Kirchenrechtler nennt Kölner Missbrauch-Urteil skandalös

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Kirchenrechtler nennt Kölner Missbrauch-Urteil skandalös

Münster () – Der in Münster lehrende Kirchenrechtler Thomas Schüller hat das zivilrechtliche Urteil des Landgerichts im Schadenersatzprozess eines Missbrauchsopfers gegen das Erzbistum Köln scharf kritisiert.

Das „Anmaßende und Skandalöse“ an dem Urteil liege darin, dass das Gericht „säkulare Parameter an den religiös konnotierten amtlichen Dienst des katholischen Priesters“ anlege und kirchenrechtliche Gutachten nicht folge, sagte Schüller der „Kölnischen Rundschau“. Das Gericht missachte die katholische Lehre und folge damit den Anwälten des Erzbistums, „die – und das ist für mich der zweite Skandal – eine nicht katholische Auffassung über das Priestertum vorgetragen haben“.

Weiter sagte Schüller: „Seit 40 Jahren bilde ich Priester aus und sage den jungen Männern, dass sie sich in eine ganzheitliche Hingabe begeben, 24 Stunden am Tag in der Nachfolge Christi. Und jetzt erfahren wir von Anwälten des Erzbistums, dass Priester einen Privatbereich haben, in dem sie machen können, was sie wollen, und in dem eine Aufsichtspflicht des Erzbistums entfällt.“

Im konkreten Fall könne man zwar darüber streiten, wie weit die Sorgfaltspflicht des Erzbistums Köln gehe. „Aber man darf nicht wie das Kölner Gericht die Eigenheiten des Priesteramts komplett ignorieren. Es muss vielmehr die religiösen Normen beachten und mit den staatlichen Normen korrelieren.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Katholischer Pfarrer bei einer Messe zwischen Ministranten (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Erzbistum Köln, Kölnische Rundschau, Thomas Schüller

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Münster, Köln

Worum geht es in einem Satz?

Der Kirchenrechtler Thomas Schüller kritisiert das Urteil des Landgerichts Köln im Schadenersatzprozess eines Missbrauchsopfers gegen das Erzbistum Köln scharf, da es säkulare Maßstäbe auf den religiösen Dienst des Priesters anlege und kirchenrechtliche Aspekte missachte.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

Der Hintergrund des Ereignisses ist ein zivilrechtliches Urteil des Landgerichts Köln, das im Rahmen eines Schadensersatzprozesses eines Missbrauchsopfers gegen das Erzbistum Köln gefällt wurde. Kirchenrechtler Thomas Schüller kritisiert das Urteil, weil es säkulare Maßstäbe an den religiösen Dienst von Priestern anlegt und kirchliche Normen sowie das Rollenverständnis von Priestern missachtet. Schüller fordert eine Berücksichtigung religiöser Aspekte in solchen Verfahren.

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Der Kirchenrechtler Thomas Schüller hat das Urteil des Landgerichts Köln im Missbrauchsprozess gegen das Erzbistum Köln scharf kritisiert und bemängelt, dass das Gericht säkulare Maßstäbe auf den kirchlichen Dienst anlegt. Er argumentiert, dass die katholische Lehre und die spezifischen Pflichten des Priesteramts missachtet werden, was aus seiner Sicht skandalös sei.

Welche Konsequenzen werden genannt?

Anmaßendes und skandalöses Urteil, Missachtung der katholischen Lehre, Befolgung nicht katholischer Auffassungen über das Priestertum, Falsches Verständnis von Priesteramt und Privatbereich, Ignorieren der Eigenheiten des Priestertums, Nichtbeachtung religiöser Normen, mangelnde Korrelation zwischen religiösen und staatlichen Normen.

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Thomas Schüller, einem Kirchenrechtler, zitiert. Er kritisiert das Urteil des Landgerichts Köln, da es seiner Meinung nach säkulare Maßstäbe auf den kirchlichen Dienst anlegt und kirchenrechtliche Gutachten ignoriert. Schüller betont, dass die Eigenheiten des Priesteramts beachtet werden müssen und nicht einfach die religiösen Normen missachtet werden dürfen.

Münster: Ein Zentrum der Wissenschaft und Kirche

Münster ist bekannt für seine jahrhundertealte Tradition als Wissenschaftsstadt, in der viele renommierte Universitäten und Forschungseinrichtungen ihren Sitz haben. Die Stadt ist auch ein bedeutendes Zentrum der katholischen Kirche in , was sich in der Präsenz zahlreicher Kirchen und theologischer Institutionen widerspiegelt. Darüber hinaus ist Münster für seine historische Altstadt und idyllischen Landschaften bekannt, die Jahr für Jahr aus aller Welt anziehen. Als Residenzstadt der Fürstbischöfe spielt sie eine zentrale Rolle in der Geschichte des Westfälischen Friedens, der den Dreißigjährigen beendete. vereint Münster Tradition und Moderne, was sich in seinem kulturellen Leben und einem breiten Spektrum an Veranstaltungen zeigt.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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