Politik: Oberster Gerichtshof zu Gerrymandering in Louisiana
Washington () – Der Oberste Gerichtshof der USA hat am Mittwoch die Einrichtung eines zweiten Kongresswahlbezirks mit mehrheitlich schwarzer Bevölkerung in Louisiana als verfassungswidriges Gerrymandering aus rassistischen Gründen eingestuft. Die Richter bestätigten ein Urteil eines Bundesgerichts, das dem Bundesstaat die Verwendung der Wahlkreiskarte untersagte.
Das Urteil am Supreme Court fiel mit sechs zu drei Stimmen, wobei sich die von republikanischen Präsidenten ernannten Richter durchsetzen. 2019 und 2024 hatte das Gericht ebenfalls in Entscheidungen entlang von Parteilinien Wahlkreiszuschnitte erlaubt, bei denen mehrheitlich weiße Wahlkreise entstanden waren oder zementiert wurden.
Die Verfassung erlaube es einem Bundesstaat so gut wie nie, aufgrund der Rasse zu diskriminieren, argumentierte nun der Richter Samuel Alito für die Mehrheit. Die Richterin Elena Kagan warf der Gerichtsmehrheit hingegen vor, das im Zuge der Bürgerrechtsbewegung 1965 eingeführte Wahlrechtsgesetz abzuschaffen.
Der Voting Rights Act habe einen beeindruckenden Wandel eingeleitet und diese Nation der Verwirklichung der Ideale von Demokratie und Rassengleichheit nähergebracht, schrieb sie. „Und es wurde wiederholt und mit überwältigender Mehrheit von den Volksvertretern im Kongress verlängert. Nur sie haben das Recht, zu sagen, dass es nicht mehr benötigt wird – nicht die Mitglieder dieses Gerichts“, so Kagan. „Ich lehne daher dieses jüngste Kapitel in der nun vollendeten Aushöhlung des Wahlrechtsgesetzes durch die Mehrheit ab.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Oberster Gerichtshof der Vereinigten Staaten (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Samuel Alito, Elena Kagan
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Oberster Gerichtshof der USA, Bundesgericht, Supreme Court, republikanische Präsidenten, Samuel Alito, Elena Kagan, Bürgerrechtsbewegung, Voting Rights Act, Kongress
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Washington, Louisiana
Worum geht es in einem Satz?
Der US-Oberste Gerichtshof hat entschieden, dass die Einrichtung eines mehrheitlich schwarzen Kongresswahlbezirks in Louisiana verfassungswidriges Gerrymandering darstellt und bestätigte damit ein vorheriges Bundesurteil.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA
- Einrichtung eines zweiten Kongresswahlbezirks in Louisiana
- Verfassungswidriges Gerrymandering
- Rassistische Motive hinter der Wahlkreisgestaltung
- Urteil eines Bundesgerichts wurde bestätigt
- Stimmenverhältnis im Gericht: sechs zu drei
- Entscheidung orientiert an vorherigen Urteilen (2019, 2024)
- Diskriminierung aufgrund von Rasse als verfassungswidrig argumentiert
- Kritik von Richterin Elena Kagan an der Gerichtsmehrheit
- Bezugnahme auf den Voting Rights Act von 1965
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Oberster Gerichtshof der USA stuft Gerrymandering in Louisiana als verfassungswidrig ein
- Urteil mit sechs zu drei Stimmen gefällt
- Richter Samuel Alito argumentiert, dass Diskriminierung aufgrund von Rasse in der Verfassung nicht erlaubt sei
- Elena Kagan kritisiert das Urteil und sieht es als Aushöhlung des Wahlrechtsgesetzes
- Kagan betont die Bedeutung des Voting Rights Act und dessen Verlängerung durch den Kongress
- Gericht soll nicht entscheiden, ob das Gesetz noch benötigt wird
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Einstufung als verfassungswidriges Gerrymandering
- Untersagung der Verwendung der Wahlkreiskarte in Louisiana
- Erhöhung der politischen Spannungen zwischen Parteien
- Potenzielle Einschränkung der Representation von Minderheiten
- Aushöhlung des Wahlrechtsgesetzes
- Streit über die Interpretation verfassungsrechtlicher Prinzipien
- Möglichkeit zukünftiger rechtlicher Auseinandersetzungen über Wahlkreise
- Einfluss auf bevorstehende Wahlen und politische Strategien
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Richterin Elena Kagan zitiert, die das Urteil der Gerichtsmehrheit ablehnt und die Bedeutung des Voting Rights Act hervorhebt.
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