Dax lässt nach – US-Inflationssorgen belasten die Börsen

Dax lässt nach – US-Inflationssorgen belasten die Börsen

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Dax lässt nach – US-Inflationssorgen belasten die Börsen

Frankfurt/Main () – Am Dienstag hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.060 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Verlauf am Vormittag drehte der Dax am Nachmittag ins Minus.

„Der leichte Schwächeanfall des Dax am Nachmittag ist der Tatsache geschuldet, dass sich in trotz einer weiteren Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und mit der Chipfreigabe von Nvidia die Kauflaune in Grenzen hält“, kommentierte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Deutsche halten sich angesichts der drohenden Zölle aus den USA alles in allem weiter erstaunlich stabil.“

Die Wall Street müsse aktuell „einen Inflationsbericht verarbeiten, aus dem das erste Mal herauszulesen ist, dass die Zollpolitik von wirklich die Preise nach oben treibt“, so Stanzl. „Gleichzeitig gehen die Preise für Gebrauchtwagen und andere Güter zurück, was tendenziell auf eine konjunkturelle Abkühlung hindeutet. Zusammengenommen ergibt das einen Trend hin zur Stagflation. Das ist ein Thema, das an den mittlerweile hoch bewerteten Börsen nicht gerne gehört wird.“

Es kämen auch Zweifel daran auf, ob die US-Notenbank wirklich noch zweimal im verbleibenden Jahr an der Zinsschraube drehen werde, so der Analyst. „Plötzlich sind geldpolitisch wieder alle Karten auf dem Tisch. Das liegt auch daran, dass das Rennen um die Nachfolge von Fed-Chef Powell in vollem Gange ist. Es scheint, als könne man sich für das Amt nur dadurch qualifizieren, dass man sich möglichst schnell eine Zinssenkung auf die eigene Fahne schreiben kann. Nicht, weil es gerechtfertigt wäre, sondern weil es der US-Präsident so will.“

Bis kurz vor Handelsschluss standen die Brenntag-Aktien an der Spitze der Kursliste in Frankfurt. Das Schlusslicht bildeten die Papiere der Commerzbank und von Rheinmetall.

Unterdessen sank der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im August kostete 34 Euro und damit drei Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund acht bis zehn Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis sank ebenfalls: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 68,98 US-Dollar, das waren 23 Cent oder 0,3 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1615 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8610 Euro zu haben.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Frankfurter

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Jochen Stanzl, Donald Trump, Fed-Chef Powell

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:

Dax, CMC Markets, Wall Street, Donald Trump, US-Notenbank, Fed, Brenntag, Commerzbank, Rheinmetall

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Datum des beschriebenen Ereignisses ist der Dienstag, an dem der Dax nachgelassen hat. Ein genaues Datum wird jedoch nicht angegeben, daher lautet die Antwort: Nicht erwähnt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Frankfurt/Main, New York

Worum geht es in einem Satz?

Am Dienstag fiel der Dax um 0,4 Prozent auf 24.060 Punkte, bedingt durch eine zurückhaltende Kauflaune an der Wall Street trotz positiver Nachrichten im Handelskonflikt zwischen den USA und China, während die Gas- und Ölpreise sanken und die Euro-Dollar-Relation schwächer wurde.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

Der Dax hat am Dienstag nachgelassen aufgrund eines schwächeren Kaufinteresses in New York, trotz einer Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China. Besondere Unsicherheiten entstanden durch eine Inflation, die auf die US-Zollpolitik zurückzuführen ist, sowie durch Zweifel an weiteren Zinserhöhungen der US-Notenbank.

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Im Artikel wird die Reaktion der Märkte beschrieben, die nach einem anfänglichen Anstieg des Dax am Vormittag am Nachmittag ins Minus tendierte. Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst, erklärt, dass Zweifel an der Geldpolitik der US-Notenbank und die drohenden Zölle aus den USA die Kauflaune der Anleger dämpfen, während die Stabilität deutscher Aktien hervorgehoben wird.

Welche Konsequenzen werden genannt?

Dax-Negativentwicklung, Kauflaune in New York gedämpft, drohende Zölle aus den USA, Stagflationstendenzen, Zweifel an Zinserhöhungen der US-Notenbank, Gaspreis gesunken, Verbraucherpreispotential von acht bis zehn Cent pro kWh, Ölpreis gesunken, schwächere europäische Gemeinschaftswährung.

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Jochen Stanzl, dem Chef-Marktanalysten bei CMC Markets, zitiert. Er kommentiert, dass die Schwäche des Dax am Nachmittag auf die zurückhaltende Kauflaune in New York zurückzuführen ist, und weist darauf hin, dass deutsche Aktien trotz drohender Zölle aus den USA erstaunlich stabil bleiben.

Frankfurt: Die Finanzmetropole Deutschlands

Frankfurt am Main ist bekannt als das finanzielle Herzstück Deutschlands und beheimatet die Europäische Zentralbank. Die Stadt verbindet modernes Stadtleben mit historischem Charme und beeindruckt durch ihre markanten Hochhäuser. Besonders die Frankfurter Börse spielt eine zentrale Rolle in der Weltwirtschaft und zieht Investoren aus der ganzen Welt an. Die Verkehrsanbindungen sind hervorragend, mit einem der größten Flughäfen Europas und einem gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr. Kulturell hat Frankfurt ebenfalls viel zu bieten, von Museen über Theater bis hin zu Festivals, die das pulsierende Leben der Stadt widerspiegeln.

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