Merz offen für höhere Reichensteuer

Merz offen für höhere Reichensteuer

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Politik: Steuerreform und Rentenfragen in Berlin

Berlin () – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigt sich offen für eine Erhöhung der Reichensteuer. Das sagte der CDU-Politiker dem `Spiegel`. Es sei denkbar, wenn, wie in dem Vorschlag der Kollegen vorgesehen, der Steuertarif im oberen Bereich geglättet und etwa der Soli abgeschafft werde. Irgendwann müsse das ohnehin geschehen. „Wir sollten es tun, bevor das Bundesverfassungsgericht uns dazu zwingt“, sagte Merz.

Merz bezog sich dabei auf ein Konzept zweier Unions-Bundestagsabgeordneter für eine Steuerreform, das unter anderem vorsieht, den sogenannten Reichensteuersatz bei der Einkommensteuer von 45 Prozent auf 47,5 Prozent anzuheben. Laut diesem Vorschlag soll zugleich der Solidaritätszuschlag gänzlich entfallen.

Über die Steuerreform, die zum 1. Januar 2027 in Kraft treten soll, werde die Koalition intensiv diskutieren müssen, sagte Merz. Da gebe es grundsätzlich unterschiedliche Auffassungen: „Ist die Einkommensteuer ein Instrument der Umverteilung – oder ein Instrument, um wirtschaftliche Tätigkeit für Unternehmer und Arbeitnehmer attraktiv zu machen?“ Er sei „eindeutig auf der zweiten Spur unterwegs“.

Unterstützung äußerte Merz für den Vorstoß der SPD, das gesetzliche Rentenalter künftig an die Zahl der Beitragsjahre zu koppeln. Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) habe es einmal sehr richtig formuliert: Entscheidend seien die Beitragsjahre und nicht das Lebensalter, sagte Merz. Das sei ein Element einer Rentenversicherung, das er sich vorstellen könne.

Eine automatische Anbindung an die Lebenserwartung lehnte Merz ab. Das würde dann ein statisches Renteneintrittsalter bedeuten, sagte Merz. Wie solle man denn erklären, dass jemand, der ein Studium gemacht habe und vielleicht erst mit Anfang 30 in den Beruf eintrete, ebenso mit 68 in Rente gehe wie jemand, der als Auszubildender mit 16 angefangen habe.

Details der Rentendebatte wolle er nicht vorwegnehmen, sagte Merz. Man warte den Bericht der Kommission ab, und dann rede man. Die Rentenkommission wird voraussichtlich Ende Juni ihre Ergebnisse vorstellen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Lars Klingbeil und Friedrich Merz (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Friedrich Merz, Lars Klingbeil, Bärbel Bas

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Friedrich Merz, CDU, Spiegel, Bundesverfassungsgericht, Unions-Bundestagsabgeordnete, Reichensteuersatz, Solidaritätszuschlag, Koalition, SPD, Bärbel Bas, Rentenkommission.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigt sich offen für eine Erhöhung der Reichensteuer und unterstützt eine Rentenreform, die das gesetzliche Rentenalter an die Beitragsjahre koppeln könnte, während er eine automatische Anpassung an die Lebenserwartung ablehnt.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Offene Haltung von Friedrich Merz zur Erhöhung der Reichensteuer
  • Vorschlag von Unions-Bundestagsabgeordneten für Steuerreform
  • Anhebung des Reichensteuersatzes von 45 auf 47,5 Prozent
  • Abschaffung des Solidaritätszuschlags
  • Diskussion in der Koalition über die Einkommensteuer
  • Grundlegende unterschiedliche Auffassungen zur Einkommensteuer
  • Unterstützung für SPD-Vorstoß zur Rentenalter-Kopplung an Beitragsjahre
  • Abwendung von automatischer Anbindung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Friedrich Merz zeigt sich offen für Erhöhung der Reichensteuer
  • Vorschlag für Steuerreform von Unions-Bundestagsabgeordneten
  • Diskussion über Steuerreform zum 1. Januar 2027
  • Merz unterstützt SPD-Vorstoß zur Kopplung des Rentenalters an Beitragsjahre
  • Lehnt automatische Anbindung des Rentenalters an Lebenserwartung ab
  • Details zur Rentenkommission sollen abgewartet werden

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Erhöhung der Reichensteuer von 45 auf 47,5 Prozent möglich
  • Abschaffung des Solidaritätszuschlags
  • Diskussionen innerhalb der Koalition über Steuerreform
  • Unterschiedliche Auffassungen zur Rolle der Einkommensteuer
  • Unterstützung für Koppelung des Rentenalters an Beitragsjahre
  • Ablehnung einer automatischen Anbindung an Lebenserwartung
  • Abwarten des Berichts der Rentenkommission

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zitiert, in der er sich offen für eine Erhöhung der Reichensteuer zeigt.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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