Gesundheitspolitik in Deutschland unter Druck
Berlin () – Kurz vor dem geplanten Kabinettsbeschluss zur Krankenkassen-Reform verlangt SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf eine stärkere Belastung der Pharmakonzerne. „Ein großer Hebel liegt bei den Arzneimitteln“, sagte Klüssendorf den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben).
Deutschland habe die höchsten Arzneimittelausgaben pro Kopf in Europa. „Der Entwurf muss daher ganz erheblich bei den Arzneimittelpreisen ansetzen und die Preisgestaltung der Pharmakonzerne klar begrenzen, statt die Rechnung bei Familien und Beitragszahlenden abzuladen.“
Auch die Pharmakonzerne müssten ihren gerechten Beitrag leisten. Versorgungssicherheit in der Gesundheit sei eine gemeinsame Aufgabe von Staat und Industrie, mahnte Klüssendorf. Sie dürfe nicht über höhere Beiträge und Zuzahlungen finanziert werden.
„Der bisherige Entwurf hat eine Schieflage“, kritisierte Klüssendorf. Er verlagere zu viel Belastung auf die Menschen, die jeden Monat bereits hohe Beiträge zahlten. Höhere Zuzahlungen, Einschnitte bei Leistungen und Druck auf das Krankengeld würden, so Klüssendorf, genau die treffen, die das System heute schon trügen. Familien müssten dabei besonders geschützt sein. „Niemand soll am Monatsende überlegen müssen, ob das Rezept jetzt eingelöst wird oder erst nächste Woche oder ob der nächste Arztbesuch wieder aufgeschoben wird.“
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatte sich zuletzt offen für Änderungen am Sparpaket für die Gesundheitsausgaben gezeigt. Das Gesamtvolumen des Pakets müsse aber erhalten bleiben. Sei das gewährleistet, sei sie offen für andere Vorschläge.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Tim Klüssendorf (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Tim Klüssendorf, Nina Warken
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
SPD, Funke-Mediengruppe, Pharmakonzerne, Bundesgesundheitsministerium, CDU
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, Deutschland
Worum geht es in einem Satz?
SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf fordert vor dem Kabinettsbeschluss zur Krankenkassen-Reform eine stärkere finanzielle Beteiligung der Pharmakonzerne an den Arzneimittelkosten, um die Belastungen für Familien und Beitragszahlende zu reduzieren.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Geplanter Kabinettsbeschluss zur Krankenkassen-Reform
- Forderung nach stärkerer Belastung der Pharmakonzerne
- Hohe Arzneimittelausgaben pro Kopf in Deutschland
- Unzureichende Preisgestaltung der Pharmakonzerne
- Verlagerung der finanziellen Belastung auf Familien und Beitragszahlende
- Kritik am bisherigen Entwurf der Reform
- Mangelnde Versorgungssicherheit in der Gesundheit
- Notwendigkeit, Familien besonders zu schützen
- Offenheit der Bundesgesundheitsministerin für Änderungen am Sparpaket
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Tim Klüssendorf fordert stärkere Belastung der Pharmakonzerne
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- Entwurf müsse Preisgestaltung der Pharmakonzerne begrenzen
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- Kritisiert Schieflage im bisherigen Entwurf
- Höhere Zuzahlungen und Einschnitte bei Leistungen belasten bereits Betroffene
- Familien sollen besonders geschützt werden
- Bundesgesundheitsministerin Nina Warken offen für Änderungen am Sparpaket, aber Gesamtvolumen muss erhalten bleiben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Höhere Belastungen für Familien und Beitragszahlende
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- Einschnitte bei Leistungen
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- Notwendigkeit zum Schutz von Familien
- mögliche finanzielle Überlegungen bei Rezepten und Arztbesuchen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf zitiert, der eine stärkere Belastung der Pharmakonzerne und eine Reform der Arzneimittelpreise fordert.
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