Ökonomen sehen drei Hebel für mehr Frauen im Job

Ökonomen sehen drei Hebel für mehr Frauen im Job

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Wirtschaft: Frauen im Beruf und Erwerbsbeteiligung

Berlin () – Eine Auswertung der Ökonomen Vanessa Bammert und Claus Michelsen vom Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) kommt zu dem Ergebnis, dass die Erwerbsbeteiligung von Frauen vor allem von drei Faktoren abhängt. Das berichtet der „Spiegel“.

Demnach ist der Anteil der weiblichen Beschäftigten erstens in Branchen mit hohen Teilzeitquoten hoch. Die Autoren erklären das vor allem damit, dass Frauen nach wie vor überwiegend die Kinderbetreuung übernehmen.

Zweitens sei der Anteil der weiblichen Beschäftigten höher, je höher die Quote weiblicher Führungskräfte ist. Dieser Teil der Analyse betrachtet allerdings nur Industriebranchen. In Organisationen mit mehr Frauen an der Spitze verfolgen weibliche Beschäftigte eher Karriereoptionen, so die Ökonomen, auch die Kündigungsraten unter weiblichen Beschäftigten seien niedriger.

Drittens wiesen Industriezweige mit hohen Gehältern und einem höheren Anteil an Sonderzahlungen wie Boni auch höhere Frauenanteile auf.

Diese drei Faktoren können laut dem Modell der Autoren mehr als 90 Prozent der Unterschiede beim Frauenanteil zwischen den Industriebranchen erklären. Die Auswertung fällt in eine Zeit, in der die Bundesregierung erwägt, das Ehegattensplitting in der Einkommensteuer für neue Ehen abzuschaffen und die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern in der Kranken- und Pflegeversicherung zu kippen, um insbesondere mehr Frauen zur Erwerbsarbeit zu motivieren.

Studienautor Michelsen hält es für richtig, Fehlanreize abzubauen, die einer umfangreicheren Berufstätigkeit im Wege stehen. „Das Ehegattensplitting in seiner jetzigen Form ist eine Hürde und senkt die Arbeitsanreize für Zweitverdiener“, sagte der Ökonom dem „Spiegel“. Auch die beitragsfreie Mitversicherung sei „eine Subvention der Nichterwerbstätigkeit“.

Abseits solcher Reformen empfehlen die VFA-Ökonomen, die Betreuungsinfrastruktur zu verbessern. Auch sollten Arbeitgeber flexible Arbeitszeiten ermöglichen und Karriereoptionen sichtbar machen, um mehr weibliche Beschäftigte zu gewinnen und zu halten.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Junge Frau mit Laptop (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Vanessa Bammert, Claus Michelsen

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA), Bundesregierung, Spiegel

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Eine Analyse des VFA zeigt, dass die Erwerbsbeteiligung von Frauen stark von Teilzeitarbeit, der Präsenz weiblicher Führungskräfte und hohen Gehältern abhängt und empfiehlt Reformen wie die Abschaffung des Ehegattensplittings sowie Verbesserungen in der Betreuungsinfrastruktur und bei Arbeitszeitmodellen, um die Berufstätigkeit von Frauen zu fördern.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Hoher Anteil weiblicher Beschäftigung in Branchen mit Teilzeitquoten
  • Übernahme der Kinderbetreuung durch Frauen
  • Höherer Anteil weiblicher Beschäftigung bei mehr weiblichen Führungskräften
  • Einfluss der Industriebranchen auf Karriereoptionen und Kündigungsraten
  • Höhere Frauenanteile in Industriezweigen mit hohen Gehältern und Sonderzahlungen
  • Überlegungen der Bundesregierung zur Abschaffung des Ehegattensplittings und der beitragsfreien Mitversicherung
  • Ziel, Fehlanreize abzubauen und Erwerbsarbeit von Frauen zu fördern
  • Verbesserung der Betreuungsinfrastruktur und flexible Arbeitszeiten empfohlen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Auswertung von Ökonomen Bammert und Michelsen vom VFA
  • Erwerbsbeteiligung von Frauen hängt von drei Faktoren ab
  • Hoher Anteil weiblicher Beschäftigter in Branchen mit hohen Teilzeitquoten
  • Höherer Frauenanteil je mehr weibliche Führungskräfte vorhanden sind
  • Hohe Gehälter und Sonderzahlungen korrelieren mit höherem Frauenanteil
  • Faktoren erklären über 90% der Unterschiede beim Frauenanteil
  • Bundesregierung erwägt Abschaffung des Ehegattensplittings und beitragsfreier Mitversicherung
  • Michelsen sieht Fehlanreize als Hürde für Berufstätigkeit
  • Empfehlungen zur Verbesserung der Betreuungsinfrastruktur und flexibler Arbeitszeiten

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Hohe Erwerbsbeteiligung von Frauen in Branchen mit hohen Teilzeitquoten
  • Höherer Anteil weiblicher Beschäftigter bei mehr weiblichen Führungskräften
  • Geringere Kündigungsraten unter weiblichen Beschäftigten bei weiblicher Führung
  • Höhere Frauenanteile in Industriezweigen mit hohen Gehältern und Sonderzahlungen
  • Einfluss von Reformen wie Abschaffung des Ehegattensplittings auf Arbeitsanreize
  • Verbesserung der Betreuungsinfrastruktur empfohlen
  • Flexible Arbeitszeiten und sichtbare Karriereoptionen für Frauen vorgeschlagen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Studienautor Michelsen sagte: "Das Ehegattensplitting in seiner jetzigen Form ist eine Hürde und senkt die Arbeitsanreize für Zweitverdiener."

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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