Auch Sozialverband fordert Arzneimittelpreis-Bremse

Gesundheitspolitik: Forderungen nach Reformen in Berlin

() – Nach den Krankenkassen hat auch der Sozialverband SoVD ein Eingreifen der gegen teure Medikamente gefordert. „Es kann nicht sein, dass die Beiträge der Versicherten immer weiter steigen, während die Pharmaindustrie Milliardengewinne einfährt“, sagte die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Konkret forderte Engelmeier eine „Schnellbewertung der Kosten-Nutzen-Relation neuer Medikamente schon vor der Zulassung“, um „Fantasiepreise“ der Konzerne zu verhindern. Um das zu ermöglichen, müsse die „dringend“ das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) reformieren. Ein solcher Schritt würde „sowohl Kassen als auch Versicherte entlasten“.

Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat eine Expertenkommission eingesetzt, die bis Ende März Vorschläge für Einsparungen bei der Gesundheitsversorgung vorlegen soll, um neue Beitragssteigerungen zu verhindern. Mit Blick auf ein drohendes Milliardendefizit der Kassen ruft auch der Kassen-Spitzenverband GKV zu Einsparungen bei Medikamenten auf. „Die Arzneimittelpreise bei uns sind schon die höchsten hinter denen der USA. Wenn es darum geht, daran etwas zu ändern, war die Politik bislang zu zaghaft“, sagte der GKV-Vorstandsvorsitzende Oliver Blatt der NOZ.

Für Arzneimittel haben die Kassen im vergangenen Jahr 58,5 Milliarden ausgegeben, mehr als für die ambulante ärztliche Versorgung.

4,3/5 (28 Bewertungen)

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Tabletten (Archiv)

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Michaela Engelmeier, Nina Warken, Oliver Blatt

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Krankenkassen, Sozialverband SoVD, Pharmaindustrie, Neue Osnabrücker Zeitung, Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG), Nina Warken (CDU), Expertenkommission, Kassen-Spitzenverband GKV, Oliver Blatt, NOZ.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Osnabrück.

Worum geht es in einem Satz?

Der Sozialverband SoVD fordert von der Politik Maßnahmen gegen die hohen Preise für Medikamente, um die steigenden Beiträge der Versicherten zu stoppen und schlägt eine Reform des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes vor, während Gesundheitsministerin Nina Warken eine Expertenkommission zur Kostenreduktion einsetzt.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Steigende Beiträge der Versicherten
  • Milliardengewinne der Pharmaindustrie
  • Hohe Arzneimittelpreise in Deutschland
  • Drohendes Milliardendefizit der Kassen
  • Forderungen nach Reform des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (AMNOG)
  • Notwendigkeit einer Schnellbewertung der Kosten-Nutzen-Relation neuer Medikamente
  • Hohe Ausgaben der Kassen für Arzneimittel

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Sozialverband SoVD fordert Eingreifen der Politik gegen teure Medikamente
  • SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier kritisiert steigende Beiträge
  • Forderung nach Schnellbewertung der Kosten-Nutzen-Relation neuer Medikamente vor Zulassung
  • Notwendigkeit zur Reform des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (AMNOG)
  • Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) setzt Expertenkommission ein
  • Expertenkommission soll Vorschläge für Einsparungen bis Ende März vorlegen
  • Kassen-Spitzenverband GKV ruft ebenfalls zu Einsparungen bei Medikamenten auf
  • Arzneimittelpreise in Deutschland im internationalen Vergleich sehr hoch
  • Kassen gaben 58,5 Milliarden Euro für Arzneimittel im vergangenen Jahr aus

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Forderung nach Eingreifen der Politik gegen teure Medikamente
  • Steigende Beiträge der Versicherten
  • Milliardengewinne der Pharmaindustrie
  • Notwendigkeit einer Schnellbewertung der Kosten-Nutzen-Relation
  • Verhinderung von Fantasiepreisen der Pharmaunternehmen
  • Dringende Reform des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (AMNOG)
  • Entlastung für Kassen und Versicherte
  • Einsatz einer Expertenkommission zur Erarbeitung von Einsparungsvorschlägen
  • Vermeidung neuer Beitragssteigerungen
  • Drohendes Milliardendefizit der Kassen
  • Aufruf zu Einsparungen bei Medikamenten
  • Höchste Arzneimittelpreise hinter den USA
  • Bisher zu zaghaftes politisches Handeln

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme der SoVD-Vorstandsvorsitzenden Michaela Engelmeier zitiert, die die Politik auffordert, gegen teure Medikamente vorzugehen.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert