Union lehnt Entkriminalisierung des Schwarzfahrens ab

Union lehnt Entkriminalisierung des Schwarzfahrens ab

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Gesellschaft: Debatte um Schwarzfahren in Berlin

Berlin () – Die Union lehnt die von Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) geplante Entkriminalisierung des Schwarzfahrens kategorisch ab. „Man kann sich über diesen erneuerten Vorstoß nur wundern“, sagte Fraktionsvize Günter Krings (CDU) der „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe). „Es wäre besser, wenn das Justizministerium sich mehr den wirklichen Problemen im Strafrecht zuwendet.“

Krings ergänzte: „Eine Entkriminalisierung des Schwarzfahrens wird es mit der Union nicht geben.“ Es gehe auch „nicht um einen Streich, sondern um ein gemeinschädliches Betrugsdelikt“. Nur, weil das Schwarzfahren eine Straftat sei, dürften Fahrkartenkontrolleure heute eine verdächtige Person so lange festhalten, bis die Polizei vor Ort sei. „Da Kontrollen ohne das Strafrecht keinen Sinn mehr machen würden, würde es dann natürlich viel mehr Passagiere ohne Ticket geben. Um das auszugleichen, müssten die Fahrpreise für alle anderen deutlich steigen“, so der Rechtsexperte.

Eine solche Politik sei nicht sozial, „sondern treibt die Kosten für die Ehrlichen in die Höhe“, sagte Krings weiter. Auch in den Koalitionsverhandlungen von Union und SPD sei darüber bereits ausführlich gesprochen und das Thema dann verworfen worden.

Unterstützung erhält Hubig derweil von den Linken. „Es ist ein Skandal, dass in diesem Land noch immer vor allem arme Menschen strafrechtlich verfolgt werden, weil sie sich ein Ticket nicht leisten können“, sagte Linksfraktionsvize Clara Bünger der „Rheinischen Post“. Das sei „Klassenjustiz“.

Um das Schwarzfahren zu verringern, dürfe sich die Bundesregierung aber nicht länger vor dem eigentlichen Problem, den unerschwinglichen Ticketpreisen, wegducken. „Ein Zurück zum 9-Euro-Ticket wäre hier ein sinnvoller Weg“, sagte Bünger. „Wir brauchen wieder ein günstiges Ticket für alle, denn Mobilität ist ein Grundrecht und darf kein Luxus sein.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Fahrgäste am Bahnsteig einer Berliner U-Bahn

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Stefanie Hubig, Günter Krings, Clara Bünger

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Union, SPD, CDU, Rheinische Post, Linke, Clara Bünger, Bundesregierung

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Die Union lehnt die geplante Entkriminalisierung des Schwarzfahrens durch Justizministerin Hubig (SPD) ab und kritisiert sie als sozial ungerecht, während die Linke fordert, die hohen Ticketpreise zu senken, um das Problem zu lösen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Vorschlag von Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) zur Entkriminalisierung des Schwarzfahrens
  • Ablehnung dieses Vorschlags durch die Union
  • Diskussion über die soziale Ungerechtigkeit bei Ticketpreisen
  • Diskussion über die Festhalterechte von Fahrkartenkontrolleuren
  • Vorangegangene Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD
  • Unterstützung des Gegenentwurfs durch die Linke
  • Thematisierung der finanziellen Belastung für ärmere Menschen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Union lehnt Entkriminalisierung des Schwarzfahrens ab
  • Günter Krings äußert Verwunderung über den Vorstoß von Justizministerin Hubig
  • Krings betont, dass Schwarzfahren ein gemeinschädliches Betrugsdelikt sei
  • Warnung vor Anstieg der Fahrgastzahlen ohne Ticket und damit höheren Preisen für ehrliche Fahrgäste
  • Diskussion über das Thema bereits in Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD
  • Unterstützung für Hubig von den Linken, die auf soziale Ungerechtigkeit hinweisen
  • Clara Bünger kritisiert strafrechtliche Verfolgung armer Menschen
  • Forderung nach einem Rückkehr zum 9-Euro-Ticket zur Senkung der Ticketpreise

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Ablehnung der Entkriminalisierung des Schwarzfahrens durch die Union
  • Forderung nach mehr Fokus auf tatsächliche Probleme im Strafrecht
  • Erhöhung der Fahrpreise für ehrliche Fahrgäste
  • Steigende Anzahl von Passagieren ohne Ticket
  • Vorwurf der sozialen Ungerechtigkeit gegenüber armen Menschen
  • Hinweis auf "Klassenjustiz"
  • Notwendigkeit, unerschwingliche Ticketpreise zu adressieren
  • Vorschlag zur Rückkehr zum 9-Euro-Ticket

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel werden Stellungnahmen zitiert. Fraktionsvize Günter Krings (CDU) äußert sich ablehnend zur Entkriminalisierung des Schwarzfahrens und nennt es ein "gemeinschädliches Betrugsdelikt".

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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