Wirtschaftliche Herausforderungen der Wärmenetze in Deutschland
Berlin () – In Städten und Gemeinden sowie in Teilen der Wirtschaft wächst die Sorge, dass sich zu wenig Kunden für neu ausgebaute Wärmenetze entscheiden und Versorger auf ihren Investitionskosten sitzenbleiben.
Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) schlägt deshalb vor, Wärmepumpen in den betreffenden Gebieten finanziell nicht mehr zu unterstützen. „Eine Doppelförderung von Wärmenetzen und Wärmepumpen ist keine gute Idee“, sagte VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing der „Welt am Sonntag“. „Dort wo das Ausbaugebiet feststeht, sollte die Förderung für Wärmepumpen deshalb entfallen.“
Zusammen mit weiteren Verbänden fordert der VKU Änderungen im Gebäudeenergiegesetz (GEG) sowie bei der Heizungsförderung. „Die Schlechterstellung von leitungsgebundenen Netzen gegenüber gebäudebezogenen Einzelheizlösungen ist zu beseitigen“, heißt es in einem Konzeptpapier, über das die „Welt am Sonntag“ berichtet. Verfasser sind unter anderem der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und der VKU. In einem reformierten GEG solle zudem die Fokussierung auf Gebäudeeffizienz beseitigt werden.
Auch der Deutsche Städtetag fürchtet hohe Kosten und zu wenig Erlöse. „Wenn die Städte Gebiete für den Neu- oder Ausbau von Wärmenetzen ausweisen, besteht keine Verpflichtung für die Eigentümer, die Wärmeinfrastruktur zu nutzen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Städtetags, Christian Schuchardt, der „Welt am Sonntag“. „Dies schafft Unwägbarkeiten für die Versorger, die vor langfristigen Investitionen in Milliardenhöhe stehen. Es kann nicht so laufen, dass Städte und Versorger in Vorleistung gehen und am Ende greifen die Bürger dann doch zur eigenen Wärmepumpe.“
Bis Ende Juni dieses Jahres müssen Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern eine fertige Planung für neue Fernwärmenetze vorlegen. Der Deutsche Städtetag rechnet mit Ausbaukosten von mehr als 43 Milliarden Euro bis 2030.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Fernwärme-Leitung (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Ingbert Liebing, Christian Schuchardt
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Verband kommunaler Unternehmen (VKU), Welt am Sonntag, Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB), Deutscher Städtetag.
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.
Worum geht es in einem Satz?
In Städten und Gemeinden wächst die Besorgnis, dass zu wenige Kunden neu ausgebaute Wärmenetze nutzen, weshalb der Verband kommunaler Unternehmen vorschlägt, die finanzielle Unterstützung für Wärmepumpen in diesen Gebieten einzustellen, um Doppelförderungen zu vermeiden und Änderungen im Gebäudeenergiegesetz zu fordern.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Zunehmende Sorge über geringe Kundenakzeptanz für neue Wärmenetze
- Wirtschaftliche Risiken für Versorger aufgrund hoher Investitionskosten
- Vorschlag des VKU zur finanziellen Unterstützung von Wärmepumpen
- Forderungen nach Änderungen im Gebäudeenergiegesetz (GEG) und Heizungsförderung
- Ungewissheiten bei der Nutzung der Wärmeinfrastruktur durch Eigentümer
- Hohe Ausbaukosten für neue Fernwärmenetze in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern
- Frist für Planung neuer Wärmenetze bis Ende Juni dieses Jahres
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Sorgen über zu wenige Kunden für neue Wärmenetze
- VKU schlägt vor, keine finanzielle Unterstützung für Wärmepumpen in diesen Gebieten mehr zu gewähren
- Doppelförderung von Wärmenetzen und Wärmepumpen wird als problematisch angesehen
- VKU fordert Änderungen im Gebäudeenergiegesetz und Heizungsförderung
- Fokussierung auf Gebäudeeffizienz im GEG soll beseitigt werden
- Deutscher Städtetag fürchtet hohe Kosten und ungewisse Erlöse
- Städte haben keine Verpflichtung zur Nutzung der Wärmeinfrastruktur
- Risiken für Versorger bei langfristigen Investitionen
- Städte müssen bis Ende Juni 2023 Planung für neue Fernwärmenetze vorlegen
- Ausbaukosten von über 43 Milliarden Euro bis 2030 werden prognostiziert
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Sorge um zu wenig Kunden für neue Wärmenetze
- Investitionskosten bleiben für Versorger bestehen
- Vorschlag zur Einstellung finanzieller Unterstützung für Wärmepumpen
- Doppelförderung wird als problematisch betrachtet
- Forderung nach Änderungen im Gebäudeenergiegesetz (GEG)
- Schlechterstellung von leitungsgebundenen Netzen soll beseitigt werden
- Fokussierung auf Gebäudeeffizienz soll reformiert werden
- Hohe Kosten und zu wenig Erlöse für Städte befürchtet
- Unwägbarkeiten für Versorger durch fehlende Nutzungspflicht
- Risiko, dass Bürger alternative Lösungen (Wärmepumpen) wählen
- Notwendigkeit einer Planung für neue Fernwärmenetze bis Ende Juni
- Erwartete Ausbaukosten von über 43 Milliarden Euro bis 2030
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Ingbert Liebing, dem Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU), zitiert, in der er die Doppelförderung von Wärmenetzen und Wärmepumpen als "keine gute Idee" bezeichnet.
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