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Steuerzahlerbund hält "Boomer-Soli"-Vorstoß für "verfehlt"
Berlin () – Der Bund der Steuerzahler (BdSt) hat den Vorschlag eines „Boomer-Solis“ scharf kritisiert. Es sei zwar richtig, sich über den Generationenvertrag in der Rentenversicherung und über die Lastenteilung zwischen Jung und Alt Gedanken zu machen, sagte BdSt-Präsident Reiner Holznagel den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). „Aber ein weiteres Umverteilungssystem innerhalb der Rentenversicherung? Einen solchen Vorschlag halte ich für verfehlt“, so Holznagel weiter.
Er reagierte damit auf eine Veröffentlichung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Das DIW hatte eine Sonderabgabe auf hohe Alterseinkünfte in Spiel gebracht. Das so eingenommene Geld könne an Menschen mit besonders niedrigen Renten verteilt werden, um so das Risiko der Altersarmut zu senken. Gleichzeitig würde vermieden, die junge Generation zusätzlich zu belasten, etwa durch höhere Rentenversicherungsbeiträge.
BdSt-Präsident Holznagel hält einen solchen Ansatz für falsch. „Ein Boomer-Soli würde nur falsche Anreize setzen und wäre mal wieder ein schlechter Versuch, das bewährte und faire Äquivalenzprinzip in der Rentenversicherung aufzubrechen, wonach sich Einzahlungen in die Rentenkasse leistungsgetreu in den Rentenansprüchen widerspiegeln“, sagte der Steuerzahler-Interessenvertreter.
Holznagel warnt auch vor Folgen mit Blick auf das Engagement bei der privaten Altersvorsorge. „Dieser Vorschlag erstickt jede Motivation für mehr Einsatz im Keim – vor allem bei Fachkräften, die unsere Wirtschaft so dringend braucht“, sagte er. Holznagel sagte weiter, dass das kein „Boomer-Soli“, sondern ein „Verhinderungs-Soli“ sei. „Mehr noch: Auch bei der Altersvorsorge würde die von der Politik eingeforderte Eigeninitiative abgewürgt.“
Nun sei stattdessen wichtig, die gesetzliche Rente zu stabilisieren. Dafür sei es nötig, dass die Politik von ihren aktuellen Projekten Abstand nehme. „Nein zum statischen Rentenniveau, nein zur erweiterten Mütterrente“, forderte Holznagel.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Reiner Holznagel (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Reiner Holznagel
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bund der Steuerzahler (BdSt), Reiner Holznagel, Funke-Mediengruppe, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Der Bund der Steuerzahler kritisiert den Vorschlag eines "Boomer-Solis" zur Umverteilung von Altersrenten als verfehlt und warnt, dass er falsche Anreize setzt und die Motivation zur privaten Altersvorsorge untergräbt.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Der Hintergrund für die Kritik des Bunds der Steuerzahler (BdSt) an dem Vorschlag eines "Boomer-Solis" liegt in einer Veröffentlichung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), die eine Sonderabgabe auf hohe Altersrenten zur Unterstützung von Menschen mit niedrigen Renten fordert. Der BdSt sieht diesen Ansatz als verfehlt an, da er lautet, das bewährte Äquivalenzprinzip in der Rentenversicherung zu untergraben und die Motivation zur privaten Altersvorsorge zu verringern.
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Der Bund der Steuerzahler hat den Vorschlag eines "Boomer-Solis" scharf kritisiert und als verfehlt bezeichnet, da er falsche Anreize setze und das bewährte Äquivalenzprinzip in der Rentenversicherung gefährde. Holznagel betonte, dass es wichtig sei, die gesetzliche Rente zu stabilisieren und von aktuellen politischen Projekten Abstand zu nehmen.
Welche Konsequenzen werden genannt?
Die im Artikel genannten Folgen oder Konsequenzen sind: falsche Anreize, Abbruch des Äquivalenzprinzips in der Rentenversicherung, erstickte Motivation für private Altersvorsorge, Hemmung der Eigeninitiative bei der Altersvorsorge, Instabilität der gesetzlichen Rente.
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird die Stellungnahme von Reiner Holznagel, dem Präsidenten des Bundes der Steuerzahler, zitiert. Er kritisiert den Vorschlag eines "Boomer-Solis" und bezeichnet ihn als verfehlt, da er das bewährte Äquivalenzprinzip in der Rentenversicherung aufbrechen würde. Holznagel warnt, dass solche Vorschläge die Motivation zur privaten Altersvorsorge untergraben und fordert stattdessen, die gesetzliche Rente zu stabilisieren.
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