Gesundheitspolitik in Berlin: Warnungen vor Budgetkürzungen
Berlin () – Führende Ärztevertreter warnen die Bundesregierungen vor Kürzungen der Budgets im Rahmen eines Sparpakets und kündigen für diesen Fall einen deutlichen Rückgang der Behandlungstermine für Patienten an.
Bereits jetzt würden zahlreiche Behandlungen nicht vergütet, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der „Bild“. Weniger Geld heiße weniger Leistung. „Fachärzte bekommen aktuell schon 15 Prozent der durchgeführten Termine nicht bezahlt. Das entspricht 40 Millionen kostenlosen Terminen pro Jahr. Wir werden diese Termine im Laufe des Jahres deutlich abbauen“, sagte Gassen. Sollten zusätzlich Honorarkürzungen beschlossen werden, „werden noch mehr Angebote wegfallen“.
Zugleich wies Gassen die Annahme zurück, Einschnitte hätten keine Auswirkungen auf die Versorgung. „Wer behauptet, Einschnitte in der Vergütung haben keinen Einfluss auf die Patientenversorgung, hat entweder keine Ahnung oder sagt bewusst die Unwahrheit.“ Grundsätzlich sei die Ärzteschaft bereit, das Leistungsangebot an die finanziellen Rahmenbedingungen anzupassen. „Wir sind jederzeit bereit das Leistungsangebot analog zur Verfügung stehenden Geldmenge nach oben oder auch nach unten anzupassen.“ Zur Veranschaulichung fügte Gassen hinzu: „Wer beim Handyvertrag nur zehn GB Datenvolumen kauft, damit es nicht so teuer wird, darf sich hinterher nicht beschweren, wenn das Streaming irgendwann abbricht.“
Auch der Bundesvorsitzende des Hausärzteverbands, Markus Blumenthal-Beier, warnte vor negativen Folgen möglicher Einsparungen: „Seit der Entbudgetierung bekommen wir endlich unsere gesamte Arbeit überall bezahlt“, sagte er der Zeitung. Wenn das jetzt zurückgedreht werden würde, dann hätte das ganz konkrete Folgen für die Patienten. In besonders betroffenen Regionen könnten Praxisschließungen drohen. Viele Kollegen würden genau überlegen, ob sich ihre Praxis noch lohne, und im Zweifel eben dicht machen. „Die Konsequenz wäre, dass mehr Menschen keine Hausarztpraxis mehr finden würden, die sie versorgen kann“, sagte Blumenthal-Beier. Eine schlechtere hausärztliche Versorgung führe nachweislich zu mehr Krankenhauseinweisungen, „und das wird dann schnell richtig teuer“. Wer bei Hausarztpraxen spare, „schießt sich selbst ins Knie“.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Behandlungszimmer beim Arzt (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Andreas Gassen, Markus Blumenthal-Beier
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Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Führende Ärztevertreter warnen vor den negativen Folgen von Budgetkürzungen durch die Bundesregierung, die zu einem Rückgang der Behandlungstermine und einer Verschlechterung der Patientenversorgung führen könnten.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Warnungen von Ärztesprechern vor Kürzungen im Gesundheitsbudget
- Ankündigung eines Rückgangs der Behandlungstermine bei Honorarkürzungen
- Aktuell werden zahlreiche Behandlungen nicht vergütet
- 15 Prozent der Termine in Facharztpraxen werden nicht bezahlt
- Folgen der Einsparungen könnten zur Schließung von Praxen führen
- Zusammenhang zwischen Vergütungseinschnitten und Patientenversorgung
- Bereitschaft der Ärzteschaft, Leistungsangebot an finanzielle Rahmenbedingungen anzupassen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Politik reagiert auf Warnungen vor Kürzungen der Budgets
Ärztevertreter kündigen Rückgang der Behandlungstermine an
Andreas Gassen warnt, dass weniger Geld weniger Leistung bedeutet
15 Prozent der Termine werden aktuell nicht vergütet
Zusätzliche Honorarkürzungen könnten Angebote weiter reduzieren
Gassen wies Annahme zurück, dass Einschnitte keine Auswirkungen haben
Ärzteschaft bereit, Leistungsangebot an finanzielle Bedingungen anzupassen
Markus Blumenthal-Beier warnt vor negativen Folgen von Einsparungen
Mögliche Praxisschließungen in betroffenen Regionen
Schlechtere hausärztliche Versorgung führt zu mehr Krankenhauseinweisungen
Sparen bei Hausarztpraxen könnte langfristig teuer werden
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Deutlicher Rückgang der Behandlungstermine für Patienten
- Abbau von nicht vergüteten Terminen
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- Zunahme von Krankenhauseinweisungen
- Hohe Kosten durch Krankenhausaufenthalte
- Negative Auswirkungen auf die Patientenversorgung
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, warnt vor den Folgen von Budgetkürzungen und erläutert, dass bereits 15 Prozent der Behandlungstermine nicht vergütet werden und weitere Einschnitte die Patientenversorgung gefährden könnten.
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