Klinikreform: Linke fordert Ende der Profitlogik im Gesundheitswesen

Krankenhausreform und Personalnotstand in Berlin

() – Die am Freitag vom Bundestag beschlossenen Änderungen an der Krankenhausreform werden nach Ansicht der Linken den Personalnotstand an den Kliniken verschärfen.

„Die paar Nachbesserungen bei der Krankenhausreform machen das Vorhaben nicht besser und retten langfristig kein einziges Krankenhaus vor der Schließung“, sagte Linken-Chefin Ines Schwerdtner. „Anstatt die Kliniken vom Profitdruck zu befreien, gibt es ein paar Placebos mit gefährlichen Nebenwirkungen.“

Die geplante Kombination aus Fallpauschalen und „Pseudo-Vorhaltefinanzierung“ mache es für attraktiv, möglichst viele Patienten mit möglichst wenig Personal zu betreuen. Dadurch steige die ohnehin krasse Arbeitsbelastung der Pflegekräfte weiter. „Die Folgen sind jetzt schon klar: Immer mehr Beschäftigte werden den Beruf wechseln oder in Teilzeit gehen, weil der Stress unerträglich wird. Die verschärft den Personalnotstand weiter und gefährdet so die Versorgung der Patienten“, sagte Schwerdtner.

„Statt an den Symptomen herumzudoktern, muss die Bundesregierung endlich die Ursachen der Krise bekämpfen und den Gewinndruck von den Krankenhäusern nehmen. Die Gier nach Profiten und der Zwang zur Kosteneffizienz um jeden haben unser Gesundheitssystem ausgehöhlt und korrumpiert. Krankenhäuser sollen keine Gewinne machen, sondern Patienten gesund.“

„Die Gesundheitsministerin muss die gesamten Personalkosten aus den Fallpauschalen herausnehmen. Die Krankenkassen müssen die Personalkosten vollständig übernehmen, damit diese auf den Kosten nicht und deshalb versuchen, Löhne und Personalschlüssel zu drücken“, fordert die Linken-Chefin.

4,6/5 (12 Bewertungen)

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Medizinisches Personal in einem Krankenhaus (Archiv)

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Linke, Ines Schwerdtner, Bundesregierung, Gesundheitsministerin, Krankenkassen

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Der Ort, an dem das beschriebene Ereignis stattfindet, ist Berlin.

Worum geht es in einem Satz?

Die Linke kritisiert die vom Bundestag beschlossenen Änderungen an der Krankenhausreform als unzureichend und warnen davor, dass sie den Personalnotstand in Kliniken verschärfen und die Versorgung der Patienten gefährden werden.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Änderungen an der Krankenhausreform vom Bundestag
  • Personalnotstand in Kliniken
  • Kritik an Fallpauschalen und Finanzierung
  • Hohe Arbeitsbelastung für Pflegekräfte
  • Wechsel oder Teilzeit der Beschäftigten
  • Gewinndruck und Kosteneffizienz im Gesundheitssystem
  • Forderung nach Übernahme der Personalkosten durch Krankenkassen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Nein, im Artikel wird nicht beschrieben, wie Politik, Öffentlichkeit oder Medien reagiert haben.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Verschärfung des Personalnotstands in Kliniken
  • Steigende Arbeitsbelastung der Pflegekräfte
  • Zunehmender Berufswechsel oder Teilzeitarbeit unter Beschäftigten
  • Gefährdung der Patientenversorgung
  • Ausdünnung und Korrumpierung des Gesundheitssystems
  • Notwendigkeit zur Bekämpfung der Ursachen der Krise
  • Forderung nach vollständiger Übernahme der Personalkosten durch Krankenkassen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Ines Schwerdtner, der Chefin der Linken, zitiert. Sie äußert sich kritisch zu den Änderungen an der Krankenhausreform und fordert eine grundlegende Reform zur Bekämpfung des Personalnotstands.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert