Wirtschaftliche Prognosen für Deutschland 2026-2030
Berlin () – Bund, Länder und Kommunen müssen in den nächsten Jahren mit deutlich geringeren Steuereinnahmen rechnen als noch im letzten Herbst prognostiziert.
Gegenüber der Oktober-Schätzung des letzten Jahres werden die gesamten Steuereinnahmen in den Jahren 2026 bis 2030 um rund 87 Milliarden Euro niedriger ausfallen als noch vor wenigen Monaten erhofft, so das Ergebnis der Steuerschätzung, die Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) am Donnerstag vorstellte. Dabei werden in jedem Jahr etwa 17 bis 18 Milliarden Euro weniger erwartet als noch im Herbst.
Insbesondere der Bund muss den größten Rückgang hinnehmen, um 52 Milliarden Euro wird seine Steuerschätzung für den Prognosezeitraum 2026 bis 2030 nach unten korrigiert. Für die Gemeinden sind es rund 24 Milliarden Euro weniger, für die Länder rund 16 Milliarden Euro. Lediglich die EU-Steuern werden bis 2030 um rund fünf Milliarden Euro höher ausfallen, so die aktuelle Erwartung der Steuerschätzer.
Insgesamt werden für 2026 Steuereinnahmen in Höhe von 998,8 Milliarden Euro erwartet, in 2027 soll dann die Billionen-Marke überschritten werden mit Steuereinnahmen von 1033,4 Milliarden Euro. Bis 2030 sollen die Einnahmen auf 1.138 Milliarden Euro ansteigen – und damit eben etwas langsamer als im letzten Jahr noch erwartet.
„Die heutige Steuerschätzung zeigt, wie sehr uns der Iran-Krieg wirtschaftlich schadet“, sagte Klingbeil am Donnerstag. „Trumps verantwortungsloser Krieg und der daraus resultierende weltweite Energiepreis-Schock bremsen die positive wirtschaftliche Dynamik vorerst aus.“
Die aktuelle Lage bleibe von großen Unsicherheiten geprägt, so der Minister weiter. Das erfordere permanentes Krisenmanagement. „Dazu gehören unsere Sofortmaßnahmen zur Entlastung angesichts der hohen Energiepreise.“ Man bereite sich darauf vor, „jederzeit zu handeln, wenn die Krise sich weiter zuspitzt“. Gleichzeitig zeigten die Zahlen: „Wir müssen weiter hart daran arbeiten, dass wir krisenfester und unabhängiger werden. Wir setzen deshalb auf Investitionen und Reformen, um Deutschland stärker zu machen“, so Klingbeil. Oberstes Ziel bleibe, „dass wir Arbeitsplätze sichern, neue Jobs schaffen und für Wirtschaftswachstum sorgen.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Lars Klingbeil am 07.05.2026 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Lars Klingbeil
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bund, Länder, Kommunen, Bundesfinanzminister, SPD, EU
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Datum des beschriebenen Ereignisses ist der 07. Mai 2026.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Bund, Länder und Kommunen müssen bis 2030 mit einem Rückgang der Steuereinnahmen um etwa 87 Milliarden Euro rechnen, was auf wirtschaftliche Unsicherheiten und globale Herausforderungen, insbesondere den Iran-Krieg und dessen Auswirkungen auf die Energiepreise, zurückzuführen ist.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Geringere Steuerprognosen als erwartet
- Rückgang der Steuereinnahmen um rund 87 Milliarden Euro bis 2030
- Abweichungen gegenüber der Schätzung des letzten Herbstes
- Größte Einbußen beim Bund (52 Milliarden Euro)
- Einfluss des Iran-Kriegs auf die Wirtschaft
- Weltweiter Energiepreis-Schock
- Unsicherheiten in der aktuellen Lage
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Bund, Länder und Kommunen erwarten deutlich geringere Steuereinnahmen
- Gesamte Steuereinnahmen in den Jahren 2026 bis 2030 um rund 87 Milliarden Euro niedriger
- Bund erhält 52 Milliarden Euro weniger, Gemeinden 24 Milliarden, Länder 16 Milliarden
- EU-Steuern sollen um rund fünf Milliarden Euro höher ausfallen
- Steuereinnahmen für 2026: 998,8 Milliarden Euro, 2027: 1.033,4 Milliarden Euro, 2030: 1.138 Milliarden Euro
- Lars Klingbeil betont wirtschaftliche Schäden durch den Iran-Krieg und Energiepreis-Schock
- Minister erwähnt Notwendigkeit von Krisenmanagement und Sofortmaßnahmen
- Fokus auf Investitionen und Reformen zur Stärkung Deutschlands
- Ziel: Arbeitsplätze sichern, neue Jobs schaffen und Wirtschaftswachstum fördern
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Deutlich geringere Steuereinnahmen für Bund, Länder und Kommunen
- Rückgang der Steuereinnahmen um rund 87 Milliarden Euro bis 2030
- Größter Rückgang beim Bund um 52 Milliarden Euro
- Gemeinden verlieren rund 24 Milliarden Euro
- Länder verzeichnen einen Rückgang um rund 16 Milliarden Euro
- Ungewisse wirtschaftliche Lage erfordert permanentes Krisenmanagement
- Notwendigkeit von Sofortmaßnahmen zur Entlastung bei hohen Energiepreisen
- Vorbereitung auf weiteres Handeln bei Zuspitzung der Krise
- Fokus auf Investitionen und Reformen zur Stärkung Deutschlands
- Sicherung von Arbeitsplätzen und Schaffung neuer Jobs
- Förderung von Wirtschaftswachstum
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil zitiert, in der er die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die Steuereinnahmen thematisiert.
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