Politik: Vorwürfe gegen Familienministerin in NRW
Düsseldorf () – Die SPD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag hat Familienministerin Josefine Paul (Grüne) vorgeworfen, deutlich früher über Details zum Terroranschlag vom 23. August 2024 informiert gewesen zu sein als bisher bekannt. Das teilte die oppositionelle Fraktion nach der jüngsten Sitzung des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses am Freitag mit, in der neue Akten vorgelegt wurden.
Demnach habe das Ministerium bereits am Samstagabend nach dem Anschlag detaillierte Informationen über den Täter und seine Vorgeschichte erhalten.
Eine E-Mail eines Gruppenleiters sei noch am selben Abend sowohl an die Ministerin als auch an ihren Staatssekretär weitergeleitet worden. Paul habe entgegen ihrer bisherigen Darstellung bereits am frühen Sonntagmorgen auf diese Mail geantwortet, ohne jedoch nach möglichen Fehlern in ihrem Verantwortungsbereich zu fragen.
Die SPD-Obfrau im Untersuchungsausschuss, Lisa Kapteinat, erklärte, das Vertrauen in die Amtsführung der Ministerin sei „vollständig verloren“.
Sie warf Paul vor, sich zunächst um ihr persönliches politisches Schicksal gekümmert zu haben, statt Aufklärungsarbeit zu leisten. Die Ministerin habe nicht einmal Berichte bei der zuständigen Bezirksregierung angefordert, die daraufhin selbst proaktiv tätig geworden sei.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Josefine Paul (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Josefine Paul, Lisa Kapteinat
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
SPD, Grüne, nordrhein-westfälischer Landtag, Parlamentarischer Untersuchungsausschuss, Bezirksregierung
Wann ist das Ereignis passiert?
Das beschriebene Ereignis fand am 23. August 2024 statt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:
Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen
Worum geht es in einem Satz?
Die SPD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag wirft Familienministerin Josefine Paul vor, nach dem Terroranschlag am 23. August 2024 frühzeitig informiert gewesen zu sein, ohne angemessene Aufklärungsarbeit zu leisten, was das Vertrauen in ihre Amtsführung untergräbt.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Vorwurf der SPD-Fraktion an Josefine Paul bezüglich früherer Information über den Terroranschlag
- Präsentation neuer Akten im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss
- Ministerium erhielt detaillierte Informationen über den Täter am Abend nach dem Anschlag
- E-Mail eines Gruppenleiters wurde an die Ministerin und ihren Staatssekretär weitergeleitet
- Ministerin antwortete früh am Sonntagmorgen, ohne nach Fehlern zu fragen
- Verlust des Vertrauens in die Amtsführung der Ministerin
- Kritik an Prioritätensetzung der Ministerin, die sich um ihr politisches Schicksal kümmerte
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- SPD-Fraktion wirft Ministerin Josefine Paul vor, früher über Details zum Terroranschlag informiert gewesen zu sein
- Informationen über Täter bereits am Samstagabend nach dem Anschlag erhalten
- E-Mail eines Gruppenleiters an Ministerin und Staatssekretär am selben Abend weitergeleitet
- Paul habe am Sonntagmorgen auf die E-Mail geantwortet, ohne nach Fehlern zu fragen
- SPD-Obfrau Lisa Kapteinat äußert, Vertrauen in Amtsführung der Ministerin sei verloren
- Vorwurf, dass sich Paul um ihr persönliches politisches Schicksal kümmerte statt um Aufklärung
- Keine Berichte bei zuständiger Bezirksregierung angefordert, diese jedoch proaktiv tätig geworden
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Verlust des Vertrauens in die Amtsführung der Ministerin
- Vorwurf der Vernachlässigung der Aufklärungsarbeit
- Mangelnde proaktive Kommunikation mit der Bezirksregierung
- Politische Verantwortung in Frage gestellt
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Lisa Kapteinat, die SPD-Obfrau im Untersuchungsausschuss, erklärte, das Vertrauen in die Amtsführung der Ministerin sei "vollständig verloren".
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