Gesundheitspolitik und Selbstbeteiligung in Berlin
Berlin () – Nach dem Vorstoß des Bundesdrogenbeauftragten Hendrik Streeck (CDU) für eine Selbstbeteiligung von Patienten bei Arztbesuchen äußern Verbände sowohl Zustimmung als auch Verständnislosigkeit.
„Die strukturellen Probleme unseres Gesundheitssystems können wir nicht dadurch lösen, dass wir für kranke Menschen die Zuzahlungen erhöhen oder die Praxisgebühr wieder auferstehen lassen“, teilte die Vize-Vorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Stefanie Stoff-Ahnis, der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) mit.
„Allein die Krankenhäuser werden in diesem Jahr rund zehn Milliarden Euro mehr ausgeben als im letzten Jahr. Aber statt hier grundlegend anzupacken und die vielfach veralteten Strukturen dem tatsächlichen Bedarf der Patientinnen und Patienten anzupassen, versuchen die Länder gerade mit großem politischem Druck, die Krankenhausreform zurückzudrehen“, kritisierte Stoff-Ahnis. Als Sofortmaßnahme schlägt der Verband stattdessen ein Ausgabenmoratorium vor, wodurch die Ausgaben der Krankenkassen an die Einnahmen geknüpft würden.
Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, spricht sich dagegen für ein Neudenken aus: „Wir werden nicht umhinkommen, uns über zusätzliche Finanzierungsoptionen wie Zuzahlungs- und Eigenbeteiligungsmodelle zu unterhalten“, äußerte sich der Mediziner in der NOZ. „Außerdem müssen wir uns fragen, ob wir es uns weiterhin leisten können, dass über drei Millionen Erwerbsfähige schlicht nicht arbeiten. In der Gesetzlichen Krankenversicherung müssen die durch diese Gruppe in Anspruch genommenen Leistungen endlich mal gegenfinanziert werden.“ Dies sei keine Aufgabe der Beitragszahler, so Gassen.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Hendrik Streeck (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Hendrik Streeck, Stefanie Stoff-Ahnis, Andreas Gassen
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesdrogenbeauftragter, Hendrik Streeck (CDU), GKV-Spitzenverband, Stefanie Stoff-Ahnis, Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Osnabrück.
Worum geht es in einem Satz?
Der Vorstoß von Bundesdrogenbeauftragten Hendrik Streeck zur Einführung von Selbstbeteiligungen bei Arztbesuchen sorgt für gemischte Reaktionen unter Verbänden, die strukturelle Probleme im Gesundheitssystem eher durch grundlegende Reformen als durch erhöhte Zuzahlungen angehen möchten.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Vorstoß von Hendrik Streeck zur Selbstbeteiligung bei Arztbesuchen
- Strukturelle Probleme im Gesundheitssystem
- Hohe Ausgaben der Krankenhäuser in diesem Jahr
- Veraltete Strukturen im Gesundheitssystem
- Politischer Druck auf Krankenhausreform
- Diskussion um Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung
- Hohe Zahl der arbeitsunfähigen Erwerbsfähigen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Zustimmung und Verständnislosigkeit von Verbänden
- Stefanie Stoff-Ahnis kritisiert Zuzahlungen als unzureichend zur Lösung von Gesundheitsproblemen
- Forderung nach grundlegendem Handeln statt Rücknahme der Krankenhausreform
- Vorschlag eines Ausgabenmoratoriums durch den GKV-Spitzenverband
- Andreas Gassen fordert Neudenken und Diskussion über Eigenbeteiligungsmodelle
- Diskussion über Finanzierung von Leistungen für über drei Millionen nicht arbeitende Erwerbsfähige
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Zustimmung und Verständnislosigkeit von Verbänden
- Kritik an erhöhten Zuzahlungen
- Forderung nach grundlegenden Veränderungen im Gesundheitssystem
- Finanzielle Belastung der Krankenhäuser
- Vorschlag eines Ausgabenmoratoriums
- Neudenken über Finanzierungsoptionen
- Diskussion über Erwerbsfähigkeit von über drei Millionen Menschen
- Notwendigkeit der Gegenfinanzierung von Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme einer Person zitiert. Die Vize-Vorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Stefanie Stoff-Ahnis, äußert sich kritisch zu den Vorschlägen von Hendrik Streeck bezüglich Zuzahlungen und fordert stattdessen ein Ausgabenmoratorium.
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