Regierungskoalition (77,2 Prozent)

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Nein.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Mehrheit der arabischen Staatsbürger fühlt sich in Israel bedroht
  • Hohe Wahrnehmung von Unsicherheit durch Gewalt innerhalb der arabischen Community
  • Sorge um Krieg bei einem Fünftel der Befragten
  • Nur eine Minderheit sieht sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten
  • Mehrheit glaubt an eine arabisch-jüdische politische Partnerschaft
  • Skepsis über die Unterstützung dieser Partnerschaft durch jüdische Mitbürger
  • Glaube an die Zwei-Staaten-Lösung ist verbreitet
  • Potenzial für erhöhte Wahlbeteiligung bei einer gemeinsamen Liste der arabischen Parteien
  • Wunsch nach Einbeziehung einer arabischen Partei in Regierungskoalition

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Im Artikel wird keine Stellungnahme oder Reaktion einer Person oder Organisation zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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