Politik: Rückführungen straffälliger Syrer und Afghanen
Berlin () – Laut Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) stehen die Gespräche mit Syrien über regelmäßige Rückführungen straffälliger Syrer kurz vor dem Abschluss.
„Straftäter wollen und werden wir regelmäßig zurückführen. Dazu stehen wir kurz vor einem Abschluss der Verhandlungen mit Syrien“, sagte Dobrindt den Zeitungen der Mediengruppe Bayern. Dobrindt stellte in Aussicht, auch selbst in das Land reisen zu wollen. „Wenn es notwendig ist, um Rückführungen möglich zu machen, bin ich dazu bereit. Aktuell laufen die Gespräche aber auf technischer Ebene und sind auf einem guten Weg.“
Dasselbe gelte für Afghanistan. „Wir arbeiten daran, die Gespräche mit den afghanischen Verantwortlichen zum Abschluss zu bringen. Mit den Vertretern in der Botschaft in Deutschland können wir inzwischen Personendaten austauschen. Ich habe Verständnis dafür, dass Afghanistan prüfen will, ob die Betroffenen wirklich Staatsbürger sind. Sobald dieser Prozess stabil läuft, beginnen die regelmäßigen Rückführungen.“
Auf die Frage, ob er auch nach Afghanistan reisen würde, sagte der Minister: „Wenn es notwendig werden sollte, ja. Derzeit sieht es aber so aus, dass die technischen Verhandlungen ausreichen.“ Dobrindt schloss auch Abschiebungen von Frauen in das Land nicht aus. „Bei den Rückführungen nach Afghanistan geht es zunächst um Straftäter und Gefährder – das Gesetz unterscheidet da nicht zwischen Männern und Frauen. Bisher wurden allerdings nur Männer zurückgeführt.“
Den Vorwurf, Deutschland zahle für die Rückführungen einen politischen Preis wies Dobrindt zurück: „Es gibt keinen Preis. Mein Eindruck ist, dass die Verantwortlichen in Afghanistan zeigen wollen, dass sie international Verantwortung für ihre Staatsbürger übernehmen.“
In der Diskussion mit dem Auswärtigen Amt über die Aberkennung von Aufenthaltstiteln, falls anerkannte Flüchtlinge nach Syrien oder Afghanistan reisen, gab sich Dobrindt hart: „Wer in sein Herkunftsland reist, hat den Schutz in unserem Land offenbar nicht mehr nötig. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten sich auch aus der Ferne ein Bild von vor Ort zu machen: Über Freunde oder Familie, alle haben ein Handy und können sich informieren.“
Sogenannte „Erkundungsreisen“ hält Dobrindt für höchst missbrauchsanfällig. „Warum sollte jemand, der entspannt in sein Herkunftsland reisen kann, dort sogar Urlaub macht, dauerhaft nach Syrien zurückzukehren und beim Wiederaufbau zu helfen, wenn er problemlos nach Deutschland zurückkehren kann“, sagte der CSU-Politiker.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Alexander Dobrindt am 27.11.2025 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Alexander Dobrindt
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:
Bundesinnenministerium, CSU, Mediengruppe Bayern, Afghanistan, Botschaft, Auswärtiges Amt.
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Datum des beschriebenen Ereignisses ist der 27.11.2025.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Syrien, Afghanistan.
Worum geht es in einem Satz?
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt gab bekannt, dass die Verhandlungen mit Syrien und Afghanistan über die regelmäßige Rückführung straffälliger Staatsbürger kurz vor dem Abschluss stehen und bekräftigte, dass Rückführungen auch Frauen betreffen könnten, während er den Vorwurf eines politischen Preises für diese Regelungen zurückweist.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
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- Austausch von Personendaten mit afghanischen Vertretern
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- Forderung nach Verantwortung der Herkunftsländer
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Gespräche mit Syrien über Rückführungen straffälliger Syrer fast abgeschlossen
- Dobrindt möchte eventuell selbst nach Syrien reisen
- Technische Verhandlungen mit Afghanistan ebenfalls im Gange
- Austausch von Personendaten mit afghanischen Behörden
- Dobrindt zeigt Verständnis für afghanische Prüfungen der Staatsbürgerschaft
- Rückführungen nach Afghanistan zunächst für Straftäter und Gefährder
- Widerspruch gegen den Vorwurf, Deutschland zahle politischen Preis für Rückführungen
- Dobrindt betont, Rückkehrer hätten Schutz in Deutschland nicht mehr nötig
- "Erkundungsreisen" werden als missbrauchsanfällig betrachtet
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Regelmäßige Rückführungen straffälliger Syrer
- Abschluss der Verhandlungen mit Syrien
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- Möglichkeit der Rückführungen nach Afghanistan
- Einschluss von Frauen bei Abschiebungen
- Aberkennung von Aufenthaltstiteln für Reisende in Herkunftsländer
- Missbrauchsanfälligkeit von Erkundungsreisen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt zitiert, der die Gespräche mit Syrien und Afghanistan über Rückführungen straffälliger Personen kommentiert und erklärt, dass er gegebenenfalls auch selbst in die jeweiligen Länder reisen würde.
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