Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt Niedersachsen
Hannover () – Die IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt warnt vor den Folgen zunehmender psychischer Belastungen in der Arbeitswelt und fordert ein Ende der Tabuisierung psychischer Erkrankungen. Die Gewerkschaft teilte mit, dass die psychische Gesundheit der Beschäftigten unter massivem Druck stehe und es sich um ein systemisches Problem handele, das nicht länger als individuelle Herausforderung betrachtet werden dürfe.
Laut aktuellen Auswertungen gaben 63 Prozent der Beschäftigten an, im vergangenen Jahr gearbeitet zu haben, obwohl sie krank waren.
Gleichzeitig stieg die Zahl der Fehltage aufgrund psychischer Störungen 2024 um 4,2 Prozent an, was einer Zunahme von etwa 0,15 Tagen je Erwerbsperson entspricht. Psychische Erkrankungen waren für 17,4 Prozent aller Krankheitstage verantwortlich und belegten den dritten Rang unter den Krankheitsarten mit den höchsten Arbeitsausfällen.
Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall, kritisierte aktuelle Debatten über Karenztage als rückschrittlich.
Statt Beschäftigte für Krankheit zu bestrafen, brauche es mehr Prävention, Unterstützung und eine funktionierende Gesundheitsversorgung. Die Gewerkschaft fordert die verbindliche Durchsetzung psychischer Gefährdungsbeurteilungen, Arbeitszeitpolitik als Gesundheitsschutz sowie Mitbestimmung bei digitaler Arbeit und Künstlicher Intelligenz.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Klinik für Psychiatrie (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Die vollständigen Namen von Personen, die im Artikel vorkommen, sind: Thorsten Gröger.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Klinik für Psychiatrie, dts Nachrichtenagentur
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Hannover
Worum geht es in einem Satz?
Die IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt warnt vor den steigenden psychischen Belastungen am Arbeitsplatz, fordert ein Ende der Tabuisierung psychischer Erkrankungen und plädiert für mehr Prävention sowie eine verbesserte Gesundheitsversorgung.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Zunehmende psychische Belastungen in der Arbeitswelt
- Hoher Druck auf die psychische Gesundheit der Beschäftigten
- Systemisches Problem anstelle individueller Herausforderung
- 63 Prozent der Beschäftigten arbeiteten krank
- Anstieg der Fehltage aufgrund psychischer Störungen (4,2 Prozent)
- Psychische Erkrankungen verantwortlich für 17,4 Prozent der Krankheitstage
- Diskussion über rückschrittliche Karenztage
- Bedarf an mehr Prävention, Unterstützung und Gesundheitsversorgung
- Forderung nach verbindlichen psychischen Gefährdungsbeurteilungen
- Notwendigkeit von Arbeitszeitpolitik als Gesundheitsschutz
- Mitbestimmung bei digitaler Arbeit und Künstlicher Intelligenz
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
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Welche Konsequenzen werden genannt?
- Psychische Gesundheit der Beschäftigten steht unter massivem Druck
- Systemisches Problem wird nicht als individuelle Herausforderung betrachtet
- Anstieg der Fehltage aufgrund psychischer Störungen um 4,2 Prozent
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- Kritik an Debatten über Karenztage als rückschrittlich
- Bedarf an mehr Prävention und Unterstützung
- Forderung nach verbindlicher Durchsetzung psychischer Gefährdungsbeurteilungen
- Notwendigkeit von Arbeitszeitpolitik als Gesundheitsschutz
- Mitbestimmung bei digitaler Arbeit und Künstlicher Intelligenz erforderlich
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall, zitiert. Er kritisiert aktuelle Debatten über Karenztage als rückschrittlich und fordert stattdessen mehr Prävention und Unterstützung für Beschäftigte.
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